Davis Cup 2026 wetten in der Schweiz – wer anbieten darf und was es kostet

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein Tennisplatz aus Sand bei Sonnenaufgang mit gespanntem Netz, Nebel zwischen den Bäumen am Rand

Stand: Oktober 18, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Bewilligungslogik und die Swisslos-Spielregeln Version 4.2.

Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026.

Wer in der Schweiz auf den Davis Cup wetten will, hat nicht zuerst eine Quote-, sondern eine Bewilligungsfrage zu klären. Der Davis Cup ist eine seriöse Tennisveranstaltung, das Angebot an Wettanbietern in der Schweiz ist es nicht – es schrumpft auf zwei Namen. Beide sind kantonal organisierte Lotteriegesellschaften, beide führen Sportwetten unter eigenem Markennamen, und beide nehmen nur Personen mit Wohnsitz in ihrem Vertragsgebiet auf. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, spielt bei Swisslos unter dem Namen Sporttip. Wer in den sechs Westschweizer Kantonen wohnt, spielt bei Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport. Alles, was daneben mit einem Klick erreichbar ist, läuft ohne Schweizer Bewilligung und gehört in eine andere Kategorie – die einer ausländischen Seite, die in der Schweiz weder bewilligt noch am Ausschlussregister angeschlossen ist.

Die 2026-Ausgabe des Davis Cup läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026, ist die 114. Austragung des Mannschaftswettbewerbs und mündet in ein Finalturnier mit acht Nationen. Spanien, Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien stehen an dem Start. Italien als Titelverteidiger von 2025 ist als Gastgeber gesetzt. Wer auf eine dieser Nationen setzt, wettet auf eine Länderbegegnung, nicht auf einen Einzelspieler – das verändert die Wettmärkte, die überhaupt verfügbar sind, und es verändert das Format, auf das gewettet wird.

Der Wettbewerb: Aufbau und Spieltage, die das Wettprogramm prägen

Der Davis Cup ist ein Mannschaftswettbewerb des Tennis-Weltverbands ITF, ausgetragen seit 1900, damals zwischen den USA und Grossbritannien in Boston. In seiner heutigen Form beginnt das Jahr mit Qualifikationsrunden im Februar und im September und endet mit einem Finalturnier im November. Die 2026-Ausgabe folgt diesem Rhythmus: Die erste Qualifikationsrunde lief vom 5. bis 8. Februar, die zweite Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September, das Finalturnier folgt am Ende des November. Die Spielzeuge bestimmen, welche Quoten zu welchem Zeitpunkt verfügbar sind – Prematch-Quoten auf den Ausgang einer Begegnung sind im Februar und im September reichlich vorhanden, Live-Quoten dazwischen nur dort, wo der Anbieter Livewetten zulässt. Sporttip tut das, mit den aus den Regeln bekannten Einschränkungen.

Ein einzelner gelber Tennisball liegt auf einem Holztisch vor einem Fenster mit Alpenblick
Den Davis Cup 2025 gewann Italien im Finale in Bologna gegen Spanien mit 2:0.

Vom Einzel zum Mannschaftsresultat: Format pro Runde

In den Qualifikationsrunden wird eine Begegnung an zwei Tagen mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel ausgetragen; jede Partie geht über zwei Gewinnsätze. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien. Das bedeutet für die Wette: ein 3:0 am Samstag kann Sonntag überflüssig machen, eine Wette auf den Begegnungssieger steht trotzdem, weil die Begegnung bereits entschieden ist. Im Finalturnier ist das Format kürzer: pro Begegnung werden nur drei Partien gespielt, zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel – wer auf das Finale setzt, wettet auf eine kürzere Struktur mit klareren Live-Momenten.

Wer spielt mit, wer hat gewonnen

2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, von denen 157 spielten – der Davis Cup ist eines der grössten Turniere im Weltsport, gemessen an der Zahl der teilnehmenden Nationen. Das Finalturnier 2025 gewann Italien in Bologna gegen Spanien mit 2:0, ein Endspiel ohne benötigtes Doppel. Rekordsieger sind die Vereinigten Staaten mit 32 Siegen vor Australien mit 28 Siegen, vier davon unter dem alten Namen Australasien. Für das Finalturnier 2026 sind acht Nationen qualifiziert, der Gastgeber Italien als Titelverteidiger gesetzt; wer auf eine dieser Nationen wettet, wettet auf eine Mannschaft, die den Wettbewerb bereits überstanden hat.

Was das für die Wette heisst

Eine Begegnungswette auf den Davis Cup ist nicht dasselbe wie eine Einzelwette auf einen Spieler. Der Ausgang hängt von der Tagesform mehrerer Spieler ab, von der Aufstellungsentscheidung des Kapitäns, von der Frage, ob das Doppel gespielt werden muss, und davon, ob eine Mannschaft am zweiten Tag bereits führt. Der Buchmacher kann diese Faktoren nicht alle vorhersagen – die Quote auf den Begegnungssieger spiegelt eine Annahme über die Aufstellung. Wer auf den Tag genau die Disziplin vertraut, prüft die Aufstellung vor der Wette. Wer auf den Ausgang der Begegnung wettet, akzeptiert, dass der Sonntag den Samstag korrigieren kann.

Rechtliche Lage in der Schweiz: wer anbieten darf und wer nicht

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von zwei Veranstaltern angeboten werden: Swisslos und Loterie Romande. Das ist nicht das Ergebnis eines Wettbewerbs, an dem andere Anbieter gescheitert wären – es ist die gesetzliche Begrenzung. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) zählt Sportwetten zu den Grossspielen, verlangt eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, und überlässt die Zahl der Bewilligungen den Kantonen. Die Kantone haben die Zahl auf zwei begrenzt. Eine ausländische Bewilligung – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Wirkung.

Wer darf was

Swisslos unterzeichnet der Genossenschaft SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip gestützt. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande mit Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in Genf wohnt, kann nicht bei Swisslos ein Konto eröffnen – und umgekehrt.

Aufsicht und Sperrliste

Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Die Gespa führt eine Liste gesperrter ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste – sie wird ersetzt, wenn ein Anbieter seine Domain wechselt. Die Sperrliste ist ein Indiz, nicht ein vollständiger Schutz: Sie zeigt, welche ausländischen Seiten in der Schweiz als unerlaubt gelten, nicht welche Spieler dort spielen.

Was das für den Spieler bedeutet

Ein Konto bei Swisslos oder Loterie Romande verlangt Wohnsitz im Vertragsgebiet, eine verifizierte Identität und mindestens 18 Jahre. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen ausgezahlt – anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen existieren in der bewilligten Schweizer Wette nicht. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, hat keine Schweizer Anbindung an das Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicherung über die Fairness der Quoten und im Konfliktfall kein Schweizerisches Rechtsmittel. Im Streitfall mit einer ausländischen Seite bleibt dem Spieler der Weg über die Gerichte des Sitzlandes. Das BJ stellt klar, dass der Spieler nicht bestraft wird – aber Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und der Spieler hat keinen Schutz vor ausbleibender Auszahlung.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Pausen, Spielsperre

Der Spielerschutz im bewilligten Schweizer Markt wird vom Spieler selbst gesetzt, nicht vom Staat vorgeschrieben. Eine staatliche Einzahlungsgrenze existiert in den Daten nicht. Was existiert, ist die Pflicht des Veranstalters, vor der ersten Wette Verlustlimiten zu setzen, und das Recht des Spielers, sich selbst zu sperren. Beide Mechanismen greifen vor der ersten Wette, nicht erst nach einem Problem.

Ein Tennisschläger lehnt an einer Bank neben einer Wasserflasche, am Abend ruht der Platz im Flutlicht, aus der Ferne gesehen
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Verlustlimiten: was vor der ersten Wette gesetzt werden muss

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 pro Periode; für unter 21-Jährige gilt eine niedrigere Limite von CHF 1’000 pro Periode. Eine Senkung der Limite gilt sofort. Eine Erhöhung gilt erst nach 72 Stunden – das ist keine gesetzliche Frist, sondern eine Satzungsfrist von Swisslos, die strenger ist als die gesetzliche Frist von 24 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Loterie Romande wendet eine vergleichbare Logik an.

Spielsperre und Selbstsperre

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, mit Beteiligung einer Fachstelle. Ein Selbstausschluss auf einer ausländischen Seite hat in der Schweiz keine Wirkung – er gilt nur gegenüber dem jeweiligen Anbieter, nicht gegenüber dem Schweizer Ausschlussregister.

Werbung, Minderjährige, Praxis

Werbung für bewilligte Sportwetten darf nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein und nicht irreführen. Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel in der Schweiz ist verboten und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft. Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen 200 Testkäufe mit Minderjährigen durchgeführt; in 47,5 % der Fälle wurde die Wette verkauft. Wer am Verkaufspunkt steht und einen Ausweis zeigt, ist nicht zwingend geschützt.

Vergleich der Anbieter für Davis-Cup-Wetten

Der Vergleich fällt kurz aus, weil der Markt kurz ist. Zwei bewilligte Anbieter, acht ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – die Tabelle sortiert nach Bewilligungsstatus, Gebiet und Aufsicht. Wer in der Schweiz wettet, beginnt mit der Bewilligung und entscheidet dann nach Quoten, Märkten und Bedienung.

Anbieter Schweizer Bewilligung Vertragsgebiet bzw. Status
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS), Aufsicht Gespa Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS), Aufsicht Gespa Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS
20Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, Sperrliste möglich
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, Sperrliste möglich
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, Sperrliste möglich
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, Sperrliste möglich
BC.Game ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, Sperrliste möglich
Funbet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, Sperrliste möglich
Duelbits ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, Sperrliste möglich
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, Sperrliste möglich

Die Tabelle zeigt die Wirklichkeit des Schweizer Marktes: zwei zugelassene Anbieter, die nach Kanton trennen, und eine Reihe ausländischer Anbieter ohne Schweizer Wirkung. Wer eine Seite aus dieser zweiten Gruppe nutzt, hat keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Sperrregister-Anbindung und im Konfliktfall keinen Schweizerischen Rechtsweg. Die Gespa kann die Domain solcher Anbieter auf die Sperrliste setzen; Schweizer Telekom-Anbieter blockieren sie per DNS. Die Sperrliste ist kein vollständiger Schutz – sie wird ersetzt, wenn ein Anbieter seine Domain wechselt –, aber sie ist ein Indiz dafür, welche ausländischen Angebote in der Schweiz als unerlaubt gelten.

Was die Bewerber im Detail bieten

Swisslos Sporttip – der Anbieter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein

Swisslos ist mit Abstand der grösste der beiden Schweizer Veranstalter und betreibt Sporttip als zentrale Online-Sportwette. Eine Online-Anmeldung erfordert mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine Spielsperre; jede Person darf sich nur einmal registrieren, die Identität wird per Ausweis verifiziert und gegen Adressdatenbanken geprüft. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Cash-Out ist verfügbar – für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewicht bei Nicht-Auszahlung, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheidungen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Der Gewinn einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten); er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Vorteil: der einzige Anbieter, der im Vertragsgebiet eine legale Sportwette anbietet, mit dem vollständigen Spielerschutz-Regime der Schweiz, mit Cash-Out, Kombiboost und einem dichten Wettprogramm. Nachteil: das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, und nicht jeder Markt, der im internationalen Tennis-Wetten verfügbar ist, ist in der Schweiz erlaubt.

Loterie Romande Jouez Sport – der Anbieter für die Westschweiz

Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS und betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz mit 221 Mitarbeitenden. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und auf den Davis Cup wetten – unter der gleichen Aufsicht, dem gleichen Spielerschutz-Regime und der gleichen Gespa-Liste wie bei Swisslos. Das Wettprogramm deckt die gleichen Sportarten ab, das Limiten-Regime funktioniert nach dem gleichen Mechanismus, die Spielsperre greift ins gleiche Register.

Vorteil: für Westschweizer Spieler der einzige Weg zu einer bewilligten Sportwette, mit identischem Schutzregime wie Swisslos. Nachteil: das Vertragsgebiet deckt sechs Kantone ab, nicht alle – wer in Genf spielt, kann nicht über Loterie Romande spielen, wenn er im Wallis wohnt.

20Bet, WirWetten, Betwinner, BetOnRed, BC.Game, Funbet, Duelbits, Sportuna – ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Diese acht Anbieter sind in der Schweiz nicht bewilligt. Sie können nach ihren eigenen Lizenzen lizenziert sein – aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land –, aber diese Lizenzen haben in der Schweiz keine Wirkung. Eine ausländische Lizenz begründet in der Schweiz weder Aufsicht noch Spielerschutz noch Ausschlussregister. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, hat im Streitfall den Rechtsweg über das Sitzland des Anbieters, nicht über ein Schweizerisches Gericht. Die Gespa kann die Domain solcher Anbieter auf die Sperrliste setzen, was zu einer DNS-Sperre durch Schweizer Telekom-Anbieter führt – aber die Sperrliste wird ersetzt, wenn ein Anbieter seine Domain wechselt, und der Schutz ist nicht vollständig.

Vorteil dieser Gruppe gegenüber den bewilligten Anbietern: ein breiteres Wettprogramm mit Märkten, die in der Gespa-Liste nicht enthalten sind, und tendenziell höhere Quoten auf Nebensportarten, weil der Anbieter nicht an die schmale Schweizer Liste gebunden ist. Nachteil: kein Schweizer Spielerschutz, keine Schweizer Aufsicht, im Konfliktfall kein Schweizer Rechtsweg, und im Verfahren gegen den Anbieter kann das Vermögen eingezogen werden. Wer auf einer Seite das System dauerhaft nutzt, verlässt den Schutzraum der Schweiz.

Quoten, Limits und Marge: was eine Davis-Cup-Wette kostet

Eine Quote ist kein Preis, den der Anbieter festlegt – sie ist ein Preis, der eine Marge enthält. Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Anbieter im Durchschnitt einbehält, unabhängig vom Ausgang. Eine faire Wette ohne Marge würde bei einer Zwei-Wege-Wette mit zwei gleich starken Mannschaften Quoten von 2.00 / 2.00 anbieten – dann gewinnt der Anbieter nichts und verliert nichts. Eine reale Quote liegt darunter.

Rechenbeispiel: die Marge einer ausgeglichenen Zwei-Wege-Wette

Nehmen wir eine Begegnung, die der Anbieter für ausgeglichen hält, mit zwei Quoten von 1.90 und 1.90. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also 0.95 – der Anbieter zahlt 95 Rappen pro eingesetzten Franken zurück. Die Marge ist 100 % minus 95 %, also 5 %. Bei einem Einsatz von CHF 10 auf jede Seite zahlt der Anbieter CHF 19 zurück, wenn die eine Seite gewinnt, und behält CHF 1 aus den CHF 20, die eingesetzt wurden. Bei Quoten von 1.85 / 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 0’926, die Marge steigt auf etwa 7.4 %. Die Marge ist der Preis, den der Anbieter für jede Wette nimmt, unabhängig vom Ausgang.

Was heisst das für den Davis Cup? Bei einer Länderbegegnung zwischen zwei ähnlich starken Mannschaften – etwa Spanien und Deutschland im Finalturnier – liegt die Marge bei Sporttypischerweise 5 % bis 8 %, je nach Markt und Verfügbarkeit. Bei einem klaren Favoriten, etwa Italien als Titelverteidiger gegen einen Aussenseiter, ist die Marge ähnlich, aber das Risiko liegt auf der Quote des Aussenseiters, die höher ist. Bei Livewetten ist die Marge tendenziell höher, weil der Anbieter auf eine sich ändernde Spielsituation reagiert und einen Puffer einbaut.

Einsatzlimiten und Mindestquoten

Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1. Bei Kombinationen verlangt der Sporttip-Kombiboost mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 – Wetten mit einer Quote unter 1.50 zählen nicht für den Boost.

Auszahlungsmechanik

Der Gewinn einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet – das ist die Schweizer Rundungsregel, die den Gewinnanspruch marginal senkt. Bei einem Cash-Out wird der Betrag nach dem aktuellen Spielstand berechnet und liegt unter dem Gewinn bei Nicht-Auszahlung; ein Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Was passiert bei Abbruch oder Annullierung

Wenn eine Begegnung abgesagt oder nicht zu Ende gespielt wird, wird die Wette in der Regel gegenstands – der Einsatz wird zurückerstattet, die Wette zählt nicht. Das gilt für Prematch-Wetten; bei Livewetten kann die Wette stehen bleiben, wenn der Ausgang bereits entschieden war. Beispiel: Wette auf den Begegnungssieger, wenn die Mannschaft am Samstag 3:0 führt, steht der Gewinn fest, auch wenn der Sonntag nicht mehr gespielt wird. Wer auf eine Einzelpartie wettet, und die Partie wird nicht gespielt, bekommt den Einsatz zurück. Die genauen Regeln stehen im Wettprogramm und in den Spielregeln Version 4.2.

Wer wettet, wettet im Schweizer System

Wer auf den Davis Cup wetten will, wettet nicht auf einen Markt – er betritt ein System. Das System hat eine Aufsicht, eine Liste erlaubter Sportarten, ein Ausschlussregister und eine eigene Steuerlogik. Wer das System verlässt, verlässt den Schutz, nicht die Möglichkeit zu wetten. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, kann höhere Quoten und mehr Märkte haben, aber er hat keine Schweizerische Aufsicht über die Fairness der Quoten, keine Schweizerische Spielsperre und im Verfahren gegen den Anbieter keine Schweizerische Gerichtsbarkeit.

Was darf gewettet werden

Die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Version 10.09.2026) bestimmt, was überhaupt angeboten werden darf. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; nie Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen.

Steuern: Gewinne aus bewilligten Wetten

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Die bundesrechtliche Schwelle liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle unterscheidet sich, so dass es je nach Kanton unterschiedlich aussieht. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die der Spieler über die Steuererklärung zurückholen kann. Der typische Wettgewinn liegt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – diese Aussage stimmt für bewilligte Anbieter, nicht für ausländische.

Steuern: Gewinne aus ausländischen Wetten

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, weil die Schweizer Verrechnungssteuer nur an der Quelle der bewilligten Anbieter erhoben wird. Die kantonale Steuerpraxis behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch unterschiedlich – der Kanton Thurgau behandelt sie als voll steuerpflichtiges Einkommen unabhängig vom Betrag. Wer auf einer ausländischen Seite spielt und Gewinne macht, fragt seinen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer, die der Anbieter auf ausländische Gewinne erhebt.

Häufige Fragen zum Davis-Cup-Wetten in der Schweiz

Auf welchen Anbietern darf man in der Schweiz auf den Davis Cup wetten?

Nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Sporttip ist für die deutschsprachige Schweiz, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport für die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto erfordert Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet, Volljährigkeit und eine verifizierte Identität.

Wie ist der Davis Cup 2026 aufgebaut und was bedeutet das für Wetten?

Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die erste Qualifikationsrunde lief vom 5. bis 8. Februar, die zweite Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September, das Finalturnier folgt im November. In den Qualifikationsrunden werden pro Begegnung bis zu vier Einzel und ein Doppel über zwei Tage gespielt, sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien. Im Finalturnier sind es nur drei Partien: zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel.

Wie werden Wetten abgerechnet, wenn eine Begegnung abgesagt oder nicht zu Ende gespielt wird?

Wird eine Begegnung abgesagt oder nicht zu Ende gespielt, wird die Wette in der Regel gegenstandslos und der Einsatz zurückerstattet. Das gilt für Prematch-Wetten; bei Livewetten kann die Wette stehen bleiben, wenn der Ausgang bereits entschieden war. Wer auf den Begegnungssieger wettet und die führende Mannschaft am Samstag bereits 3:0 führt, hat gewonnen, auch wenn der Sonntag entfällt. Die genauen Regeln stehen im Wettprogramm des Anbieters.

Welche Marge steckt in den Quoten bei Tennis-Länderkämpfen?

Bei einer ausgeglichenen Zwei-Wege-Wette mit Quoten von 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei 0.95 und die Marge bei 5 %. Bei Quoten von 1.85 / 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 0’926 und die Marge steigt auf etwa 7.4 %. Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Anbieter im Durchschnitt einbehält, unabhängig vom Ausgang. Bei Livewetten ist die Marge tendenziell höher, weil der Anbieter einen Puffer für die sich ändernde Spielsituation einbaut.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 pro Periode, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – strenger als die gesetzliche Frist von 24 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Loterie Romande wendet eine vergleichbare Logik an.

Was ist steuerlich bei Gewinnen aus ausländischen Wettseiten zu beachten?

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, weil diese nur an bewilligten Anbietern erhoben wird. Die kantonale Steuerpraxis behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterschiedlich; der Kanton Thurgau behandelt sie als voll steuerpflichtiges Einkommen unabhängig vom Betrag. Wer auf einer ausländischen Seite spielt und Gewinne macht, fragt seinen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»