Yankee Wettanbieter 2026 – wer in der Schweiz Systemwetten anbietet und was sie kosten
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Oktober 18, 2026: Datenstand der Bewilligungen und Limits gemäss Gespa-Register und den Spielregeln von Sporttip bzw. Jouez Sport.
Eine Yankee-Wette ist vier Einzeltipps in elf verschnürten Wetten. Wer in der Schweiz setzt, kann sie de facto nur bei zwei Anbietern spielen – Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport –, denn der Bund hat die Zahl der Sportwetten-Veranstalterinnen auf zwei begrenzt. Was eine Yankee kostet, was sie auszahlt und unter welchen Limits sie läuft, zeigt dieser Beitrag auf – praxisnah und unter Berücksichtigung der Schweizer Rechtslage.
Rechtslage und Bewilligung – wer in der Schweiz überhaupt Yankee anbieten darf
In der Schweiz sind Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Sie stehen unter der Interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa, mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat gilt seit dem 1. Januar 2021. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Deutschland – hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, gewerbsmässig bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS).

Die Kantone haben die Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, deren Trägerin die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel ist, und Loterie Romande. Swisslos betreibt das Produkt Sporttip, Loterie Romande das Produkt Jouez Sport. Sporttip deckt die deutschsprachigen Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab – konkret AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH; das Vertragsgebiet der Loterie Romande sind die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Spielkonto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich; die Online-Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre und prüft den hochgeladenen Ausweis gegen Adressdatenbanken. Wer aus dem anderen Landesteil kommt, kann sich bei der anderen Veranstalterin nicht anmelden.
Eine gültige Schweizer Bewilligung hat Folgendes zur Folge: Anbindung an das schweizweite Spielersperr-Register, die Pflicht zu eigenen Verlustlimiten, Auszahlungen nur auf ein Konto im eigenen Namen, keine Kreditgewährung und keine anonymen Auszahlungen (Art. 50 Abs. 2 VGS, Art. 75 Abs. 1 BGS). Ausländische Marken, die Schweizer Spielerinnen über das Internet akquirieren, haben hiervon nichts. Die Gespa führt eine Sperrliste solcher Domains, die Schweizer Provider per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 standen 671 Domains darauf, und blockierte Anbieter ersetzen sie innert Stunden über andere Domains – ein Geschäft, das die Gespa öffentlich benennt.
Die Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und mit Busse bis CHF 500’000 bedroht (Art. 131 BGS). Das hebt Werbesujets ausländischer Anbieter nicht aus der Illegalität – wer in der Schweiz wirbt, fällt unter das Verbot, und die Plattform unter das Strafrecht.
Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten; Version vom 10. September 2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Corner- oder Kartenmärkte und ein E-Sport-Bereich erscheinen dort nicht. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Das ist die Schweizer Ausgangslage: zwei bewilligte Veranstalterinnen, eine geschlossene Liste erlaubter Märkte und kein legaler Marktzugang für ausländische Marken. Wer in der Schweiz eine Yankee spielen will, landet bei Sporttip oder bei Jouez Sport – oder er verlässt das Schweizer Recht.
Spielerschutz – was eine Yankee an Verlustlimiten und Sperren mitzieht
Eine Yankee bindet elf Wetten auf einmal: sechs Paarungen, vier Dreierkombinationen und eine Viererkombi. Wer den Standardeinsatz pro Linie auf CHF 2 setzt, gibt für einen einzigen Schein bereits CHF 22 aus. Das ist mehr, als eine einzelne Wette kostet – und wer aufstockt, um die Gesamtquote anzuheben, multipliziert gleich den Gesamteinsatz. Das Risiko einer Yankee ist nicht die einzelne Linie, sondern die elf verbundenen Einsätze.
Die Schweiz kennt keinen gesetzlichen Maximaleinsatz pro Wette, der für die Sportwette einheitlich wäre. Die Limiten sind Veranstalterinnen-Regel. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz online bei CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette und ein Multiples-Schein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz tragen. Damit ist die Yankee bei Sporttip günstiger skalierbar als bei Jouez Sport – aber die Gesamtlimits unterscheiden sich: bei Sporttip liegt der Höchstgewinn pro Wette nicht in den Regeln, bei Jouez Sport sind es CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Bei Sporttip richtet sich der Höchstgewinn nach dem Produkt aus Einsatz und Gesamtquote, das die Veranstalterin vor Annahme prüft.
Die Verlustlimite setzt die spielende Person selbst – das verlangt Art. 87 VGS. Bei Sporttip geschieht das vor der ersten Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – länger als das gesetzliche Minimum. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich. Bei Überschreiten nimmt das System die Wette nicht an. Swisslos kann die Limiten zudem jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern – die Spielregeln sind dynamisch.
Die Spielsperre greift früher als eine Limit-Anpassung. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos – einschliesslich Online-Casinos – sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS); eine Aufhebung der freiwilligen Sperre ist erst nach drei Monaten möglich (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Bei ausländischen Marken greift dieses Register nicht. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat keinen Eintrag im Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsschutz und keine Anbindung an die kantonalen Beratungsstellen. Die Sperrliste der Gespa, die per DNS gesperrte Domains auflistet, richtet sich an die Provider, nicht an die spielende Person; sie zu umgehen, ist kein eigener Straftatbestand – aber die Folgen einer Streitigkeit mit dem Anbieter trägt die spielende Person allein.
Für die Yankee bedeutet das zweierlei. Erstens: wer sie spielt, spielt sie mit gebündeltem Geld, und die Verlustlimite ist die einzige Bremse, die das System selbst zieht. Eine Yankee bei voller CHF 1’000-Linie kostet CHF 11’000 – und das verlangt eine Verlustlimite, die diese Grösse überhaupt zulässt. Zweitens: wer sie spielt, spielt sie am besten dort, wo eine Selbstaussperrung wirklich trägt. Das Schweizer Sperrregister ist deshalb Teil der Entscheidung.
Wettmärkte und Quoten – wie eine Yankee entsteht und wie ihre Marge wirkt
Eine Yankee besteht aus elf Wetten: sechs Einzelwetten auf jede der vier Begegnungen in Zweierkombinationen (sechs Stück), vier Dreierkombinationen und eine Viererkombination. Die Quote jeder Linie ist eine Wettquote aus dem Programm; die Gesamtquote einer Linie ist das Produkt der Einzelquoten. Der Gewinn berechnet sich als Einsatz mal Quote – bei der Viererkombination also als Einsatz mal dem Produkt der vier Einzelquoten. Der Gewinnbetrag wird bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet – eine kaufmännische Eigenheit, die sich bei kleinen Quotenunterschieden zeigt.
Der Schweizer Markt lässt Systemwetten wie die Yankee zu. Bei Sporttip ist sie eine Systemwette im Sinne der Regeln und fällt damit unter den Höchsteinsatz von CHF 10’000 für eine Systemwette. Bei Jouez Sport ist sie ein Multiple aus vier Voraussagen und unterliegt der Mehrfach-Scheinlimite von insgesamt CHF 7’500 sowie der Obergrenze für die Gesamtquote (maximal 100’000). Wieviel die Yankee im Einzelfall kostet, hängt an zwei Stellschrauben: am Einsatz pro Linie und an der Zahl der Linien. Elf Linien zu CHF 2 sind CHF 22; elf Linien zu CHF 5 sind CHF 55; elf Linien zu CHF 100 sind CHF 1’100. Hebt man eine Linie an, hebt man alle mit.
Die Marge des Anbieters steckt in jeder einzelnen Quote. Eine zwei-Wege-Marke mit Quoten 1.90 / 1.90 illustriert das, ohne dass es ein zitierter Preis wäre: die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also etwa 95 %, und die Marge entsprechend etwa 5 %. Eine Quote von 1.90 / 1.90 wirkt grosszügig – sie ist der Preis, bei dem der Anbieter bei jeder Hundertstel-Einheit, die gesetzt wird, im Schnitt etwa 5 Rappen einbehält. Diese Marge zieht sich durch jede Teilwette der Yankee. Bei einer Viererkombi mit Einzelquoten von 1.90 ist die Gesamtquote 1.90⁴ = 13.03. Die faire Quote wäre das Produkt der Einzelmärkte-Quoten ohne deren Margen; die effektive Gesamtquote enthält alle elf Margen und liegt unter der fairen. Genauer rechnen lässt sich das nur, wenn die Einzelmärkte vollständig vorliegen – die Rechnung zeigt aber den Mechanismus: jede zusätzliche Linie fügt eine Marge hinzu, und die Marge einer Mehrfachwette ist nicht die Summe der Einzelmargen, sondern das Produkt der Auszahlungsquoten.
Bei Sporttip gilt zusätzlich: voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden ausschliesslich über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt die Veranstalterin irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist die einzige Form, in der die Regeln Mehrfachwetten auf dasselbe Spiel einschränken – aber sie schränken sie ein. Die klassische Yankee kombiniert vier verschiedene Begegnungen und ist davon nicht betroffen.
Bei Sporttip ist die Live-Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Cash-Out ist verfügbar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und die Veranstalterin muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn.
Vergleich der Anbieter – wer eine Yankee hierzulande anbietet
Wer in der Schweiz eine Yankee spielen will, hat zwei Wege: bei einer der zwei bewilligten Veranstalterinnen oder bei einer ausländischen Marke ohne Schweizer Bewilligung. Beide Gruppen werden in derselben Tabelle eingeordnet – mit demselben Raster –, aber nicht gleichgesetzt.
Einordnung der Marken
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel), Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland ausgewiesen, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS) |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland ausgewiesen, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS) |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland ausgewiesen, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland ausgewiesen, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland ausgewiesen, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS) |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland ausgewiesen, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland ausgewiesen, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS) |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland ausgewiesen, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS) |
Die Spalte Bewilligung trennt die zwei bewilligten Veranstalterinnen klar von den übrigen acht. Bei den ausländischen Marken fehlt eine Schweizer Lizenz; eine ausländische Lizenz wird in der Spalte Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz ausgewiesen, gilt aber in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Die Tabelle ordnet ein; sie bewertet die acht ausländischen Marken nicht weiter, weil weder Aufsicht noch Schutz in der Schweiz bestehen.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist eine der beiden bewilligten Veranstalterinnen und betreibt Sporttip in den deutschsprachigen Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Sporttip lässt eine Systemwette wie die Yankee zu und behandelt sie als Systemwette im Sinne der Regeln – mit dem Höchsteinsatz von CHF 10’000 für eine Systemwette und CHF 1’000 für Einzel- oder Kombiwetten. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1. Die Verlustlimite setzen Spielende vor der ersten Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden.
Die Quoten selbst erscheinen bei Sporttip für jedes Wettereignis im Wettprogramm; die Gesamtquote einer Yankee ist das Produkt der elf Einzel- und Kombiquoten, und der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, gerundet auf 5 Rappen. Der Kombiboost, ein Bonus auf den Nettogewinn, gilt online für Prematch-, Live- und Systemwetten mit mindestens vier Voraussagen zu einer Mindestquote von 1.50; er beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Cash-Out gibt es online für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vollständig und ohne Teilauszahlung.
Wichtig für die Yankee ist der Hinweis auf abhängige Wettereignisse: Kombinierte Wetten aus derselben Sportveranstaltung laufen ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion; nimmt die Veranstalterin sie ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombination für ungültig erklären. Die klassische Yankee mit vier verschiedenen Begegnungen ist davon nicht betroffen – aber wer die Linien plant, sollte vier verschiedene Spiele wählen. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt, wird die Einzelwette zurückbezahlt und die Voraussage in Kombinationen mit Quote 1.00 gewertet – was bei einer Viererkombination die Gesamtquote drückt.
Verdikt: Sporttip ist für deutschsprachige Schweizer die einzige bewilligte Adresse für eine Yankee. Die Limits sind grosszügig, das Programm breit, und die Aufsicht Gespa gibt einen Rechtsrahmen, den ausländische Marken nicht bieten.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist die zweite bewilligte Veranstalterin und betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Jouez Sport lässt Multiples zu – 2 bis 10 Voraussagen, mit Höchsteinsatz online CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette und einer Mehrfach-Scheinlimite von insgesamt höchstens CHF 7’500. Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2 (Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2). Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist auf CHF 300’000 gedeckelt, und alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000.
Jouez Sport verlangt eine Mindestquote von 1.10 pro Einzelwette oder Gesamtquote einer Kombi und deckelt die Quote mit 100’000 nach oben – eine Quote über 100’000 wird nicht angenommen. Bei einer Viererkombination sind Einzelquoten, die zur Gesamtquote von 100’000 führen, nicht möglich – das Limit ist nie praktisch für eine Yankee aus vier Linien; es betrifft höhere Kombinationen oder Akkumulatoren mit sehr grossen Einzelquoten.
Die Auszahlungsregel ist klar: Gewinne werden auf das im Spielkonto hinterlegte Bank- oder Postkonto überwiesen; Barauszahlungen in Verkaufsstellen sind möglich. Eine der Stärken von Jouez Sport ist die Westschweizer Verankerung mit über 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden, was die Erreichbarkeit erhöht. Online verlangt die Registrierung einen Wohnsitz in einem der sechs Vertragskantone und eine Identitätsprüfung.
Verdikt: Jouez Sport ist die einzige bewilligte Adresse für eine Yankee in der Westschweiz. Das Höchstgewinn-Limit pro Multiple ist grosszügig; die Mehrfach-Scheinlimite ist enger als bei Sporttip, dafür ist die Verkaufsstellenpräsenz dichter. Wer in Genf, Lausanne oder Sitten wettet, landet hier.
Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung
Die übrigen acht Marken – 1Bet, Wettigo, PowBet, Cloudbet, Bahigo, BDMBet, FortuneJack und GG.BET – verfügen über keine Schweizer Bewilligung und können in der Schweiz rechtlich keine Sportwetten anbieten. Ihre ausgewiesenen Lizenzen aus dem Ausland haben in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Eine Domain auf der Gespa-Sperrliste wird per DNS blockiert, und Ersatzdomains werden innert Stunden aufgeschaltet.
Was bleibt, ist die Frage, was diese Marken leisten – und was sie nicht leisten. Sie bieten häufig Systemwetten wie die Yankee an und werben mit Quoten, Boni oder Funktionen, die das Schweizer Programm nicht kennt. Was sie nicht bieten, ist Anbindung an das Schweizer Sperrregister, Schweizer Rechtsschutz, Schweizer Verlustlimiten oder Schweizer Aufsicht über die Wettquote. Bei Streit über die Auszahlung einer Yankee gibt es keine Schweizer Anlaufstelle; bei blockierter Auszahlung bleibt nur der ausländische Rechtsweg mit allen damit verbundenen Risiken.
Eine Steuerfrage kommt dazu: Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil die Veranstalterin keine Schweizer Veranstalterin ist. Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag; andere Kantone handhaben das unterschiedlich – generell gilt: je nach Kanton, ohne einzelne kantonale Zahl.
Verdikt: Diese Marken sind keine Alternative zu Swisslos und Loterie Romande, sondern ein paralleler Markt mit anderen Regeln. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz, mit ausländischer Aufsicht und mit einer Steuerlage, die je nach Kanton unvorteilhaft ausfallen kann. Für eine Person, die in der Schweiz lebt, ist die Frage nicht «wo gibt es die höchste Quote», sondern «wo ist der Schutz, falls etwas schiefgeht».
Grundlagen – Aufbau, Rechner und was eine Yankee ist
Eine Yankee bündelt vier Voraussagen in elf Wetten. Wer ein Spiel A, B, C und D tippt, spielt damit sechs Zweierkombinationen (AB, AC, AD, BC, BD, CD), vier Dreierkombinationen (ABC, ABD, ACD, BCD) und eine Viererkombination (ABCD). Jede dieser elf Wetten hat eine eigene Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Wer auf den Gewinnschein CHF 2 pro Linie setzt, gibt CHF 22 aus; wer CHF 5 pro Linie setzt, gibt CHF 55 aus.

Eine Auszahlung entsteht bereits, wenn zwei Voraussagen richtig sind – dann gewinnen die Zweierkombinationen, die diese beiden Spiele enthalten. Bei drei richtigen Voraussagen kommen die Dreierkombinationen hinzu, bei vier richtigen schliesslich die Viererkombi. Wer eine Voraussage verliert, verliert alle Wetten, die diese Voraussage enthalten – die Zweierkombinationen, die Dreierkombinationen und die Viererkombination. Es gibt keine «Teilauszahlung» für die richtigen Voraussagen allein, weil das System so angelegt ist, dass jede Linie für sich gewinnen oder verlieren muss.
Der Unterschied zwischen Yankee, Super Yankee und Heinz ist die Zahl der Voraussagen. Die Super Yankee hat fünf statt vier; sie umfasst 26 Wetten (10 Zweier-, 10 Dreier-, 5 Vierer- und 1 Fünferkombination). Der Heinz hat sechs Voraussagen und umfasst 57 Wetten (15 Zweier-, 20 Dreier-, 15 Vierier-, 6 Fünfer- und 1 Sechserkombination). Beide binden mehr Geld und werden für unterschiedliche Budgets konstruiert. Die Heuristik: je mehr Voraussagen, desto höher der theoretische Gewinn bei einem Volltreffer, desto höher aber auch der gebundene Einsatz und desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass eine Voraussage das ganze Ticket kippt.
Ein Yankee-Rechner ist eine einfache Multiplikation. Die elf Gesamtquoten ergeben sich als Produkte der Einzelquoten; der Gewinn jeder Linie ist Linien-Einsatz mal Linien-Quote. Ein Rechner, der das macht, rechnet richtig – aber er rechnet die Marge nicht aus. Was er nicht berücksichtigt, ist die Marge der Einzelmärkte und damit die Differenz zwischen der theoretisch fairen Quote und der vom Anbieter gesetzten Quote. Bei einer Zwei-Wege-Marke mit Quoten 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote – der Anteil der Einsätze, den der Markt langfristig zurückzahlt – bei rund 95 % und die Marge entsprechend bei rund 5 %. Bei einer Quote von 1.85 / 1.85 ist die Auszahlungsquote tiefer; bei 1.95 / 1.95 ist sie höher. Diese Marge steckt in jeder Linie einer Yankee und in jeder Kombination. Die Gesamt-Marge der Yankee ist nicht die Summe der Einzelmargen, sondern das Produkt der Auszahlungsquoten: bei vier Einzelmärkten mit je 95 % Auszahlungsquote ist die Auszahlungsquote der Viererkombination 0.95⁴ ≈ 0’815, also etwa 81.5 %; bei einer durchschnittlichen Auszahlungsquote der Zweier- und Dreierkombinationen entsprechend weniger.
Die Frage «Wie genau sind Yankee-Rechner?» hat zwei Antworten. Mechanisch genau: jeder Linien-Einsatz, jede Linien-Quote und jeder Gewinn wird richtig ausgegeben. Inhaltlich unvollständig: sie zeigen die Auszahlung, aber nicht den Erwartungswert; sie zeigen die Marge nicht, und sie rechnen die Wahrscheinlichkeit eines Volltreffers nicht. Wer mit einem Rechner plant, plant eine Mechanik – nicht den Wert, der nach der Mechanik übrig bleibt.
Was eine Yankee im Schnitt kostet – eine Rechnung mit der Buchmacher-Marge
Eine Buchmacher-Marge ist die Differenz zwischen dem, was der Markt langfristig auszahlt, und dem, was eingesetzt wird. Bei einer Zwei-Wege-Marke mit beiden Quoten 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also etwa 95 %. Die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote, also rund 5 %. Das ist keine zitierte Grösse, sondern ein Beispiel, das die Mechanik zeigt: bei gleichen Quoten 1.90 / 1.90 behält der Anbieter langfristig etwa 5 % der Einsätze ein. Bei anderen Quotenpaaren verschiebt sich das Band: eine Favoriten-Aussenseiter-Marke 1.30 / 3.40 hat eine Auszahlungsquote von etwa 92 %, eine Marge von etwa 8 %; eine sehr ausgeglichene Marke 1.95 / 1.95 hat etwa 97.5 % Auszahlungsquote und etwa 2.5 % Marge. Die Marge ist eine Funktion der Quoten und nicht eines fixen Promille-Satzes.
Was das für die Yankee heisst: jede ihrer elf Linien trägt die Marge ihres Marktes. Eine Viererkombination aus vier Einzelmärkten mit je etwa 5 % Marge hat eine Auszahlungsquote von etwa 95 % × 95 % × 95 % × 95 %, also etwa 81.5 %. Eine Zweierkombination aus zwei solchen Märkten liegt bei etwa 90.25 %, eine Dreierkombination bei etwa 85.7 %. Bei einem Linieneinsatz von CHF 1 und vier richtigen Voraussagen zahlt die Viererkombination CHF 1 × 13.03 = CHF 13.03; der faire Wert bei angenommenen Wahrscheinlichkeiten von je 50 % wäre CHF 16 (1/0.5⁴). Die Differenz von etwa CHF 3 ist die Summe der Margen. Über elf Linien und einen gemischten Treffer sind es die elffachen Multiplikatoren der jeweiligen Linien-Marge.
Diese Rechnung ist eine statistische Schätzung über viele Wetten, kein versprochener Gewinn im Einzelfall. Wer die Marge seiner Märkte kennt, kennt den Preis, den er pro eingesetztem Franken im Schnitt bezahlt. Wer sie nicht kennt, schätzt die Quote falsch ein.
Häufige Fragen zur Yankee-Wette in der Schweiz
Was ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?
Eine Yankee-Wette kombiniert vier Voraussagen in elf Wetten: sechs Zweierkombinationen, vier Dreierkombinationen und eine Viererkombination. Jede dieser elf Wetten hat eine eigene Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Schon zwei richtige Voraussagen lösen eine Auszahlung auf den Zweierkombinationen aus, die diese beiden Spiele enthalten.
Wie viele Voraussagen müssen bei einer Yankee-Wette richtig sein, damit ein Gewinn entsteht?
Bereits zwei richtige Voraussagen reichen für eine Teil-Auszahlung auf den passenden Zweierkombinationen. Drei richtige Voraussagen lösen zusätzlich die Dreierkombinationen aus, und vier richtige Voraussagen schliesslich die Viererkombination. Eine falsche Voraussage kippt alle Wetten, die sie enthalten.
Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?
Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, für Einzel- oder Kombiwetten bei CHF 1’000 und der Mindesteinsatz bei CHF 1. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?
Die Super Yankee hat fünf Voraussagen und umfasst 26 Wetten, der Heinz hat sechs Voraussagen und umfasst 57 Wetten. Je mehr Voraussagen, desto höher der theoretische Gewinn bei einem Volltreffer, aber auch der gebundene Gesamteinsatz und das Risiko, dass eine falsche Voraussage das Ticket kippt.
Wie genau sind Yankee-Rechner, und was berücksichtigen sie nicht?
Yankee-Rechner rechnen die elf Linien-Quoten, den Linien-Einsatz und die Auszahlung pro Linie korrekt aus. Sie berücksichtigen aber weder die Marge der Einzelmärkte noch die Wahrscheinlichkeit eines Volltreffers. Sie zeigen, was eine Mechanik zahlt, nicht was sie im Schnitt wert ist.
Welche Organisatoren bieten in der Schweiz Systemwetten an, und was gilt bei ausländischen Seiten?
In der Schweiz bieten Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Systemwetten an – beide mit Schweizer Bewilligung nach BGS. Ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz; ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen.
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Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»
