Der beste Kombiwetten-Bonus in der Schweiz – was er kostet und wem er nützt
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Wer in der Schweiz nach Kombiwetten und einem Bonus dafür sucht, stösst rasch auf eine Besonderheit: In diesem Markt gibt es nicht beliebig viele Anbieter, sondern genau zwei Schweizer Veranstalter mit einer Bewilligung der Gespa. Alles andere spielt sich offshore ab, ohne Schweizer Schutz, ohne Sperrregister und ohne Schweizer Aufsicht. Der folgende Ratgeber beleuchtet die Mechanik der Kombiwette und des Kombiboosts und zeigt, welche Bedingungen bei den zehn genannten Anbietern im Alltag tatsächlich gelten. Stand der Daten: Oktober 18, 2026, geprüft anhand der Veranstalterbewilligungen und Spielregeln von Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport).
Verantwortungsvolles Spielen bei Kombiwetten
Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einer Wette. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Was sich mit jedem weiteren Tipp verdoppelt, ist nicht der mögliche Gewinn allein, sondern das Risiko, dass irgendetwas kippt. Wer drei Voraussagen kombiniert, muss alle drei richtig haben. Bei vier Voraussagen sind es vier richtige. Bei fünfzehn Voraussagen, wie sie der höchste Sporttip-Kombiboost verlangt, sind es fünfzehn richtige aus einer einzigen Wette.
Das Problem verschärft sich leise. Jede Einzelquote von 1.50, die sie auf dem Wettschein haben, entspricht einer Trefferwahrscheinlichkeit von etwa 67 % auf der Seite der Buchmacherin. Eine Fussballwette mit Quote 1.50 trifft also in zwei von drei Fällen. Vier solcher Wetten zusammen multiplizieren die Wahrscheinlichkeiten: 0.67 mal 0.67 entspricht rund 0.20, also etwa einer Chance von eins zu fünf. Bei sieben Voraussagen mit identischer Trefferquote sinkt sie auf rund 7 %. Bei fünfzehn liegt sie im niedrigen einstelligen Prozentbereich, auch wenn jede Einzelquote aus Sportlersicht noch so vernünftig aussieht. Das «Boost»-Wort soll suggerieren, dass mehr Voraussagen automatisch mehr Wert bedeuten. Tatsächlich wächst das Risiko schneller als der Bonus.

Genau hier setzt der Spielerschutz an. Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme eigene Verlustlimiten für einen, sieben und dreissig Tage setzen; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer merkt, dass die Bonusjagd das eigene Setzmuster verändert, kann diese Limite nach unten korrigieren, und die Reduktion gilt ab dem nächsten Wettschein. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Der Mechanismus verschiebt die Kontrolle dorthin, wo ein Bonus-Versprechen sie gerne wegnimmt: auf die Höhe des Einsatzes.
Die zweite Schutzebene ist die Spielsperre selbst. Swisslos erlaubt eine produktbezogene Sperre für einen bis 180 Tage ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register sorgt dafür, dass eine Selbstsperre bei Swisslos nicht durch einen Wechsel zu einem anderen Anbieter umgangen werden kann. Wer eine Sperre aufheben will, muss eine Frist von drei Monaten abwarten und eine Fachstelle einbeziehen.
Die Mechanik der beiden Schutzebenen und ihre Grenzen verdienen zwei Anmerkungen. Erstens: Die Verlustlimiten gelten nur auf dem Swisslos-Konto. Wer parallel auf einem Konto ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat dort weder eine Schweizer Spielsperre noch eine Schweizer Limiten-Pflicht. Zweitens: Die Gespa hat 2025 an 200 Verkaufsstellen getestet, ob Minderjährige eine Sportwette erhalten. In 47.5 % der Fälle wurde die Wette verkauft. Der stationäre Schutz funktioniert in der Praxis nicht zuverlässig, was die Online-Verifikation mit Ausweiskontrolle umso wichtiger macht.
Was ein Kombiwetten-Bonus in der Schweiz 2026 taugt
Wer einen «Bonus» auf den Gewinn einer Kombiwette bekommt, sollte zuerst fragen, auf welche Grösse dieser Bonus eigentlich aufgeschlagen wird. Im Schweizer Markt ist die häufigste Form ein Aufschlag auf den Nettogewinn, das heisst auf den Betrag, der über den Einsatz hinaus ausgezahlt würde. Bei Sporttip ist das der «Kombiboost». Er erhöht den Nettogewinn prozentual, sobald eine Mindestanzahl von Voraussagen auf dem Wettschein steht.
Der Sporttip-Kombiboost im Detail
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, das heisst für Prematch, Livewetten und Systemwetten im Swisslos-Kanal. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Ist die Bedingung erfüllt, schlägt Swisslos einen Prozentsatz auf den Nettogewinn: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Bonus ist limitiert, sowohl im Einsatz als auch im maximalen Bonusbetrag. Wer die Schwelle nicht erreicht, bekommt keinen Bonus, auch wenn die Wette gewinnt. Wer sie übererfüllt, bekommt den nächst höheren Prozentsatz, sobald die nächste Stufe erreicht ist, jedoch nicht den niedrigeren der dazwischen liegenden Auswahl.
Der Mechanismus hat zwei Eigenheiten, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Erstens: Der Bonus wird auf den Nettogewinn addiert, nicht auf den Einsatz. Wenn die Wette nicht gewinnt, ist der Bonus wertlos. Es gibt kein Geld zurück und keinen Ersatz. Zweitens: Quotenboosts und Profitboosts, also andere Bonusformen bei Sporttip, gelten nur für Prematch-Einzelwetten, sind pro Person nur einmal nutzbar und verfallen bei einem Cash-Out vollständig. Wer auf einer Kombiwette gleichzeitig einen Profitboost und einen Kombiboost erwartet, muss damit rechnen, dass die Profitboost-Bedingungen separat gelten.
Beispielrechnung: Wer CHF 10 auf eine Kombiwette mit vier Voraussagen zu den Quoten 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 setzt, erhält eine Gesamtquote von 9’792. Der Bruttogewinn bei voller Trefferquote beträgt CHF 97.92. Der Nettogewinn nach Einsatzabzug beläuft sich auf CHF 87.92. Mit dem Sporttip-Kombiboost von 5 % steigt der Nettogewinn auf CHF 92.32, was einer Zusatzauszahlung von rund CHF 4.40 entspricht. Wer auf sieben Voraussagen mit vergleichbaren Quoten erhöht, erhält den 20 %-Boost. Die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt mit jeder weiteren Voraussage deutlich.
Andere Bonusformen im Vergleich
Nicht jeder Bonus ist ein Kombiboost. Bei Sporttip gibt es Quotenboosts für einzelne Prematch-Wetten, die eine einzelne Quote erhöhen, sowie Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses prozentual erhöhen. Beide Aufstiegsformen sind pro Person nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen bei einem Cash-Out. Bei der Loterie Romande gab es in der Wintersaison 2025/26 eine Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades», die für 7’000 Teilnehmende CHF 10 Spielguthaben pro Person vergab, gültig 30 Tage, nicht auszahlbar und nur nach Code-Eingabe im verifizierten Konto. Solche Aktionen sind im Schweizer Markt eher kurzfristige Promotionsakturen als dauerhafte Boni auf den Gewinn.
Wer einen Bonus bewertet, sollte vier Punkte prüfen, die im Marketingtext oft fehlen. Erstens: Auf welche Grösse der Bonus aufgeschlagen wird (Einsatz, Bruttogewinn, Nettogewinn). Zweitens: Welche Mindestquote pro Voraussage gilt, weil eine Schwelle von 1.50 andere Wetten ausschliesst als eine Schwelle von 1.20. Drittens: Welche Mindestanzahl an Voraussagen erforderlich ist und welche Bonusstufen es gibt. Viertens: Welche zeitlichen Fristen und welcher maximale Bonusbetrag gelten, weil ein unbegrenzter Bonus eine andere Wertigkeit hat als einer mit Cap.
Wann ein «Bonus» sich selbst aufzehrt
Die Rechnung hat einen Haken, den die Bonuswerbung nicht zeigt. Ein Boost von 5 % auf den Nettogewinn klingt grosszügig, ändert aber nichts daran, dass die Wette als Ganzes gewinnen muss. Wer die Wette verliert, verliert den Einsatz. Wer die Wette gewinnt, gewinnt einen leicht höheren Betrag, jedoch nie den Einsatz zurück, falls ein Boost auf den Nettogewinn aufgeschlagen wird. Der Wert des Boosts liegt also im Erwartungswert über viele Wetten, nicht im Einzelfall. Wer nur einmal pro Monat eine Kombiwette spielt, sieht den Bonus selten; wer jede Woche mehrere Kombiwetten platziert, realisiert ihn eher.
Hier hilft eine ehrliche Frage: Wie viele Wetten braucht es, damit der Bonus statistisch ins Gewicht fällt? Der Boost erhöht den Erwartungswert der Wette, nicht ihre Trefferchance. Bei einer angenommenen Auszahlungsquote des Marktes von 90 %, einer Gesamtquote von 9.79 und einem Einsatz von CHF 10 liegt der erwartete Bruttogewinn bei rund CHF 88, der erwartete Nettogewinn bei rund CHF 78, mit Boost etwa CHF 82. Das ist ein Unterschied von rund CHF 4 pro Wette im Erwartungswert, nicht im Einzelfall. Wer viele Wetten spielt, sieht diese CHF 4 statistisch öfter, wer wenige spielt, sieht sie selten oder nie.
Strategien für Kombiwetten – und warum keine «sicher» ist
Wer im Internet nach Kombiwetten-Strategien sucht, findet Seiten, die genau das versprechen, was die Mathematik ausschliesst: eine «sichere Kombiwette». Das Konstrukt beruht auf der Annahme, dass die Kombination von mehreren «sicheren» Einzelwetten automatisch sicher wird. Tatsächlich multiplizieren sich Wahrscheinlichkeiten, sie addieren sich nicht. Eine Einzelwette mit 90 % Trefferchance, kombiniert mit einer zweiten identischen, hat eine kombinierte Trefferchance von 81 %. Bei drei Voraussagen sinkt sie auf rund 73 %, bei vier auf rund 66 %, bei fünf auf rund 59 %. Die Logik der Multiplikation ist nicht verhandelbar.
Das häufigste Argument, das für «sichere» Kombiwetten vorgebracht wird, lautet: zwei Wetten auf das gleiche Spiel aus entgegengesetzten Richtungen, zum Beispiel Heimsieg und Unentschieden. Die Kombination daraus deckt zwei von drei Möglichkeiten ab, kann aber nur gewinnen, wenn die dritte Möglichkeit eintrifft. In der Praxis heisst das: Die «sichere» Kombiwette ist nur dann gewinnbringend, wenn das Unentschieden eintritt. Bei einem Heimsieg gewinnt nur die Einzelwette Heimsig. Die Kombination verliert. Was bleibt, ist eine Wette mit verkleinerter Auszahlung gegenüber einer einzelnen Wette auf das Unentschieden. Sporttip verlangt zudem, dass voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Eine solche Kombination kann von Swisslos als Ganzes für ungültig erklärt werden, falls sie irrtümlich ohne die Funktion angenommen wurde.
Die zweite Strategie, die in Foren kursiert, ist die «Banker-Wette»: Eine Quote von 1.10 bis 1.20 gilt als sicher und soll die Gesamtquote stabilisieren. Tatsächlich ist eine Quote von 1.10 mit einer angenommenen Auszahlungsquote des Marktes von 90 % gleichbedeutend mit einer Trefferchance von rund 82 %, nicht von 99 %. Die Wette verliert in etwa jedem sechsten Fall. Kombiniert mit drei weiteren Voraussagen, die ebenfalls nicht garantiert sind, sinkt die Trefferchance der Kombination weiter. Der «Banker» ersetzt keine Analyse, er reduziert nur die Quote.
Drei Empfehlungen, die die Mathematik der Kombiwette nicht aushebeln, aber den Einsatz besser steuern. Erstens: Weniger Voraussagen kombinieren. Eine 3er-Kombi mit Quoten um 1.80 hat eine rechnerische Trefferchance von etwa 19 %, eine 5er-Kombi mit ähnlichen Quoten liegt bei etwa 5 %. Der Unterschied zwischen «Boost-fähig» (ab vier Voraussagen) und «realistisch treffbar» ist gross. Zweitens: Quoten mit Bedacht wählen. Quoten unter 1.50 wirken sicher, sind es rechnerisch aber nur in etwa 67 % der Fälle. Quoten über 2.00 werfen mehr ab, kosten aber mehr Sicherheit pro Voraussage. Drittens: Den Einsatz konstant halten und nicht erhöhen, wenn eine Wette verliert. Das Martingale-System und ähnliche Eskalationsstrategien verlieren bei konstanter Auszahlungsquote des Marktes unter 100 % auf Dauer Geld, unabhängig davon, wie viele Voraussagen auf dem Schein stehen.
Die einzige Variable, die ein Spieler kontrollieren kann, ist die Auswahl der Voraussagen. Wer hier sauber arbeitet, gewinnt nicht sicher, aber verliert nicht aus den falschen Gründen. Ein gestrandeter Wettschein ist fast immer die Folge einer Voraussage, die ohne wirkliche Analyse aufgenommen wurde, oft nur, damit die Mindestanzahl für den Bonus erreicht wird. Genau dieser Punkt ist es, der einen Bonus zum Verlustbringer machen kann: Der Bonus zieht zusätzliche Voraussagen an, die Voraussagen verringern die Trefferchance, die verringerte Trefferchance frisst den Bonus statistisch auf.
Kombiwetten, Einzelwetten, Systemwetten
Die Frage, die vor jeder Wette steht, lautet: Einzelwette, Kombiwette oder Systemwette? Die Antwort hängt davon ab, wie viel Risiko sie tragen wollen und wie viel Einsatz sie riskieren möchten.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette im Vergleich
Die Einzelwette setzt auf ein einziges Ereignis. Die Quote entspricht der angebotenen Einzelquote, der Gewinn ist Einsatz mal Quote, der Verlust ist der Einsatz, wenn die Voraussage nicht eintrifft. Die Trefferchance ist die Wahrscheinlichkeit, die die Einzelquote impliziert, bei einer Auszahlungsquote des Marktes von 90 % und einer Einzelquote von 2.00 etwa 45 %.
Die Kombiwette kombiniert mehrere Voraussagen auf einem Wettschein. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Die Trefferchance ist das Produkt der einzelnen Trefferwahrscheinlichkeiten. Bei vier Voraussagen mit Einzelquoten von 1.50, 1.70, 1.80 und 2.00 ergibt sich eine Gesamtquote von rund 9.79 und eine kombinierte Trefferchance, die je nach angenommener Auszahlungsquote des Marktes im niedrigen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegt. Gewinn nur, wenn alle Voraussagen zutreffen.
Die Systemwette kombiniert mehrere Voraussagen auf verschiedene Arten. Statt einer einzigen Kombination aus allen Voraussagen werden mehrere Teilkombinationen gebildet. Bei einer Systemwette 2 aus 4 werden sechs mögliche 2er-Kombinationen gespielt, bei 3 aus 4 vier mögliche 3er-Kombinationen. Der Einsatz wird auf die Teilkombinationen aufgeteilt. Der Vorteil: nicht alle müssen zutreffen, damit ein Gewinn ausgezahlt wird. Der Nachteil: Der Einsatz vervielfacht sich, und der Gesamtgewinn hängt davon ab, wie viele Voraussagen tatsächlich treffen. Bei Sporttip ist die Systemwette auf maximalen Einsatz von CHF 10’000 limitiert, die Einzel- und Kombiwette auf CHF 1’000 pro Wette.
Wie die Gesamtquote berechnet wird
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Eine 4er-Kombi mit vier verschiedenen Werten führt zu einer Gesamtquote, die sich aus deren Multiplikation ergibt. Ein Einsatz von CHF 10 ergibt einen Bruttogewinn von CHF 97.92 und einen Nettogewinn von CHF 87.92. Swisslos rundet den Auszahlungsbetrag dabei auf 5 Rappen genau ab.
Die Auszahlungsquote des Marktes ist die Grösse, die die Einzelquoten aufsummiert definiert. Für einen 1X2-Markt mit den Quoten 1.50 für Heimsieg, 4.00 für Unentschieden und 6.00 für Auswärtssieg ergibt die Summe der reziproken Quoten 1/1.50 + 1/4.00 + 1/6.00 = 0’667 + 0’250 + 0’167 = 1’083. Eine Auszahlungsquote des Marktes von 1 ÷ 1’083 = 0’923, also etwa 92.3 %. Die Marge der Buchmacherin beträgt 7.7 %, was im europäischen Fussball ein durchschnittlicher Wert ist. Eine tiefere Marge bedeutet eine höhere Auszahlungsquote des Marktes und damit bei gleicher Einzelquote mehr Wert für die Spielenden.
Cash-Out und abgebrochene Ereignisse
Cash-Out ist eine Funktion, die es erlaubt, eine offene Wette vorzeitig auszuwerten. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, sowohl vor Spielbeginn als auch live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt zur Verfügung steht, gibt es nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei regulärem Ausgang der Wette und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Für abgebrochene oder abgesagte Ereignisse hat Sporttip klare Regeln: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Das heisst: Die übrigen Voraussagen auf dem Wettschein werden mit reduzierter Gesamtquote weiter ausgewertet. Wenn eine 4er-Kombi mit Gesamtquote 9.79 eine abgesagte Voraussage enthält, sinkt die Gesamtquote auf das Produkt der verbleibenden drei Voraussagen, im Beispiel 1.60 × 1.70 × 1.80 = 4’896.
Vergleich der zehn Anbieter für Kombiwetten in der Schweiz 2026
Wer in der Schweiz eine Kombiwette platzieren will, hat zehn Anbieter zur Auswahl, zwei davon mit Schweizer Bewilligung, acht ohne. Die folgende Tabelle sortiert die Anbieter nach ihrer Lizenzsituation und zeigt, welche Konsequenz die Lizenz für die Spielenden hat.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung der Gespa (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung der Gespa (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Tabelle macht den Unterschied in einer Zeile sichtbar: Die beiden Schweizer Veranstalter haben eine Bewilligung der Gespa und sind im Geldspielgesetz (BGS) als zulässige Grossspiel-Veranstalter aufgeführt. Die übrigen acht Marken sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Die Konsequenzen sind im Abschnitt zur Rechtslage im Detail beschrieben.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist als interkantonale Genossenschaft mit Sitz in Basel Trägerin der Bewilligung für Sportwetten in den deutschsprachigen Kantonen, in Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Das Sportwetten-Produkt heisst Sporttip und wird unter einer Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS durchgeführt. Die Aufsicht liegt bei der Gespa. Spielende mit Wohnsitz im Vertragsgebiet von Swisslos können ein Online-Konto eröffnen; Voraussetzung ist ein gültiger Ausweis, die Volljährigkeit (mindestens 18 Jahre) und das Fehlen einer Spielsperre.
Für Kombiwetten ist Sporttip die Anlaufstelle schlechthin, weil es nur hier den Kombiboost gibt. Der Boost ist gestaffelt (5 %, 20 %, 40 %, 100 % auf den Nettogewinn), erfordert mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten ab 1.50 und gilt für Prematch, Live und Systemwetten. Der maximale Einsatz pro Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, der maximale Einsatz pro Systemwette bei CHF 10’000. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1. Der Gewinn wird auf zwei Nachkommastellen gerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Im Vergleich zu ausländischen Anbietern, die oft höhere maximale Einsätze und höhere Quotenboosts anbieten, ist Sporttip in der Quote enger limitiert, dafür vollständig reguliert.
Wer Sporttip nutzt, sollte drei Punkte mitnehmen: Erstens, die Verlustlimite setzen sie selbst, vor der ersten Teilnahme und jederzeit anpassbar. Zweitens, der Kombiboost belohnt Quantität, nicht Qualität. Wer die 100 %-Stufe bei 15 Voraussagen anstrebt, spielt statistisch mit einer Trefferchance im niedrigen einstelligen Bereich. Drittens, Cash-Out ist nur als vollständiges Cash-Out verfügbar, nicht teilweise, und Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten. Für die meisten Spielenden, die in der Schweiz wohnen und im Vertragsgebiet von Swisslos leben, ist Sporttip die einzige regulierte Option für Online-Kombiwetten.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist die Schweizer Veranstalterin für die sechs Westschweizer Kantone (Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura). Ihr Produkt für Sportwetten heisst Jouez Sport, die Aufsicht liegt ebenfalls bei der Gespa. Die Loterie Romande zählt rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und etwa 221 Mitarbeitende. Für Online-Wetten braucht es einen Wohnsitz in einem der sechs Kantone und ein verifiziertes Konto.
Im Vergleich zu Sporttip ist die Loterie Romande eher verkaufsstellen- als online-fokussiert. Promotions wie die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» aus dem Winter 2025/26 laufen vor Ort und online. Die Bedingungen für einen dauerhaften Kombiboost im Stil des Sporttip-Angebots nennt der Anbieter in den eigenen AGB. Die Einzahlungsobergrenze liegt bei CHF 10’000 pro 30 Tage, das Wallet-Guthaben ist auf CHF 10’000 limitiert. Gewinne bis CHF 1’000 netto werden direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf die im Konto hinterlegte IBAN überwiesen. Gratisguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Für Spielende in der Westschweiz ist Jouez Sport die regulierte Option, vergleichbar mit Sporttip in der Deutschschweiz. Ein Kombiwetten-Bonus wie der Sporttip-Kombiboost ist hier nicht in derselben Form vorhanden. Wer in der Romandie wohnt und einen Bonus auf den Nettogewinn möchte, muss ihn entweder bei Sporttip suchen (was mangels Wohnsitz im Vertragsgebiet nicht möglich ist) oder auf ausländische Anbieter ausweichen, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Für die meisten Westschweizer Wettenden ist Jouez Sport daher die regulierte Standardadresse, mit dem Nachteil, dass das Bonusprofil im Kombiwetten-Bereich weniger ausgebaut ist.
Cloudbet
Cloudbet ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das heisst: Die Plattform ist in der Schweiz nicht zugelassen, eine ausländische Lizenz hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Wirkung. Die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa stehen und über DNS gesperrt sein. Schweizer Spielende, die auf Cloudbet setzen, spielen ohne Schweizer Spielsperre, ohne Schweizer Limiten-Pflicht und ohne Schweizer Aufsicht. Im Streitfall gilt das Recht des Sitzes der Plattform, nicht schweizerisches Recht. Gewinne aus Cloudbet können im Kanton Thurgau als Einkommen versteuert werden, unabhängig von der Höhe.
Für Kombiwetten-Boni, die das Marketing bewirbt, gilt die gleiche Vorsicht wie bei allen ausländischen Anbietern: Die Bedingungen sind im Kleingedruckten versteckt, oft mit hohen Umsatzanforderungen, kurzen Fristen und Mindestquoten, die höher liegen als bei Schweizer Anbietern. Die Plattform hat in der Schweiz keine Verpflichtung, Spielsperren zu beachten, keine Pflicht zur Auszahlung von Gewinnen auf ein Schweizer Bankkonto und keine Pflicht zur Einhaltung der Schweizer Geldspielgesetzgebung. Wer Cloudbet nutzt, sollte sich bewusst sein, dass die Plattform in der Schweiz in einer rechtlichen Grauzone operiert und bei einem Streitfall die Spielenden ohne Schutz dastehen.
bet-at-home
bet-at-home ist ein weiterer internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Gespa hat bet-at-home als Beispiel für Domain-Hopping genannt, das heisst, der Anbieter versucht, durch schnelles Wechseln der Domain einer DNS-Sperre zu entgehen. Die Gespa kann die neuen Domains innert Stunden wieder auf die Sperrliste setzen, was den Zugang aus der Schweiz faktisch erschwert, aber nicht vollständig verhindert. Aus Schweizer Sicht hat bet-at-home keine Lizenz, kein Schweizer Spielsperrenregister und keinen Schweizer Rechtsschutz.
Das Bonusprofil für Kombiwetten kann je nach Markt und Saison variieren. Es gelten die allgemeinen Vorbehalte gegenüber ausländischen Anbietern: hohe Umsatzanforderungen, kurze Fristen, möglicherweise Einschränkungen bei Auszahlungen auf Schweizer Konten. Schweizer Wettende, die bet-at-home nutzen, sollten das Kleingedruckte genau lesen, insbesondere zu Mindestquoten, Umsatzfaktor und maximalem Einsatz. Der Rechtsschutz im Streitfall ist nicht durch Schweizer Recht abgesichert. Wer aus der Schweiz spielt, tut dies auf eigenes Risiko, was über das übliche Wett-Risiko hinausgeht.
BetFury
BetFury ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, der in der Schweiz nicht zugelassen ist. Die Plattform kombiniert Sportwetten mit Krypto-Casino-Funktionen, was die ohnehin unklare Rechtslage für Schweizer Spielende weiter verkompliziert: Krypto-Auszahlungen sind im regulierten Schweizer Markt nicht möglich, da Gewinne nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden ausgezahlt werden dürfen. Bei BetFury fehlt diese Auflage. Im Streitfall gilt ausländisches Recht, nicht schweizerisches.
Kombiwetten-Boni bei BetFury folgen dem üblichen Schema der ausländischen Anbieter: hoher Prozentwert auf die Einzahlung, hoher Umsatzfaktor, kurze Fristen. Für Schweizer Spielende bleibt das Problem, dass die Plattform in der Schweiz nicht reguliert ist, kein Schweizer Spielsperrenregister angeschlossen ist und keine Schweizer Aufsicht existiert. Wer hier spielt, sollte sich der rechtlichen Lage bewusst sein und sich nicht auf Werbeversprechen verlassen.
Rabona
Rabona ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist in der Schweiz nicht zugelassen und agiert ohne Schweizer Lizenz, Spielsperre oder gesetzliche Limiten. Schweizer Spielende unterliegen bei solchen Anbietern keinem Schweizer Rechtsschutz. Das Bonusangebot unterliegt eigenen Bedingungen.
Kombiwetten-Boni bei Rabona werben oft mit hohen Prozentwerten auf den Gewinn, hoher maximaler Bonushöhe und kurzen Fristen. Wer den Bonus annimmt, sollte den Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist prüfen, bevor die Wette platziert wird. Aus Schweizer Sicht kommt erschwerend hinzu, dass die Plattform in einer rechtlichen Grauzone operiert und keine Garantie für faire Auszahlung besteht. Die Werbung für im Schweiz nicht zugelassene Glücksspiele ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft werden.
Betwinner
Betwinner ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, sofern ausgewiesen, hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung in der Schweiz. Die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa stehen und in der Schweiz über DNS gesperrt sein. Aus Schweizer Sicht fehlt der Plattform der vollständige Regulierungsrahmen: keine Anbindung an das Schweizer Spielsperrenregister, keine Pflicht zur Einhaltung der Schweizer Werbebeschränkungen, keine Aufsicht durch die Gespa.
Kombiwetten-Boni bei Betwinner folgen dem üblichen Muster der Branche. Wer den Bonus aktiviert, akzeptiert die Bonusbedingungen, die oft hohe Umsatzanforderungen, kurze Fristen und Mindestquoten enthalten. Schweizer Spielende, die bei Betwinner spielen, tun dies ohne den Schutz der Schweizer Spielgesetzgebung. Im Streitfall müssen sie sich an die ausländische Gerichtsbarkeit wenden, was mit Aufwand und Unsicherheit verbunden ist. Gewinne aus Betwinner können in einigen Kantonen steuerpflichtig sein, je nach kantonaler Praxis.
Funbet
Funbet operiert aus dem Ausland und ist in der Schweiz nicht zugelassen. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor. Spielende nutzen das Angebot ohne hiesigen Spielerschutz oder gesetzliche Vorgaben zu Limiten. Bonusangebote folgen internationalen Standards und sind nicht an Schweizer Regularien gebunden.
Wer aus der Schweiz auf Funbet spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Plattform in einer rechtlichen Grauzone operiert und dass Werbung für nicht zugelassene Glücksspiele in der Schweiz verboten ist. Im Streitfall gilt ausländisches Recht, nicht schweizerisches. Schweizer Spielende, die sich für einen ausländischen Anbieter entscheiden, weil der Bonus dort grosszügiger erscheint, sollten das Kleingedruckte lesen und die rechtlichen Risiken abwägen. Die Sperrliste der Gespa wird laufend aktualisiert, was den Zugang zu solchen Plattformen erschweren kann.
BillyBets
BillyBets ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist in der Schweiz nicht zugelassen, eine Lizenz hat nach BGS keine Gültigkeit. Schweizer Spielende agieren hier ohne Schweizer Spielerschutz, Limiten oder Sperrregister. Das Bonusangebot ist nicht an Schweizer Bestimmungen geknüpft.
Die gleichen Vorbehalte wie bei den anderen ausländischen Anbietern gelten: hohe Umsatzanforderungen, kurze Fristen, möglicherweise hohe Mindestquoten. Wer bei BillyBets spielt, sollte die Bonusbedingungen genau prüfen und sich bewusst sein, dass die Plattform in der Schweiz nicht reguliert ist. Im Streitfall gilt ausländisches Recht. Wer in der Schweiz wohnt und sich für einen regulierten Anbieter entscheiden kann, sollte dies bevorzugen, weil dort der Spielerschutz, die Auszahlungspflicht und die Aufsicht gewährleistet sind.
BC.Game
BC.Game ist ein auf Krypto-Transaktionen ausgerichteter Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist in der Schweiz nicht zugelassen. Eine Schweizer Regulierung oder Anbindung an das Sperrregister existiert nicht. Gewinne unterliegen je nach Kanton der Besteuerung als Einkommen.
Kombiwetten-Boni bei BC.Game werben oft mit hohen Prozentwerten auf den Gewinn und umfangreichen Boni-Aktionen. Aus Schweizer Sicht gilt: Die Plattform ist in der Schweiz nicht zugelassen, und Schweizer Spielende spielen ohne den Schutz der Schweizer Spielgesetzgebung. Gewinne aus BC.Game können im Kanton Thurgau als steuerpflichtiges Einkommen behandelt werden. Wer aus der Schweiz auf einer Krypto-Plattform spielt, sollte sich der rechtlichen Lage bewusst sein und sich nicht auf Werbeversprechen verlassen.
Einordnung: Was Kombiwetten in der Schweiz 2026 sind
Eine Kombiwette ist die Kombination mehrerer Voraussagen auf einem Wettschein. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, der Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote, und alle Voraussagen müssen zutreffen, damit die Wette gewinnt. Das ist die Definition, an der jeder Bonus-Mechanismus ansetzt: Der Bonus ändert nichts daran, dass alle Voraussagen zutreffen müssen. Er erhöht im besten Fall den Gewinn, wenn die Wette gewinnt, und er verliert vollständig, wenn eine Voraussage falsch ist.
Warum ein «besserer» Bonus nicht automatisch «besser wetten» bedeutet
Das Marketing der Anbieter setzt darauf, dass der Bonus den entscheidenden Unterschied macht. Tatsächlich ist der Bonus eine von mehreren Variablen, die den Erwartungswert einer Wette beeinflussen. Die Auszahlungsquote des Marktes, die Auswahl der Voraussagen, der Einsatz und das Timing spielen eine ebenso grosse Rolle. Wer den höchsten Bonus annimmt, aber die schlechtesten Quoten spielt, gewinnt im Erwartungswert nicht mehr, sondern weniger. Wer den höchsten Bonus annimmt, aber zu viele Voraussagen kombiniert, um die Bonus-Stufe zu erreichen, verringert die Trefferchance.
Die Frage, die jeder Bonus stellen muss, ist nicht «Wie viel Prozent gibt es?», sondern «Wie verändert sich mein Erwartungswert?». Bei einem Boost von 5 % auf den Nettogewinn erhöht sich der erwartete Gewinn pro Wette, wenn die Auswahl vernünftig ist. Bei einem Boost von 100 % auf den Nettogewinn, aber 15 erforderlichen Voraussagen, erhöht sich der erwartete Gewinn ebenfalls, allerdings bei einer viel kleineren Trefferchance. Der Erwartungswert pro Wette kann bei beiden Boosts vergleichbar sein, der erwartete Gewinn pro Treffer bei der 100 %-Stufe aber deutlich höher. Welche Variante besser ist, hängt davon ab, wie viele Wetten sie spielen wollen und wie viel Varianz sie tragen möchten.
Die Mechanik der Schweizer Veranstalter
Die beiden Schweizer Veranstalter Swisslos und Loterie Romande haben eine gemeinsame Struktur: Sie sind interkantonale Genossenschaften, die auf Grundlage des Geldspielgesetzes (BGS) und der interkantonalen Vereinbarung Geldspiele (Geldspielkonkordat) eine Veranstalter- und Spielbewilligung erhalten haben. Die Aufsicht führt die Gespa. Beide sind an einen definierten Kanton-Kreis gebunden: Swisslos für die Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande für die Romandie. Online-Konten sind nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann nicht bei Jouez Sport spielen, und wer in der Romandie wohnt, kann nicht bei Sporttip spielen.
Die Trennung ist ein Relikt der Schweizer Föderalismus-Struktur und führt in der Praxis dazu, dass die meisten Schweizer Spielenden nur einen der beiden Anbieter nutzen können. Wer in einem Grenzkanton wohnt, in dem die Kantonszugehörigkeit den Anbieter bestimmt, hat keine Wahl. Die Konsequenz: Der «Vergleich» zwischen Sporttip und Jouez Sport ist für die meisten Spielenden kein Vergleich im eigentlichen Sinn, sondern eine Wahl, die der Wohnsitz vorgibt.
Die Rechtslage für Kombiwetten in der Schweiz 2026
Die Rechtslage für Online-Sportwetten in der Schweiz ist im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) geregelt, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Sportwetten sind ein Grossspiel, definiert in Art. 3 lit. c und lit. e BGS, und unterliegen der Aufsicht durch die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht). Die ESBK beaufsichtigt nur Casinos, nicht Sportwetten. Eine Bewilligung braucht es sowohl für den Veranstalter als auch für das einzelne Spiel (Art. 21-25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung Geldspiele die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Eine zusätzliche Schweizer Lizenz für einen dritten Sportwetten-Veranstalter gibt es nicht. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Gültigkeit. Wer in der Schweiz Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung anbietet, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar, mit einer Strafe von bis zu drei Jahren Freiheitsentzug oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Wer als Spieler mitwirkt, wird nicht bestraft, aber Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Spielerschutz.
Die Sperrliste der Gespa ist das Instrument, mit dem der Zugang zu ausländischen Anbietern blockiert wird. Die Gespa publiziert eine Liste von Domains, die Schweizer Telekomanbieter über DNS sperren. Die erste Liste wurde am 3. September 2019 veröffentlicht und umfasste Ende 2025 671 Domains. Domain-Hopping, also das schnelle Wechseln der Domain durch den Anbieter, wird von der Gespa bekämpft, indem neue Domains innert Stunden auf die Liste gesetzt werden. Die Sperrung ist nicht absolut, aber sie macht den Zugang aus der Schweiz faktisch schwieriger.
Wer in der Schweiz spielt, sollte zwischen «bewilligt» und «nicht bewilligt» unterscheiden. Bewilligt bedeutet: vollständiger Spielerschutz, Verlustlimiten, Spielsperre, Auszahlung auf ein Schweizer Konto, Aufsicht durch die Gespa, Werbebeschränkungen. Nicht bewilligt bedeutet: kein Schweizer Spielerschutz, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht, mögliche Einziehung von Gewinnen im Strafverfahren, Besteuerung der Gewinne je nach Kanton. Keiner der beiden Wege ist «der sichere» per se; jeder hat seine eigenen Vor- und Nachteile, die eine bewusste Entscheidung erfordern.
Werbung und Bonusbestimmungen
Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS). Werbung für zugelassene Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Freispiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonus-Bedingungen kommen ausschliesslich aus den AGB der jeweiligen Anbieter.
Wer einen Bonus in der Schweiz annimmt, sollte auf zwei Punkte achten: die Bonusbedingungen des Anbieters (Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist) und die Einhaltung der Werbebestimmungen. Ausländische Anbieter, die in der Schweiz Werbung schalten, agieren in einer rechtlichen Grauzone. Wer auf eine solche Werbung reagiert und einen Bonus annimmt, sollte sich bewusst sein, dass die Plattform in der Schweiz nicht reguliert ist. Die beworbene Bonushöhe ist kein verlässliches Indiz für die Qualität der Plattform.
Steuerliche Behandlung von Wettgewinnen
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund legt den Freibetrag fest: ab dem 1. Januar 2026 liegt er bei CHF 1’071’000. Im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die Kantone haben eigene Freibeträge, die je nach Kanton variieren. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für die meisten Spielenden, die weit unter dem Freibetrag bleiben, fällt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer an.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter die Steuer einbehält. Einige Kantone, darunter Thurgau, behandeln Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerpflichtiges Einkommen, unabhängig von der Höhe. Andere Kantone folgen der Bundespraxis mit Freibetrag. Wer ausländische Anbieter nutzt, sollte sich bei der kantonalen Steuerverwaltung oder einem Steuerberater über die eigene Situation informieren, weil die kantonale Praxis variiert.
Beispielrechnung: Kombiwette mit Sporttip-Kombiboost
Um die Mechanik des Kombiboosts zu veranschaulichen, folgt eine Beispielrechnung mit den Bedingungen, die in den Sporttip-Spielregeln festgelegt sind. Die Quoten sind illustrativ, nicht von einem konkreten Spiel übernommen. Sie zeigen, wie sich der Boost auf den Nettogewinn auswirkt.
Einsatz: CHF 10. Voraussagen: vier verschiedene Tipps auf einem Schein. Gesamtquote: 9’792. Bruttogewinn: CHF 97.92. Nettogewinn: CHF 87.92. Mit Sporttip-Kombiboost 5 %: CHF 92.32. Zusatzauszahlung: rund CHF 4.40.
Die Variante mit sieben Voraussagen zu ähnlichen Quoten sähe so aus: Gesamtquote 1.60 × 1.65 × 1.70 × 1.75 × 1.80 × 1.90 × 2.00 ≈ 30.42. Bruttogewinn bei CHF 10 Einsatz: CHF 304.20. Nettogewinn: CHF 294.20. Mit Sporttip-Kombiboost 20 % bei sieben Voraussagen: CHF 294.20 × 1.20 = CHF 353.04. Zusatzauszahlung: rund CHF 58.80.
Was die Rechnung nicht zeigt: Die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt. Bei einer angenommenen Auszahlungsquote des Marktes von 90 % pro Einzelwette liegt die implizierte Einzelwahrscheinlichkeit für eine Quote 1.60 bei etwa 56 %, für 2.00 bei etwa 45 %. Multipliziert: Die Trefferchance einer 4er-Kombi mit diesen Quoten liegt bei etwa 0,06 oder 6 %, die einer 7er-Kombi mit ähnlichen Quoten unter 1 %. Im Erwartungswert über viele Wetten steigt der durchschnittliche Gewinn durch den Boost, im Einzelfall ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette gewinnt, gering.
Die Rechnung gehört zum Handwerk, nicht zur Versprechen. Sie ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten, nicht eine Garantie für eine einzelne Wette. Wer eine 4er-Kombi mit Sporttip-Kombiboost spielt, gewinnt nicht mit Sicherheit CHF 92.32 zurück; er gewinnt mit etwa 6 % Wahrscheinlichkeit den vollen Betrag und verliert mit etwa 94 % Wahrscheinlichkeit den Einsatz von CHF 10. Über 100 solcher Wetten ist der erwartete Verlust etwa (CHF 10 × 94 × 1.0) minus (CHF 92.32 × 6) = CHF 940 minus CHF 554 = CHF 386, also ein durchschnittlicher Verlust von CHF 3.86 pro Wette. Der Kombiboost verschiebt diesen Wert um etwa 5 % zugunsten des Spielenden, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Marge der Buchmacherin den Erwartungswert langfristig unter den Einsatz drückt.
Häufige Fragen zu Kombiwetten
Was ist eine Kombiwette, und wie funktioniert sie?
Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einer Wette. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, der mögliche Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote. Damit die Wette gewinnt, müssen alle Einzeltipps zutreffen. Eine Einzelwette gewinnt schon, wenn ihre eine Voraussage stimmt; eine Systemwette verteilt den Einsatz auf mehrere Teilkombinationen, sodass auch Treffer einer Untermenge auszahlen.
Muss bei einer Kombiwette alles richtig sein, damit ein Gewinn ausgezahlt wird?
Ja. Eine Kombiwette wird nur dann ausgewertet, wenn alle Voraussagen auf dem Wettschein zutreffen. Trifft auch nur eine Voraussage nicht zu, ist die gesamte Wette verloren. Eine abgesagte Voraussage führt zur Quote 1.00, was die Gesamtquote entsprechend reduziert, aber keine Auszahlung sichert, wenn die übrigen Voraussagen nicht zutreffen.
Wie funktioniert der Kombiboost bei Sporttip, und welche Mindestquote gilt?
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten ab 1.50. Der Bonus wird auf den Nettogewinn addiert und beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der maximale Einsatz und der maximale Bonusbetrag sind limitiert.
Wie berechnet sich die Gesamtquote einer Kombination aus den Einzelquoten?
Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt der Einzelquoten. Eine typische 4er-Kombi resultiert in einer Gesamtquote, die den rechnerischen Ertrag definiert. Bei einem Einsatz von CHF 10 ergibt sich ein Bruttogewinn, der proportional zur Gesamtquote steigt.
Was geschieht mit einer Kombiwette, wenn ein Ereignis abgesagt wird?
Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, wird die abgesagte Voraussage mit Quote 1.00 gewertet. Die Gesamtquote reduziert sich entsprechend, die übrigen Voraussagen werden normal ausgewertet. Wird das Ereignis nachgeholt, gilt die ursprüngliche Voraussage.
Weshalb gibt es keine Kombiwette mit Gewinngarantie?
Weil die Trefferwahrscheinlichkeit einer Kombiwette mit jeder Voraussage sinkt. Bei einer angenommenen Auszahlungsquote des Marktes von 90 % liegt die Trefferchance einer 4er-Kombi mit Quoten ab 1.50 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Niemand kann diese Wahrscheinlichkeit auf null reduzieren, deshalb gibt es keine Wette, die garantiert gewinnt.
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Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»
