Goliath Wetten: Aufbau, Kosten und Schweizer Rechtslage

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Acht gleiche Holzfiguren stehen in einem Kreis auf einem hellen Tisch im Seitenlicht.

Stand: Oktober 18, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Eine Goliath-Wette ist die grösste Systemwette, die Sporttip und die meisten anderen Buchmacher im Programm führen: acht Einzelauswahlen werden zu jeder möglichen Mehrfachauswahl kombiniert, ohne die Einzelwetten selbst. Daraus entstehen 247 Linien — 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination — und der Gesamteinsatz ist das Produkt aus diesem Linienbetrag und 247. Wer den Goliath als «eine Wette auf acht Spiele» liest, sieht nur die Spitze: darunter liegt ein Stapel aus 247 Wetten, von denen erst ab zwei gewonnenen Auswahlen überhaupt etwas zurückfliesst.

Der Goliath ist eine Systemwette, die aus acht Auswahlen alle 247 möglichen Mehrfachkombinationen bildet, ohne jedoch Einzelwetten auf die gewählten Spiele zu enthalten.

In der Schweiz ist die Lage besonders eng. Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport dürfen Sportwetten anbieten. Welche Wettformen sie ins Programm nehmen dürfen, bestimmt eine geschlossene Liste der Gespa. Der Goliath gehört zu den Full-Cover-Wetten und enthält keine Einzelwetten. Welche Rechte und Pflichten eine solche Wette mit sich bringt — Limits, Höchsteinsätze, Quotierung, Cash-Out, Besteuerung — regeln die Spielregeln der beiden Veranstalter; was dort nicht steht, gilt nicht.

Der Goliath ist ein komplexes Wettsystem, das durch die Kombination von acht Auswahlen zu 247 einzelnen Wettlinien entsteht. Dieser Beitrag erläutert die Funktionsweise der Wette, die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz sowie die Besonderheiten bei Spielerschutz, Besteuerung und Auszahlung, um Spielenden eine fundierte Einordnung zu ermöglichen.

Wettmärk und Rechtslage einer Goliath-Wette

Was eine Goliath-Wette ist

Die Goliath-Wette ist eine Systemwette auf acht Auswahlen. Systemwette heisst hier: Aus den acht Tipps werden alle möglichen Mehrfachkombinationen gebildet und jede für sich gewettet — die Einzelwetten auf die acht Tipps selbst sind nicht Teil des Pakets. Bei acht Auswahlen gibt es mathematisch genau 247 Mehrfachkombinationen, wenn man von der Zweierkombination aufwärts zählt, und keine einzige Einzelwette. Die Full-Cover-Familie fasst solche Wetten zusammen, und der Goliath ist ihr grösstes Mitglied; kleinere Geschwister wie der Heinz (sieben Auswahlen) oder der Super Heinz (sechs Auswahlen) arbeiten nach demselben Prinzip, nur mit weniger Linien.

Eine verschneite Dorfstrasse mit Kirchturm im Hintergrund, Rauch steigt aus den Kaminen.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000 und der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1.

Die 247 Linien der Systemwette gliedern sich in alle möglichen Doppel-, Dreier-, Vierer-, Fünfer-, Sechser-, Siebener- und Achterkombinationen. Jede dieser Linien hat ihre eigene Gesamtquote, die sich aus dem Produkt der Einzelquoten der Auswahlen ergibt, die sie enthält. Wer drei Auswahlen verliert, gewinnt trotzdem alle Dreierkombinationen, die aus den verbleibenden fünf Auswahlen gebildet werden können — und so weiter nach oben, solange mindestens zwei Auswahlen gewonnen werden.

Warum mindestens zwei Auswahlen gewinnen müssen

Der Goliath zahlt erst zurück, wenn mindestens zwei der acht Auswahlen gewonnen sind. Eine einzige richtige Auswahl reicht nicht, weil keine Einzelwette Teil des Pakets ist. Wer also «nur» einen Tipp richtig hat, bekommt nichts zurück; der gesamte Einsatz auf den 247 Linien verfällt. Das ist die Stelle, an der die Werbung einer «Wette auf acht Spiele» am deutlichsten von der Mechanik abweicht: Acht Spiele, aber keine Versicherung für ein einzelnes Spiel — die Versicherung steckt in der Zahl der Mehrfachkombinationen, nicht in einer Einzelwetten-Komponente.

Die Silhouette eines Stadiondachs vor dem violetten Abendhimmel, dahinter eine Hügelkette.
Bei der Systemwette Goliath mit 8 Auswahlen müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit eine Rückzahlung entsteht.

Wer auf Sicherheit setzt, fügt dem Goliath meist eine oder mehrere Banken hinzu — eine Auswahl, die als sicher gilt und in jeder Mehrfachkombination enthalten ist. Das verändert die Linienzahl und die Verteilung auf die einzelnen Kombinationen, ändert aber nichts daran, dass die Einzelwette auf diese Bank selbst nicht im Paket liegt. Die Rückzahlung beginnt weiterhin erst ab zwei Treffern.

Wie der Gesamteinsatz entsteht

Der Gesamteinsatz ist Linieneinsatz × 247. Wer einen Franken pro Linie setzt, zahlt 247 Franken. Wer zehn Rappen pro Linie anvisiert, kommt auf 24 Franken 70 — und bewegt sich damit am unteren Rand dessen, was Sporttip überhaupt annimmt. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten einen Franken und der Höchsteinsatz für eine Systemwette 10’000 Franken; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen.

Die Kehrseite: Der Gesamteinsatz ist fix, sobald der Wettschein abgegeben wird. Wenn nachher sechs Auswahlen verlieren, ist der Einsatz weg. Wenn drei gewinnen, werden die Gewinne aus den entsprechenden Kombinationen ausgeschüttet, der Rest verfällt. Es gibt — anders als bei einer einzelnen Kombiwette — keine Möglichkeit, eine Goliath-Wette unterwegs teilweise zurückzukaufen; Sporttip bietet Cash-Out nur vollständig an und auch nur, wenn Swisslos es für den jeweiligen Markt zulässt. Eine Garantie, dass Cash-Out für jede Goliath-Wette zur Verfügung steht, gibt es nicht.

Wie die Quoten entstehen

Die Quote einer jeden der 247 Linien ist das Produkt der Einzelquoten der Auswahlen, die sie enthält. Eine Achterkombination aus acht Auswahlen mit einer durchschnittlichen Einzelquote von 2.00 hätte damit eine Gesamtquote von 2.00⁸ = 256. Eine Zweierkombination aus zwei dieser Auswahlen bekäme 2.00 × 2.00 = 4.00. Diese Spanne — von 4.00 bis 256 — ist es, die einen hohen Gesamteinsatz mit einer niedrigen Trefferquote aufwiegen kann: Wer bei einem Franken Linieneinsatz und acht Auswahlen mit Einzelquoten von 2.00 nur die Fünfvereinskombination aus fünf richtigen Tipps trifft, gewinnt 2.00⁵ = 32 pro Linie auf den 56 entsprechenden Linien — 1’792 Franken auf 247 Franken Einsatz.

In der Praxis liegen die Quoten von Goliath-Auswahlen selten bei 2.00 — schon ein 1.50-Spieler, der in jedem Spiel als leichter Favorit gilt, drückt die Achterquote auf 1.50⁸ ≈ 25.6. Die Tabelle «Gesamteinsatz- und Rückzahlungsmechanik» zeigt, wie sich die Gesamteinsatz- und Rückzahlungsmechanik für drei plausible Beispielquoten verhält.

Auswahl-Quoten Linieneinsatz Gesamteinsatz Rückzahlung 2 Richtige (nur Doppel) Rückzahlung 5 Richtige
1.50 / 2.00 / 2.50 (Beispiel) CHF 1 CHF 247 nur Doppel mit den beiden richtigen Auswahlen, kombiniert zu deren Produkt Gewinne auf alle 2er-, 3er-, 4er- und 5er-Linien aus den fünf richtigen Auswahlen
1.50 / 1.50 / 1.50 CHF 1 CHF 247 1.50 × 1.50 = 2.25 auf das zutreffende Doppel kumulierte Gewinne aus den Mehrfachkombinationen, je nach Verteilung
2.00 / 2.00 / 2.00 CHF 1 CHF 247 2.00 × 2.00 = 4.00 auf das zutreffende Doppel kumulierte Gewinne, höhere Spanne

Diese Rechnung ist illustrativ. Sie zeigt, was eine Goliath-Wette zahlt, wenn einzelne Beispiele zutreffen — nicht, was ein konkreter Wettschein in einer konkreten Konstellation zurückgeben wird. Wer mit den Quoten rechnet, sollte mit seinem eigenen Buchmacher durchspielen, welche Auswahlen tatsächlich im Wettprogramm stehen und welche Quoten dort gelten; die hier verwendeten Werte sind Platzhalter für die Mechanik.

Wettmärkte: welche Auswahlen in den Goliath dürfen

In den Goliath darf jede Auswahl, die im Wettprogramm des Veranstalters für Kombinations- oder Systemwetten freigegeben ist. Bei Sporttip bedeutet das: Sämtliche Voraussagen aus dem Prematch- und dem Live-Programm, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; eine solche Kombination ausserhalb des Bet Builders darf Swisslos für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen ist abschliessend. Was dort nicht steht, darf nicht angeboten werden. Eckball- und Kartenmärkte fehlen in der Liste, ein Esports-Abschnitt fehlt ebenfalls. Wer eine Goliath-Wette platzieren will, muss also acht Auswahlen finden, die alle in dieser Liste stehen — was bei reinen Fussball-, Eishockey- oder Tennis-Auswahlen leichtfällt, bei exotischen Spezialmärkten aber unmöglich werden kann.

Livewetten im Goliath

Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, vorbehaltlich einer entsprechenden Bewilligung des Veranstalters. Bei Sporttip läuft sie unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; eine Livewette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheidung — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Im Goliath macht das zwei Dinge: Eine Live-Goliath-Wette kann nach einem frühen Treffer plötzlich anders aussehen als geplant, weil Swisslos die später platzierten Wetten auf das Ereignis auf 1.00 setzen kann. Und das Zeitfenster, in dem alle acht Auswahlen platziert sein müssen, ist kleiner als bei Prematch — wer zu spät kommt, findet seine Auswahl nicht mehr im Programm.

Rechtslage: Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Nur zwei Veranstalter — Swisslos und Loterie Romande

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von zwei Veranstaltern angeboten werden: von Swisslos mit dem Produkt Sporttip und von der Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Grundlage ist das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), das Sportwetten als Grossspiel einordnet und ihre Durchführung an eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel bindet. Die Aufsicht liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Swisslos ist als Genossenschaft mit Sitz in Basel Träger der Bewilligung; Sporttip ist das Produkt, unter dem sie ihre Sportwetten anbietet. Die Loterie Romande führt ihre Wetten unter dem Produkt Jouez Sport und hat ihre Kontaktadresse in Lausanne. Beide Veranstalter sind an eigene Servicegebiete gebunden: Swisslos deckt die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab; Loterie Romande deckt die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura ab. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann sich online registrieren und an den Wetten teilnehmen; wer anderswo wohnt, hat bei diesem Veranstalter keinen Anspruch auf ein Online-Konto.

Was die Gespa-Liste erlaubt und was nicht

Was in den Goliath — und in jede andere Wettform — darf, bestimmt die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen. Die Liste ist abschliessend: Was nicht aufgeführt ist, darf nicht angeboten werden. In der aktuellen Version (Stand 10.09.2026) enthält sie keine Eckball- und keine Kartenmärkte und keine Esports-Sektion; Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur dann auf der Liste, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, und Ranglistenwetten sind nur dann erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet — nie auf Trainingsläufe.

Wer eine Goliath-Wette auf einer Veranstaltung platzieren will, die nicht in der Liste steht, kann das nicht tun. Die Buchmacher im Ausland haben ihre Programme breiter — Curaçao- oder Malta-Lizenzen kennen diese Schranke nicht. Für Schweizer Kunden gilt sie trotzdem: Was ein ausländischer Anbieter ins Programm nimmt, ist in der Schweiz rechtlich nicht angeboten, auch wenn die Website erreichbar ist.

Werbeanzeigen, Boni und das Verbot ausländischer Werbung

Werbung für Glücksspiele darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten und kann mit einer Busse bis 500’000 Franken geahndet werden — das betrifft nicht die Spieler, sondern die Anbieter und ihre Werbepartner. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 erteilte sie 24 solche Bewilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.

Diese Seite beschreibt und bewertet — sie bewirbt nicht. Es gibt keine Bonus-Codes und keine Aufforderung zur Anmeldung. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Bedingungen des Veranstalters lesen: welcher Umsatz nötig ist, welche Mindestquote gilt, welche Fristen laufen. Die genauen Werte stehen in den Spielregeln der jeweiligen Veranstalter, nicht in Werbeversprechen.

Folgen für Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland, Tobique in Kanada — hat in der Schweiz keine Kraft. Wer hier ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: Bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Die Spieler werden nicht bestraft, aber ihre Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Aufsicht.

Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains ausländischer Anbieter, die Schweizer Internetprovider per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Betreiber, die eine gesperrte Domain ersetzen, werden schnell nachgetragen — die Gespa nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping und reagiert darauf innerhalb kurzer Zeit. Wer als Schweizer Kunde auf einer dieser Domains spielt, spielt dort rechtlich im Ausland.

Verantwortung beim Goliath: Limits, Sperren und Kostenkontrolle

Verlustlimiten, die jeder selbst setzt

Wer bei Sporttip online mitspielen will, muss vor der ersten Wette Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei 9’999 Franken, für unter 21-Jährige bei 1’000 Franken. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — wer also am Sonntagabend eine kühle Stunde hat und das Limit anheben will, kann erst am Mittwochabend höher wetten. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage.

Beim Goliath ist diese Mechanik besonders eng: Ein einziger Wettschein kann 247 Franken pro Franken Linieneinsatz kosten — und 10’000 Franken, wenn der Höchsteinsatz ausgereizt wird. Wer mit einem 30-Tage-Limit von 1’000 Franken spielt, gibt mit einer einzigen Goliath-Wette einen Viertel seines monatlichen Verlustspielraums aus. Limits setzen ist bei dieser Wettform weniger eine Formsache als eine Voraussetzung dafür, überhaupt noch etwas übrig zu haben.

Spielsperre und Sperrregister

Swisslos lässt den Zugang produktbezogen für eine bis 180 Tage selbst sperren; eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register ist die einzige Stelle, an der die Sperre aller Anbieter untereinander sichtbar wird; wer in einem Casino gesperrt ist, kann nicht bei Swisslos weiterspielen und umgekehrt.

Eine selbst gewählte Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, und nur mit Beteiligung einer Fachstelle. Wer sich sperren lässt, sollte das nicht als Pause verstehen, sondern als Ausschluss: Wer eine Goliath-Wette aufgeben will, sollte sie vor der Sperre spielen — danach ist sie kein Thema mehr.

Werbung und Minderjährige

Minderjährige dürfen nicht teilnehmen. Sporttip verlangt für die Online-Registrierung ein Mindestalter von 18 Jahren, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre; jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Die Gespa hat 2025 an 200 Verkaufsstellen testgekauft und in 47.5 Prozent der Fälle eine Wette an eine minderjährige Person verkauft bekommen — eine deutliche Mahnung, dass der Schutz an der Verkaufsstelle nicht hält, was er verspricht. Online ist die Kontrolle enger, aber auch dort bleibt die Eigenverantwortung zentral: Wer Ausweis und Adresse eines Dritten benutzt, macht sich strafbar, nicht der Anbieter.

Wettarten und Quoten: Welche Wetten in den Goliath passen

Kombinationen, Systemwetten und die Familienähnlichkeit

Der Goliath gehört zu den Full-Cover-Wetten, also zu den Wetten aus allen möglichen Mehrfachwetten über eine Auswahlzahl. Die Familie umfasst Wetten von drei Auswahlen aufwärts, und jedes Mitglied hat seine eigene Linienzahl: Ein Trixie zählt 4 Linien (3 Doppel, 1 Dreier), ein Yankee 11 Linien (6 Doppel, 4 Dreier, 1 Vierer), ein Canadian 26 Linien, ein Heinz 57 Linien, ein Super Heinz 120 Linien und der Goliath die vollen 247 Linien. Allen gemeinsam ist, dass keine Einzelwetten Teil des Pakets sind — wer nur eine Auswahl richtig hat, gewinnt nichts.

Die kleineren Geschwister sind kostengünstiger, aber auch weniger abgesichert: Eine Yankee-Wette mit 11 Linien ist günstiger, lässt aber weniger Kombinationen zu und hat eine andere Trefferquote. Wer «möglichst viel absichern» will, landet beim Goliath. Wer «möglichst günstig spielen» will, ist mit einem Canadian oder einem Heinz besser bedient. Welche Wetten im Programm eines Veranstalters stehen, hängt von seiner eigenen Spielregel-Version ab; bei Sporttip ist die Goliath-Wette Teil des Systemwetten-Angebots.

Quotenbildung und die Marge des Marktes

Die Quote einer Auswahl ist der Preis, zu dem der Veranstalter bereit ist, einen Franken Einsatz im Erfolgsfall zurückzuzahlen. Bei einer fairen Wette — bei der der Einsatz vollständig wieder ausgeschüttet wird — entspricht die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes 1; bei einem Buchmacher ist sie grösser als 1, und der Überschuss ist die Marge. Bei einer 1X2-Wette mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.50 für Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.50) ≈ 0’947 — der Buchmacher behält 5.3 Prozent.

Im Goliath summieren sich die Margen jeder einzelnen Auswahl. Wenn jede der acht Auswahlen eine Marge von 5 Prozent hat, hat auch das Produkt der acht Einzelquoten — also die Achterquote — einen eingebauten Abschlag, und alle Mehrfachkombinationen darunter tragen ihren Teil davon. Wer mit einem Rechner durchrechnet, was ein Goliath bei gegebenen Quoten auszahlt, sieht schnell, dass die Auszahlung nie das Vielfache des Einsatzes ist, das eine naive Multiplikation der «fairen» Quoten ergeben würde. Die Marge des Marktes ist der Preis, den jeder Wettende für die Mechanik zahlt.

Quotierung und Auf- und Abrundung

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus einem rechnerischen Gewinn von 1’234 wird also 1.25 (Aufrundung auf zwei Nachkommastellen) und schliesslich 1.20 (Abrundung auf 5 Rappen). Das sind kleine Beträge pro Wette, aber bei einem Goliath mit 247 Linien läppern sie sich: Wer den Effekt schätzt, sollte mit dem Rechner seines Buchmachers prüfen, wie viel Prozent des Gewinns die Rundung schluckt.

Cash-Out: was es ist und was es nicht ist

Cash-Out heisst, eine laufende Wette vorzeitig zu einem vom Buchmacher festgelegten Betrag zu verkaufen. Bei Sporttip funktioniert das für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out — eine Teilauszahlung ist nicht möglich. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Beim Goliath ist Cash-Out selten verfügbar. Wer eine Goliath-Wette platziert hat, kann sie in der Regel nicht vorzeitig zurückkaufen — auch wenn vier Auswahlen schon gewonnen sind und die Wette «sicher» erscheint. Wer vorzeitig aussteigen will, sollte die Verfügbarkeit prüfen, bevor er den Wettschein abgibt.

Wenn ein Ereignis abgesagt wird

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Goliath-Wette bedeutet das, dass die Quote 1.00 für eine Auswahl die aus dieser Auswahl gebildeten Linien stark entwertet — eine Auswahl mit Quote 1.00 in einer Achterkombination reduziert deren Quote auf das Produkt der restlichen sieben Auswahlen.

Wer eine Goliath-Wette über mehrere Tage hinweg laufen lässt, sollte wissen, dass ein abgesagtes Spiel im Paket einen grossen Unterschied machen kann. Wer «möglichst abgesichert» spielen will, achtet darauf, dass alle acht Auswahlen in Wettbewerben stehen, die voraussichtlich stattfinden — und nicht in Wettbewerben, deren Wetten häufiger verschoben werden.

Anbieter im Vergleich: Wer Goliath-Wetten anbietet — und wer nicht

Einordnung der Anbieter

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide führen Systemwetten im Programm, beide haben eigene Höchsteinsätze und Mindestquoten, und beide orientieren sich an der Gespa-Liste. Ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung; sie werden auf dieser Seite gelistet, weil Schweizer Kunden auf sie stossen, und sind klar als «ohne Schweizer Bewilligung» markiert. Sie sind keine sichere Wahl, kein fairer Anbieter, keine legale Alternative — sie sind schlicht nicht zugelassen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsangabe
Swisslos Sporttip Ja (BGS, SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Ja (BGS, SR 935.51) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport
X3Bet Keine Tobique (Kanada), ohne Kraft in der Schweiz
1xBet Keine Keine verifizierte Lizenzangabe
22Bet Keine Keine verifizierte Lizenzangabe
myBet Keine Keine verifizierte Lizenzangabe
HornetBet Keine Keine verifizierte Lizenzangabe
WirWetten Keine Keine verifizierte Lizenzangabe
Boomerang Bet Keine Keine verifizierte Lizenzangabe
Rabona Keine Keine verifizierte Lizenzangabe

Die Tabelle sortiert nach Bewilligungsstatus: zuerst die beiden Schweizer Veranstalter, dann die ausländischen Anbieter, alphabetisch. Ausländische Anbieter werden nach dem gleichen Raster beschrieben, sind aber nicht «sicher», «fair» oder «empfehlenswert» — wer dort spielt, spielt im Ausland.

Swisslos Sporttip — die Referenz für Goliath in der Deutschschweiz

Sporttip ist das Sportwetten-Produkt der Swisslos, betrieben von der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Bewilligung steht im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und umfasst eine Veranstalterbewilligung sowie eine Spielbewilligung pro Spiel; die Aufsicht liegt bei der Gespa. Wer bei Sporttip online spielen will, muss im Vertragsgebiet wohnen — den 19 Deutschschweizer Kantonen (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), dem Tessin oder dem Fürstentum Liechtenstein — und das 18. Altersjahr vollendet haben.

Die Höchsteinsätze sind die Referenzwerte für jede Goliath-Wette in der Schweiz: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten ein Franken, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette 1’000 Franken, Höchsteinsatz für eine Systemwette 10’000 Franken. Bei einem Franken Linieneinsatz kostet ein Goliath 247 Franken — wer mit dem vollen Systemwett-Limit spielt, müsste 40 Franken pro Linie setzen, und der Wettschein wäre 9’880 Franken schwer. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Sporttip kombiniert das Systemwetten-Programm mit dem Kombiboost: Bei mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote ab 1.50 erhöht sich der Nettogewinn um 5 Prozent (4 Voraussagen), 20 Prozent (7), 40 Prozent (10) oder 100 Prozent (15). Der Boost gilt nur online und nur für Prematch-, Live- und Systemwetten. Quotenboosts und Profitboosts sind zusätzliche Aktionen, jeweils einmal pro Wettendem nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Cash-Out ist nur vollständig und nur online verfügbar; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Verdienst: Sporttip ist die einzige Goliath-Referenz in der Deutschschweiz und im Tessin. Die Limits sind grosszügig, das Programm folgt der Gespa-Liste, der Spielerschutz funktioniert über Verlustschichten und das schweizweite Sperrregister. Wer mit dem Goliath spielen will, ist hier am richtigen Ort — vorausgesetzt, der Wohnsitz liegt im Vertragsgebiet und das Verlustlimit erlaubt den Einsatz.

Loterie Romande Jouez Sport — die Westschweizer Referenz

Jouez Sport ist das Sportwetten-Produkt der Loterie Romande. Die Bewilligung folgt demselben Muster wie bei Swisslos — Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung pro Spiel nach BGS, Aufsicht durch die Gespa. Wer online mitspielen will, muss in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnen: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura. Die Loterie Romande hat ihre Adresse in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Limits bei Jouez Sport fallen niedriger aus als bei Sporttip: Mindesteinsatz online zwei Franken (in Verkaufsstellen drei Franken, für Multiples zwei Franken), Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten 500 Franken. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten — bei einem Franken Linieneinsatz wäre die Goliath-Obergrenze also nicht durch die Linienzahl 247, sondern durch die Wettscheinobergrenze von 7’500 Franken gezogen (30 Franken 36 pro Linie). Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei 300’000 Franken, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei 1’000’000 Franken; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Verdienst: Jouez Sport ist die Goliath-Referenz für die Westschweiz. Die Limits sind enger als bei Sporttip — wer den Goliath mit höherem Linieneinsatz spielen will, stösst früher an die Höchsteinsatz- und Gewinngrenzen. Dafür ist die Auszahlungsobergrenze klar definiert und im Reglement festgehalten.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

X3Bet, 1xBet, 22Bet, myBet, HornetBet, WirWetten, Boomerang Bet und Rabona sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Sie sind in der Schweiz nicht zugelassen und ihre Lizenzen — wo ausgewiesen — haben hier keine Kraft. Wer auf einer dieser Plattformen spielt, spielt im Ausland: Die Schweizer Spielsperre greift nicht, das schweizweite Sperrregister weiss nichts von der Spielteilnahme, und bei Streitigkeiten ist der Schweizer Rechtsweg versperrt.

Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains solcher Anbieter; Schweizer Internetprovider blockieren sie per DNS-Sperre. Wenn eine Domain gesperrt wird, weichen die Anbieter auf neue Domains aus — die Gespa reagiert darauf mit neuen Einträgen, in der Regel innert Stunden. Wer dennoch spielt, sollte sich bewusst sein, dass jeder Franken Einsatz und jeder Franken Gewinn in einem Land ohne Schweizer Aufsicht fliesst und im Konfliktfall nur schwer zurückzuholen ist.

Verdienst: Ausländische Anbieter sind keine Alternative zu den beiden Schweizer Veranstaltern. Sie sind keine Option für jemanden, der Goliath-Wetten mit Schweizer Schutz spielen will — und wer sie nutzt, sollte wissen, dass die Gespa sie aktiv vom Netz nehmen kann.

Wie sich der Goliath rechnet: Gesamteinsatz und Rückzahlung

Die Mechanik in einem Beispiel

Wer einen Goliath mit drei Auswahlen zu Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 spielen will, baut die Wette nicht — die Goliath-Wette verlangt acht Auswahlen. Die Rechnung dient als Beispiel dafür, wie eine Mehrfachkombination aus diesen Quoten aussieht. Eine Kombiwette aus allen drei Auswahlen hätte Gesamtquote 1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50. Ein Franken Einsatz bringt in diesem Fall 7.50 Franken Rückzahlung, 6.50 Franken Nettogewinn. Das ist eine einzelne Linie aus dem, was ein Goliath aus acht Auswahlen bilden würde.

Der Goliath aus acht Auswahlen mit denselben Quoten — sofern alle acht bei 1.50, 2.00 und 2.50 lägen — hätte Linien mit Quoten vom Doppel (1.50 × 1.50 = 2.25) bis zur Achterkombination (1.50⁴ × 2.00² × 2.50² ≈ 421’875). Wer alle acht Auswahlen richtig tippt, gewinnt auf allen 247 Linien. Wer «nur» fünf richtig hat, gewinnt auf den 56 Fünfer-, 70 Vierer-, 56 Dreier- und 28 Doppellinien aus diesen fünf Auswahlen — und verliert den Einsatz auf den 37 Linien, die eine oder mehrere der falschen Auswahlen enthalten.

Was die Rechnung zeigt — und was nicht

Die Rechnung mit Beispielquoten zeigt, dass eine Goliath-Wette überproportional vom Achterfall lebt: Nur wer alle acht Auswahlen richtig hat, bekommt das volle Produkt der Einzelquoten. Wer «nur» fünf richtig hat, bekommt einen Bruchteil davon — und das ist die Stelle, an der die Werbung einer «Wette auf acht Spiele» am deutlichsten von der Realität abweicht. Wer mit fünf Treffern rechnet, sollte wissen, dass die Gewinne aus den höheren Kombinationen verloren sind und nur die Kombinationen bis zur Fünfer zählen.

Das ist auch die Stelle, an der die Marge des Marktes zuschlägt: Wenn jede der acht Auswahlen eine Marge von 5 Prozent hat, schlägt diese Marge auf jede Mehrfachkombination durch. Eine Achterquote von 421’875 «fair» wäre 512 (1.50⁴ × 2.00² × 2.50² ist genau 506.25) — der Unterschied ist die kumulierte Marge. Wer mit dem Buchmacher rechnet, sollte mit den Quoten rechnen, die er tatsächlich bekommt, nicht mit «fairen» Quoten.

Limits, die jeder Goliath beachten muss

Bei Sporttip ist die Obergrenze für eine Systemwette 10’000 Franken — bei einem Franken Linieneinsatz wäre die Goliath-Wette mit 247 Franken Einsatz weit darunter. Bei 40 Franken pro Linie wäre die Wette 9’880 Franken schwer und damit fast an der Obergrenze. Bei höheren Linieneinsätzen wird der Wettschein abgelehnt.

Bei Jouez Sport ist die Obergrenze für Multiples 7’500 Franken insgesamt. Bei einem Franken Linieneinsatz liegt die Goliath-Wette mit 247 Franken Einsatz weit darunter. Bei 30 Franken pro Linie wäre die Wette 7’410 Franken schwer. Bei höheren Linieneinsätzen wird der Wettschein abgelehnt. Hinzu kommt die Obergrenze für die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi: 100’000. Wer Auswahlen mit sehr hohen Quoten kombiniert, kann mit einer Siebener- oder Achterkombination an diese Grenze stossen.

Steuern, Auszahlung und was nach der Wette passiert

Wie Gewinne ausgezahlt werden

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag einer Wette zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Auszahlung läuft über das Swisslos-Wallet; Guthaben kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag 20 Franken), in 30 Tagen sind höchstens 10’000 Franken möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks.

Bei einer Goliath-Wette mit 247 Linien ist die Auszahlung eine Liste von Positionen — eine pro Linie, die gewonnen hat. Wer alle acht Auswahlen richtig hat, bekommt 247 Positionen ausgezahlt; wer nur zwei richtig hat, bekommt eine Position. Die Auszahlung erfolgt auf das Spielkonto und von dort auf das Bankkonto oder die Karte des Spielkonto-Inhabers — eine Auszahlung an Dritte ist nicht möglich.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bundessteuerfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei 1’071’000 Franken (2025: 1’070’400 Franken); die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, daher schreitet die Steuer je nach Kanton unterschiedlich. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer zurück, die der Spielende über die Steuererklärung zurückholen kann. Wer deutlich unter dem Freibetrag bleibt, hat keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.

Bei Gewinnen aus ausländischen Anbieter gilt die Verrechnungssteuer nicht — die ausländische Veranstalter behalten keine Schweizer Verrechnungssteuer zurück. Aber die kantonale Steuerpraxis ist nicht einheitlich; Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen. Wer dort wohnt und auf einer ausländischen Plattform spielt, sollte das in der Steuererklärung berücksichtigen.

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Wer einen Franken Einsatz zahlt, zahlt einen Franken — nicht einen Franken minus einer Wettsteuer. Der einzige Abzug ist die Marge, die in den Quoten steckt.

Werbung und Anonymität

Wetten dürfen in der Schweiz nicht bar und nicht anonym abgeschlossen werden. Die Identität wird beim Online-Konto verifiziert: Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Eine Auszahlung geht nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielkonto-Inhabers — anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen sind im Schweizer bewilligten Markt nicht möglich. Das gilt auch für Gewinne aus dem Goliath.

Häufige Fragen zum Goliath

Was ist eine Goliath-Wette, und aus wie vielen Einzelwetten besteht sie?

Eine Goliath-Wette ist eine Systemwette auf acht Auswahlen, bei der alle möglichen Mehrfachkombinationen aus diesen Auswahlen gebildet und einzeln gewettet werden. Insgesamt sind das 247 Linien: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination. Einzelwetten auf die acht Auswahlen sind nicht Teil des Pakets, weshalb eine einzige richtige Auswahl keine Rückzahlung auslöst. Die Wette gehört zur Familie der Full-Cover-Wetten und ist deren grösstes Mitglied. Wer den Goliath als «eine Wette auf acht Spiele» versteht, sieht nur die Spitze: Darunter liegt ein Stapel aus 247 Wetten, die gemeinsam bezahlt und einzeln ausgewertet werden. Die Rechenarbeit übernehmen die Buchmacher; was der Spielende sieht, ist der Gesamteinsatz und die mögliche Rückzahlung im Erfolgsfall.

Wie viele Auswahlen müssen beim Goliath gewinnen, damit eine Rückzahlung entsteht?

Mindestens zwei der acht Auswahlen müssen gewinnen, damit der Goliath überhaupt etwas zurückzahlt. Eine richtige Auswahl reicht nicht, weil das Paket keine Einzelwetten enthält — die niedrigste Mehrfachkombination ist das Doppel. Erst ab zwei richtigen Auswahlen gibt es eine Zweierkombination, die etwas gewinnt, und die entsprechende Linie im Goliath wird ausbezahlt. Wer drei Auswahlen verliert, bekommt nur einen Teil der 247 Linien ausbezahlt — alle Doppel, Dreier, Vierer und so weiter, die ausschliesslich aus den richtigen Auswahlen gebildet werden können. Der Einsatz auf den Linien, die mindestens eine verlorene Auswahl einschliessen, verfällt. Wer sechs Auswahlen verliert, verliert den gesamten Einsatz.

Wie berechnet sich der Gesamteinsatz eines Goliath, und welche Rolle spielt der Höchsteinsatz einer Systemwette?

Der Gesamteinsatz ist Linieneinsatz × 247. Bei einem Franken Linieneinsatz zahlt der Spielende 247 Franken für den gesamten Wettschein; bei zehn Rappen sind es 24 Franken 70. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten einen Franken und der Höchsteinsatz für eine Systemwette 10’000 Franken; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei einem Franken Linieneinsatz bleibt der Goliath mit 247 Franken Einsatz deutlich unter der Systemwette-Obergrenze; wer mit höherem Einsatz spielt, sollte prüfen, wo die Grenze liegt. Bei Jouez Sport liegt die Obergrenze für Multiples insgesamt bei 7’500 Franken — bei einem Franken Linieneinsatz liegt die Goliath-Wette mit 247 Franken Einsatz ebenfalls deutlich darunter.

Worin unterscheidet sich der Goliath von der Variante mit Einzelwetten?

Die Goliath-Wette enthält keine Einzelwetten — wer eine Auswahl als «sichere Bank» behandelt, hat keine separate Wette darauf. Die Variante mit acht Einzelwetten plus den 247 Mehrfachkombinationen würde den Gesamteinsatz um ein Vielfaches erhöhen: Acht zusätzliche Linien zum Preis des Linieneinsatzes. Wer mit Banken spielen will, muss sie in den Goliath einbauen — eine Auswahl, die in jeder Mehrfachkombination enthalten ist. Das verändert die Linienzahl und die Verteilung auf die einzelnen Kombinationen, lässt aber das Grundproblem bestehen: Die Einzelwette auf die Bank ist weiterhin nicht Teil des Pakets. Wer den Goliath mit acht Einzelwetten plus Mehrfachkombinationen verwechselt, sieht den Unterschied erst beim Gesamteinsatz — und auf dem Wettschein.

Bietet Sporttip Systemwetten an, und welche Wettarten stehen auf der Liste der Gespa?

Sporttip bietet Systemwetten an, darunter auch den Goliath. Welche Wettarten und Märkte insgesamt angeboten werden dürfen, bestimmt die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen (Stand 10.09.2026). Die Liste ist abschliessend: Was nicht aufgeführt ist, darf nicht angeboten werden — auch nicht in den Goliath. Eckball- und Kartenmärkte fehlen in der Liste, ein Esports-Abschnitt fehlt ebenfalls, Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur dann auf der Liste, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, nie auf Trainingsläufe. Wer eine Goliath-Wette platzieren will, muss acht Auswahlen finden, die alle in dieser Liste stehen.

Wie lässt sich der Goliath mit einem Rechner durchrechnen, und welche Rolle spielt die eingerechnete Marge?

Ein Goliath-Rechner erwartet die Einzelquoten der acht Auswahlen und rechnet daraus die Quoten aller 247 Linien, den Gesamteinsatz und die Rückzahlung in jedem Trefferfall. Die Marge steckt in den Quoten, die der Rechner entgegennimmt: Bei jeder Auswahl schlägt die Marge des Marktes zu, und im Produkt mehrerer Auswahlen vervielfacht sie sich. Eine Goliath-Wette aus acht Auswahlen mit je 5 Prozent Marge hat eine kumulierte Marge, die deutlich über 5 Prozent liegt — der Buchmacher behält einen grösseren Anteil am Gesamteinsatz, als es die naive Multiplikation der Quoten vermuten lässt. Wer mit dem Rechner durchrechnet, was eine Achterquote «fair» wäre, sieht schnell, wie viel Prozent die Marge schluckt. Das ist der Preis, den jeder Wettende für die Mechanik zahlt — und er ist unabhängig davon, ob eine Wette gewinnt oder verliert.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»