Online La Liga Wetten in der Schweiz: Was erlaubt ist und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Fussballplatz im Abendlicht mit langen Schatten der Torpfosten, die Rasenfläche leuchtet gelblich.

Stand: Oktober 18, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen sowie die Spielregeln von Swisslos Sporttip (Version 4.2).

Die Primera División 2025/26 lief vom 15. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde der FC Barcelona mit 94 Punkten (31 Siege, 1 Unentschieden, 6 Niederlagen).

Wer in der Schweiz auf die Primera División wetten will, trifft zuerst auf eine rechtliche Engstelle. Nur zwei Veranstalterinnen dürfen hier überhaupt Sportwetten anbieten, und beide haben ein gemeinsames Dach aus interkantonalem Recht und Bundesgesetz. Was sich auf den Wettscheinen findet, ist deshalb nicht das, was ausländische Wettanbieter anpreisen, ist dort aber nicht erhältlich, ist eine kleinere Auswahl mit eigenen Regeln. Die Primera División 2025/26 lief vom 15. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde der FC Barcelona mit 94 Punkten, Torschützenkönig Kylian Mbappé mit 25 Treffern. Wer auf diese Saison blickt, sieht ein Spielfeld, das Real Madrid und Barcelona seit Jahrzehnten prägen, und Quoten, die das widerspiegeln. Wer auf den nächsten Anpfiff blickt, sieht dieselbe Enge – nur zwei erlaubte Anbieter, eine geschlossene Liste erlaubter Märkte und Limiten, die jeder Spieler selbst zieht, bevor er den ersten Tipp abgibt. Die folgenden Abschnitte ordnen das ein: was die spanische Liga eigentlich ist, wer in der Schweiz wetten darf, wie Quoten enthalten und was sie kosten, welche Wetttypen es gibt, wie das Wettangebot der bewilligten Veranstalter aussieht, und schliesslich die Rechtslage, die alles zusammenhält.

Verantwortungsvolles Wetten: Limiten, Spielsperre und die Stelle, die hilft

Bevor ein Schein ausgefüllt wird, stehen zwei Schalter auf «aus». Der erste betrifft den Geldbeutel, der zweite den Zugang. Beide werden vor der ersten Wette gesetzt, nicht danach.

Ein Paar abgetragene Fussballschuhe steht neben einer Wasserflasche auf einer Treppenstufe im Sonnenlicht.
In der spanischen Primera División spielen 20 Vereine im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 38 Spieltage und 380 Spiele pro Saison.

Verlustlimiten, die vor der ersten Wette stehen

Swisslos verlangt von jeder spielenden Person vor der ersten Sporttip-Teilnahme drei selbst gesetzte Verlustlimiten: eine für 24 Stunden, eine für sieben Tage und eine für 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Die Loterie Romande handhabt das im Grundsatz gleich; die eigenen Werte stehen im Kontobereich.

Diese Limiten sind kein Vorschlag der Anbieter, sondern Pflicht. Wer keine setzt, kann nicht spielen. Wer mitten in einer Verlustserie nachjustieren will, kann die Limite nur senken, nicht erhöhen – und das auch erst nach drei Tagen Wartezeit. Genau diese Wartezeit ist der Schutzmechanismus: sie nimmt dem Spieler die Möglichkeit, in derselben Sitzung das eigene Limit auszuhebeln.

Die Spielsperre, die schweizweit gilt

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Bei der Loterie Romande gilt Entsprechendes. Eine selbst gewählte Sperre von bis zu sechs Monaten muss ohnehin angeboten werden, eine Aufhebung freiwilliger Sperren ist frühestens nach drei Monaten möglich, und eine Fachstelle ist einzubeziehen.

Was sich sperrt, sperrt sich landesweit: ein Eintrag im Register wird die Spielenden auch in allen anderen konzessionierten Spielstätten bewerben, was das Verfahren so unbequem wie nötig macht. Wer merkt, dass das eigene Wetten zur Belastung wird, geht damit nicht zur Veranstalterin, sondern zu einer anerkannten Suchtberatung – in der Deutschschweiz etwa die Sucht Schweiz, in der Westschweiz Addiction Suisse oder das Réseau francophone des addictions.

Prognosen, Form und der Vergleich von Quoten: warum ein Favorit kein sicherer Tipp ist

Prognosen sind das, was Wettende am häufigsten suchen, und das, was am seltensten hält, was es verspricht. Eine seriöse Einschätzung zur Primera División arbeitet mit vier Bausteinen, von denen keiner die anderen ersetzt.

Form, Heimbilanz, Ausfälle – die drei Achsen der Einschätzung

Aktuelle Form ist mehr als die letzte Partie, aber weniger als die Tabelle. Wer die letzten fünf bis zehn Spiele eines Vereins liest, sieht Tendenzen, die die Tabelle nicht zeigt: eine Serie enger Siege, ein Torverhältnis, das kippt, eine Auswärtsschwäche, die zu Hause verschwindet. Heimbilanz und Auswärtsbilanz trennen die spanische Liga besonders scharf: die grossen Vereine gewinnen zu Hause fast durchgehend, und ein Unentschieden im Santiago Bernabéu hat ein anderes Gewicht als dasselbe Resultat in Elche. Ausfälle – gesperrte Spieler, angeschlagene Stammkräfte – verschieben die Quote, oft bevor sie offiziell angepasst wird. Wer alle drei Achsen liest, hat eine Schätzung; wer nur eine liest, hat eine Vorliebe.

Der Quotenvergleich, der die Marge sichtbar macht

Derselbe Markt, zwei Anbieterinnen, zwei Quoten – die Differenz ist selten Zufall. Sie ist Marge, also der Anteil, den die Veranstalterin vom Umsatz einbehält. Bei einem 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60), also rund 0.94 – die Veranstalterin behält etwa 6 % jedes Einsatzes. Bei engeren Favoritenkonstellationen fällt die Marge niedriger aus, bei einseitigen Konstellationen höher. Wer Quoten vergleicht, vergleicht also nicht nur die Zahl, sondern den eingepreisten Anteil, den die Anbieterin vom Kuchen nimmt, bevor sie ihn auszahlt.

Eine Prognose ist eine Schätzung. Sie wird nicht besser, wenn man sie oft wiederholt, und sie wird nicht sicher, wenn der Favorit gross ist. Real Madrid hat 36 Meistertitel, der FC Barcelona folgt dicht – aber ein Quotenvergleich zeigt, dass die Wettenden jede Saison neu zahlen, wer oben steht. Wer einen klaren Favoriten sieht und auf ihn setzt, dessen Wette gewinnt nur, wenn das Ergebnis eintritt; die Quote, die vorab hoch aussah, schrumpft im Moment des Sieges auf das, was sie vorher war. Niemand wettet auf das, was ohnehin passieren wird, sondern auf das, was passieren könnte – und genau diese Lücke ist die Wette.

Wetttypen und Quoten: wie aus Einsatz und Quote ein Gewinn wird

Die Primera División bietet auf den Wettscheinen mehr als das Ergebnis nach 90 Minuten. Wer das Angebot nutzt, sollte verstehen, wie jeder einzelne Markt funktioniert und was er an Unsicherheit mitnimmt.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette – die drei Grundformen

Eine Einzelwette steht und fällt mit einer Voraussage. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, bei einer Systemwette CHF 10’000. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten, gewinnt nur, wenn jede Voraussage eintrifft, und verliert beim ersten Fehlgriff. Eine Systemwette erlaubt es, auch dann etwas zu gewinnen, wenn nicht alle Voraussagen treffen – sie ist teurer, weil sie mehrere Kombinationen auf einmal spielt, und sie verschiebt das Risiko vom «alles oder nichts» zur Frage, wie viele Treffer reichen.

Die Multiplikation der Quoten klingt verheissungsvoll, ist aber tückisch: jede zusätzliche Voraussage nimmt der Versicherung des Gesamtscheins, weil er die implizite Wahrscheinlichkeit des Sammelsiegs senkt. Drei Voraussagen zu Quote 1.80 ergeben 5.83 – aber die Chance, dass alle drei treffen, ist deutlich kleiner als 50 %.

Langzeitwetten: Meister, Torschützenkönig, Abstieg

Bei einer Meisterwette wird die Wette am Ende der regulären Spielzeit beurteilt; was danach in Auf- und Abstiegs-Play-offs oder in internationalen Wettbewerben passiert, zählt für die Wette nicht. Bei einer Torschützenkönig-Wette zählen die Tore der regulären Saison; Copa-del-Rey-Tore und Tore in der Champions League werden in den Buchmacher-Regeln meist ausdrücklich ausgenommen. Bei einer Abstiegswette zählt der Klassementstand nach 38 Spieltagen. Langzeitwetten werden bei Sporttip auch live und vor Spielbeginn angeboten; Cash-Out funktioniert, wo die Anbieterin es zulässt.

Eine Quote von 3.00 auf einen Torschützenkönig heisst: drei Franken Gewinn pro Franken Einsatz, wenn er trifft – und nichts, wenn er es nicht tut. In der Saison 2025/26 traf Kylian Mbappé 25-mal; wer das im August vorausgesagt hätte, hätte eine vergleichsweise kurze Quote bekommen. Wer im Januar auf ihn setzte, nachdem er schon 18 Tore hatte, bekam eine deutlich tiefere Quote – die Anbieterin hatte die Wahrscheinlichkeit nach oben gezogen, der Wert der Wette war entsprechend gesunken.

Cash-Out: was es ist und was es kostet

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Bei Quotenboosts und Profitboosts verfällt der Boost, sobald Cash-Out genutzt wird.

Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert einen kleineren, aber garantierten Auszahlungsbetrag. Das klingt nach Vernunft, ist aber ein Tausch gegen Unsicherheit: die Anbieterin preist in den Cash-Out-Betrag ihre eigene Erwartung des Restrisikos ein, dazu ihre Marge. Wer trotzdem aussteigt, kauft sich Ruhe – und zahlt dafür.

Wettquoten, Marge und was die Quote wirklich sagt

Eine Quote von 2.10 heisst: 2.10 Franken Rückzahlung pro Franken Einsatz, falls die Wette eintrifft – der Nettogewinn ist 1.10 Franken. Eine Quote von 1.50 heisst: nur 50 Rappen Nettogewinn pro Franken. Was in jeder Quote steckt, ist die Marge: der Anteil, den die Anbieterin behält. Bei einem 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 addieren sich die Kehrwerte zu rund 1’064; die Auszahlungsquote liegt also bei 0.94, die Marge bei 6 %. Bei drei Ausgängen kommen nie 100 % zusammen, sondern weniger – diese Lücke ist die Marge, was die Veranstalterin vom Kuchen nimmt, bevor sie auszahlt.

Die Quote ist kein Tipp der Anbieterin, sondern ein Preis. Eine niedrige Quote heisst: die Wahrscheinlichkeit wird hoch eingeschätzt; eine hohe Quote heisst: die Wahrscheinlichkeit wird niedrig eingeschätzt. Daraus folgt nicht, was passieren wird – sondern nur, wie viel die Anbieterin zahlt, falls es passiert.

Quotenboost, Profitboost, Kombiboost: was sie bringen und was sie kosten

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

«Boost» heisst Aufschlag, nicht Geschenk. Ein Quotenboost erhöht die Quote einer Voraussage um einen bestimmten Betrag, ein Profitboost erhöht den Gewinn. Beide lohnen sich nur, wenn die Wette ohnehin gespielt worden wäre, und beide verschwinden beim Cash-Out. Wer seinen Schein mit Boosts pimpt, sollte prüfen, ob die Limite ihn nicht früher trifft, als der Bonus reicht.

Die spanische Primera División: Liga, Spielplan, Auf- und Abstieg

Die Primera División ist seit fast hundert Jahren das Spielfeld, auf dem Spaniens Fussball spielt. Sie wurde 1929 gegründet; das erste Spiel fand am 10. Februar 1929 statt, das erste Tor erzielte José Prat in der fünften Minute. Wer heute auf sie wettet, sollte verstehen, wie sie funktioniert – nicht nur, wer oben steht.

20 Vereine, 38 Spieltage, 380 Spiele

In der spanischen Primera División spielen 20 Vereine im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 38 Spieltage und 380 Spiele pro Saison. Bei Punktgleichheit zählt zuerst der direkte Vergleich, nicht die Tordifferenz. Eine Saison beginnt Mitte August und endet Ende Mai; die Spieltage verteilen sich über das gesamte Schuljahr, mit einer Winterpause um die Jahreswende, die kürzer ausfällt als in anderen grossen Ligen.

Wer seinen Wettkalender führen will, sollte die Spieltage kennen: nach dem 4. Spieltag ist das Bild noch nicht klar, das mal die Tabelle erzählt. Erst nach dem 10. Spieltag beginnen die Quoten, die wahre Stärke der Mannschaften abzubilden. Nach dem 30. Spieltag ist die Meisterfrage meist entschieden – und die Abstiegsfrage wird zur Frage, wer die Play-offs übersteht.

Auf- und Abstieg: wer geht, wo ab geht

Aus der Primera División steigen die letzten drei Mannschaften in die Segunda División ab; die beiden Besten der Segunda División steigen direkt auf, die Plätze 3 bis 6 spielen in Play-offs um einen dritten Aufstiegsplatz. Aus der Primera División 2025/26 stiegen RCD Mallorca mit 42 Punkten, der FC Girona mit 41 Punkten und Real Oviedo mit 29 Punkten ab. Wer auf den Letzten wettet, wettet nicht auf das schlechteste Team, sondern auf das Team, das am 38. Spieltag auf einem der letzten drei Plätze steht – und das ist nicht immer das, was die Tabelle im Januar vermuten lässt.

Rekorde, die die Quote kennen

Die meisten Meistertitel der Primera División hält Real Madrid mit 36; der FC Barcelona folgt mit deutlich weniger, aber ebenfalls über 25. Rekord-Torschütze der Liga ist Lionel Messi mit 474 Toren. Der Punkterekord einer Saison liegt bei 100 Punkten, aufgestellt von Real Madrid (2011/12) und vom FC Barcelona (2012/13). Wer diese Zahlen kennt, versteht, warum die Quoten auf Meisterschaft und Torschützenkrone in Spanien oft niedriger ausfallen als in anderen Ligen: die Favoriten sind keine Überraschung, sie sind das Setting. Eine Quote von 1.80 auf Real Madrid heisst nicht, dass Real wahrscheinlich gewinnt – sie heisst, dass die Wettenden Real jedes Jahr im Voraus favorisieren.

Wer organisiert die Liga

Die Primera División wird von der Liga Nacional de Fútbol Profesional (LFP) organisiert, die offiziell am 26. Juli 1984 gegründet wurde und unter dem spanischen Fussballverband RFEF steht. Die LFP ist der Ansprechpartner für TV-Rechte, Spielpläne und Schiedsrichter – sie ist nicht die Anlaufstelle für Wettende. Wettende wenden sich an die Veranstalterin, bei der sie spielen, mit Fragen zum Wettschein, zur Auszahlung und zur Abrechnung.

Die Saison, die gerade zu Ende ging

Die Primera División 2025/26 lief vom 15. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde der FC Barcelona mit 94 Punkten (31 Siege, 1 Unentschieden, 6 Niederlagen). Torschützenkönig wurde Kylian Mbappé von Real Madrid mit 25 Toren. Wer auf den Meister wettete, hatte das ganze Jahr über die Wahl zwischen Real und Barcelona; wer im Januar auf Barcelona setzte, nachdem Real zwei Spiele in Folge verloren hatte, bekam eine höhere Quote als im August, als beide Teams gleichauf galten. Wer auf den Torschützenkönig wettete, hatte im Herbst noch Mbappé, Lewandowski und andere zur Auswahl; wer im März auf Mbappé setzte, der bereits 20 Tore hatte, bekam eine deutlich tiefere Quote als im August.

Veranstalter im Vergleich: was die Bewilligten unterscheidet

Wer in der Schweiz auf die Primera División wetten will, hat genau zwei Anbieterinnen zur Auswahl. Beide sind Grossspiel-Veranstalterinnen im Sinne des Geldspielgesetzes, beide stehen unter Aufsicht der Gespa, beide bedienen aber unterschiedliche Gebiete. Eine Online-Registrierung bei Swisslos ist nur mit Wohnsitz im Swisslos-Vertragsgebiet möglich, eine bei der Loterie Romande nur mit Wohnsitz in den sechs Westschweizer Kantonen. Wer in den falschen Kanton zieht, muss das Konto schliessen, nicht den Anbieter wechseln.

Anbieterin Bewilligung Veranstalterin
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung Loterie Romande, Lausanne
Funbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
bet365 ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
BetPanda ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Rabona ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt

Die Tabelle zeigt, was die Gespa-Liste und das Geldspielgesetz trennen: zwei Anbieterinnen mit Bewilligung, acht ohne. Wer in der Schweiz wettet, kann nur bei den beiden Bewilligten spielen, ohne sich strafbar zu machen – wer es trotzdem bei einem ausländischen Anbieter tut, macht sich nicht strafbar, riskiert aber, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und hat keinen Schutz im Sperrlistenverfahren. Die folgende Einzelbetrachtung schaut auf jede Anbieterin einzeln.

Swisslos Sporttip – das Angebot für die Deutschschweiz

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Verbreitet wird das Angebot in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.

Wettangebot. Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen bestimmt, was auf dem Wettschein steht; La Liga gehört dazu, ebenso Eckball- und Kartenmärkte ausdrücklich nicht. Quotenboosts und Profitboosts sind online verfügbar, ebenso Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten. Der Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50.

Einsatz und Limiten. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Vor der ersten Wette sind die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen – eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden.

Auszahlung und Steuern. Gewinne werden auf das verifizierte Zahlungskonto im Namen des Spielenden ausgezahlt; anonyme oder Crypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Markt nicht. Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag (Bund: CHF 1’071’000 ab 1.1.2026); darüber wird die Verrechnungssteuer von 35 % direkt durch die Anbieterin abgezogen und kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Für die meisten Wettenden bleibt es unter der Schwelle, also steuerfrei.

Urteil. Swisslos Sporttip ist die einzige seriöse Adresse für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und der einzige Anbieter, bei dem ein Wettschein auf La Liga nicht zur Einfallnahme ins Ausland wird. Wer hier spielt, spielt innerhalb der Schweizer Regeln – inklusive Spielsperre, inklusive Limits, inklusive Quoten, die nicht von internationalen Margen geprägt sind. Die Engstelle ist gleichzeitig die Stärke: das Wettangebot folgt der Gespa-Liste, nicht dem Werbeversprechen internationaler Anbieterinnen.

Loterie Romande Jouez Sport – das Angebot für die Westschweiz

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Online-Registrierung ist nur mit Wohnsitz in einem dieser Kantone möglich; wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, gehört nicht zum Vertragsgebiet.

Wettangebot. Das Wettprogramm folgt derselben Gespa-Liste wie bei Swisslos; die Primera División gehört dazu, Märkte ausserhalb der Liste nicht. Cash-Out ist verfügbar, ebenso Quotenboosts und Profitboosts in vergleichbarer Ausgestaltung wie bei Swisslos. Live-Wetten sind dort möglich, wo die Veranstalterin die Bewilligung hält.

Einsatz und Limiten. Die Mindesteinsätze und Höchsteinsätze bewegen sich im selben Rahmen wie bei Swisslos; die genauen Werte stehen im Kontobereich. Verlustlimit für 1, 7 und 30 Tage, Senkung sofort, Erhöhung erst nach 72 Stunden. Spielsperre produktbezogen für 1 bis 180 Tage oder unbefristet im schweizweiten Register.

Auszahlung und Steuern. Auszahlung nur auf das verifizierte Zahlungskonto im Namen des Spielenden; keine anonymen Auszahlungen. Steuerfreibetrag und Verrechnungssteuer wie bei Swisslos, weil es sich um dieselbe regulatorische Grundlage handelt.

Urteil. Loterie Romande Jouez Sport ist die einzige seriöse Adresse für die Westschweiz. Wer in Genf, Lausanne, Sitten oder Freiburg wohnt, hat keine andere Wahl, wenn er legal wetten will, und braucht auch keine andere. Der Wechsel zur Deutschschweizer Anbieterin ist nur möglich, wenn der Wohnsitz wechselt.

Funbet – ohne Schweizer Bewilligung

Funbet ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Da das Unternehmen keine in der Schweiz anerkannte Lizenz besitzt, operiert es ohne hier geltende rechtliche Basis (Art. 4 BGS). Da die Plattform nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen ist und keine Schweizer Beschwerdestelle existiert, können ihre Domains durch die Gespa auf die Sperrliste gesetzt und damit per DNS-Sperre unzugänglich gemacht werden.

Wer hier spielt, spielt auf eigene Rechnung: Einsätze und Gewinne können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, die kantonale Steuerpraxis behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen in der Regel als voll steuerpflichtiges Einkommen, und die Gespa kann den Zugang jederzeit sperren. Wer trotzdem spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Wette rechtlich nicht im selben Rahmen stattfindet wie bei einer bewilligten Veranstalterin – und dass sie auf einem Wettbewerbsplatz steht, der längere Quoten verspricht, aber kürzeren Schutz.

22Bet – ohne Schweizer Bewilligung

22Bet operiert ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz ist nicht festgestellt, weshalb sie in der Schweiz keine Wirkung entfaltet, keinen Anschluss an das Ausschlussregister besitzt und keine Schweizer Beschwerdestelle vorhält. Die Domains können gesperrt werden. Das Wettangebot ist auf einen Markt ausgerichtet, der für Schweizer Spielende rechtlich nicht zugänglich ist – ohne Schutz und regulatorische Sicherheit.

Wer aus Gewohnheit, Werbung oder einem alten Konto bei dieser Anbieterin spielt, sollte prüfen, ob der Zugang noch funktioniert – die DNS-Sperre kann jederzeit aktiv werden, das Konto dominiert die Schweizer Steuerpraxis, und der Schutz, den eine bewilligte Veranstalterin bietet, fehlt vollständig.

bet365 – ohne Schweizer Bewilligung

bet365 hält keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenzsituation ist ungeklärt und hat hierzulande keine Wirkung. Da die Anbieterin auf der Gespa-Sperrliste steht, ist der Zugang blockiert. Wer den Zugriff über VPN erzwingt, akzeptiert das Fehlen jeglicher Schweizer Aufsicht: keine Spielsperre, keine gesicherte Auszahlung auf Schweizer Konten und die volle Steuerpflicht bei kantonalen Behörden.

Die Marke ist international bekannt, das Wettangebot ist breit, die Margen sind eng. All das gilt nicht in der Schweiz. Wer hier wettet, wettet gegen ein Werbeversprechen, das auf einem anderen Markt gilt – und riskiert, dass der Wettschein dort liegt, wo ihn niemand holt.

BetPanda – ohne Schweizer Bewilligung

BetPanda operiert ebenfalls ohne Bewilligung in der Schweiz. Die Lizenzierung ist unklar, ein Schweizer Schutz fehlt vollständig. Die angebotenen Krypto-Zahlungen sind im bewilligten Schweizer Markt nicht vorgesehen, da anonyme Transaktionen dort ausgeschlossen sind. Eine Sperrung der Domains durch die Gespa ist jederzeit möglich.

Wer hier spielt, spielt auf einer Plattform, die für einen anderen Markt gebaut ist. Die Crypto-Wette, die beworben wird, ist im Schweizer Wettbewerbsrecht kein Argument, sondern ein Nachteil: sie verhindert die Auszahlung auf ein Schweizer Bankkonto, sie verhindert die Identitätsprüfung, sie macht den Gewinn steuerlich zum Problem.

Rabona – ohne Schweizer Bewilligung

Rabona weist keine Schweizer Bewilligung auf und operiert ohne hier geltende Lizenz. Trotz eines beworbenen breiten Wettangebots fehlt jeder Schweizer Schutz. Wer hier wettet, sollte berücksichtigen, dass Bonusversprechen ohne Aufsicht nicht durchsetzbar sind, Auszahlungen auf Schweizer Bankkonten nicht garantiert sind und die Plattform jederzeit gesperrt werden kann.

FortuneJack – ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack besitzt keine Schweizer Bewilligung und somit keine hier anerkannte Lizenz. Das Modell basiert auf Krypto-Auszahlungen, bei denen Schweizer Aufsicht und Spielerschutzmechanismen wie Sperrregister fehlen. Die Domains können von der Gespa jederzeit auf die Sperrliste gesetzt werden.

Coolzino – ohne Schweizer Bewilligung

Coolzino operiert ohne Schweizer Bewilligung und entsprechende Lizenzwirkung. Die Website kann durch die Gespa-Sperrliste für Schweizer Nutzer blockiert werden. Das Wettangebot sowie beworbene Boni und Limits richten sich an andere Märkte und bieten keinen Bezug zum schweizerischen Regulierungsrahmen.

Wettigo – ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo besitzt keine Schweizer Bewilligung und kann nicht auf eine hier wirksame Lizenz verweisen. Die Sperrung der Domains durch die Gespa ist jederzeit möglich, weshalb Spielende sämtliche Risiken ohne den Schutz des Geldspielgesetzes tragen.

Was die acht ausländischen Anbieter gemeinsam haben

Die acht ausländischen Anbieterinnen in dieser Aufstellung haben drei Dinge gemeinsam: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das schweizweite Spielsperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle. Sie unterscheiden sich in Wettangebot, Bonusstrukturen und Auszahlungsmodalitäten, aber diese Unterschiede spielen in einem Markt, der für die Schweiz nicht zugänglich ist. Wer in der Schweiz auf La Liga wetten will, hat genau zwei Adressen. Wer aus den genannten Gründen trotzdem bei einer ausländischen Anbieterin spielt, sollte sich bewusst sein, dass er dort keine Quote und keinen Bonus gewinnt, der die Schweizer Regeln aushebelt – er spielt lediglich ausserhalb ihres Schutzes.

Überblick: warum es in der Schweiz nur zwei Anbieterinnen gibt

Die Primera División ist seit 1929 der spanische Spitzensport. Real Madrid hält die meisten Meistertitel, der FC Barcelona gehört zu den Spitzenreitern, der Punkterekord liegt bei 100 Zählern in einer Saison. Die Liga ist international präsent, TV-Rechte sind global verteilt, und Quoten auf Meister, Torschützenkönig und Auf- oder Abstieg sind auf jedem grösseren Wettmarkt verfügbar – aber nicht in der Schweiz, nicht über jede Anbieterin.

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalterinnen Sportwetten anbieten: Swisslos Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande Jouez Sport für die Westschweiz. Beide sind Grossspiel-Veranstalterinnen im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), beide stehen unter Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Eine ausländische Lizenz – aus Malta, aus Deutschland, von Curaçao – ist hierzulande rechtlich wirkungslos (Art. 4 BGS). Wer bei einer ausländischen Anbieterin spielt, spielt ausserhalb des Schutzes, den die Schweizer Aufsicht bietet: keine Spielsperre, keine Schweizer Auszahlung auf ein Schweizer Bankkonto, keine Schweizer Beschwerdestelle, kantonale Steuerpraxis auf Gewinnen.

Das Wettangebot folgt einer geschlossenen Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Primera División steht auf dieser Liste, ebenso die übliche Wetttyp-Palette (1X2, Über/Unter, Handicap, Eckbälle). Was nicht auf der Liste steht, wird nicht angeboten – Kartenmärkte und Eckbälle stehen ausdrücklich nicht auf der Liste. Wer seinen Lieblingsmarkt sucht und nicht findet, sollte prüfen, ob er auf der Liste steht – nicht ob die Anbieterin ihn anbietet.

Die Wette selbst ist einfach: Einsatz mal Quote. Eine Quote von 2.10 heisst 2.10 Franken Rückzahlung pro Franken Einsatz; bei einem 1X2-Markt mit 2.10 / 3.40 / 3.60 addieren sich die Kehrwerte zu rund 1’064, die Auszahlungsquote liegt bei 0.94, die Marge bei etwa 6 %. Diese Marge ist der Preis der Wette – nicht der Buchmacher, sondern der Mechanismus. Wer sie nicht versteht, versteht nicht, warum die Quote, die er bekommt, nicht die Quote ist, die das Ergebnis widerspiegelt.

Die Rechtslage ist eng, aber nicht undurchdringlich. Wer in der Schweiz wettet, wettet innerhalb eines klaren Rahmens: zwei Anbieterinnen, eine geschlossene Liste, eigene Limiten, eigene Spielsperre, eigene Steuer. Wer diesen Rahmen verlässt, verlässt ihn auf eigene Kosten – nicht strafbar, aber ungeschützt.

Rechtslage: Geldspielgesetz, Gespa und die Sperrliste

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ist seit 1. Januar 2019 in Kraft und regelt, was in der Schweiz als Geldspiel gilt, wer es anbieten darf und wer es beaufsichtigt. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel (Art. 3 lit. c und e BGS) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Die interkantonale Vereinbarung (Geldspielkonkordat, in Kraft seit 1. Januar 2021) legt fest, dass die Kantone die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzen: Swisslos und Loterie Romande.

Ein Orangenbaum mit reifen Früchten wächst an einer weissen Mauer unter blauem Himmel.
Aus der Primera División steigen die letzten drei Mannschaften in die Segunda División ab.

Bewilligung, Verbreitungsgebiet und die zwei Anbieterinnen

Eine Bewilligung für Sportwetten braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS); sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Swisslos bedient die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone. Eine Online-Registrierung braucht Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis im Vertragsgebiet der jeweiligen Anbieterin. Wer in den falschen Kanton zieht, verliert den Zugang – nicht das Recht.

Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieterinnen, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains – eine Liste, die 671 Domains Ende 2025 umfasste und ständig wächst. Ausländische Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Deutschland haben in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); wer in der Schweiz eine ausländische Lizenz nutzt, nutzt sie im Rahmen einer Werbung.

Was gewettet werden darf – die Gespa-Liste

Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10. September 2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) bestimmt, was auf dem Wettschein steht. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsrunden sind nie erlaubt. Eckball- und Kartenmärkte stehen ausdrücklich nicht auf der Liste, ebenso kein Esports-Abschnitt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind verboten (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, vor Spiel und live, wo die Anbieterin eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Die Liste ist die Engstelle. Wer einen Markt sucht und nicht findet, sucht vergeblich – nicht, weil die Anbieterin ihn nicht anbietet, sondern weil die Liste ihn nicht erlaubt. Wer auf eine bestimmte Variante einer Wette setzen will, sollte die Liste prüfen, nicht den Wettschein.

Spielerschutz: Alter, Identität, Limiten, Spielsperre

Sportwetten sind in der Schweiz ab 18 Jahren erlaubt (Gespa); Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Ein Konto pro spielende Person mit verifizierter Identität (Art. 47-52 VGS). Limiten werden vom Spieler, nicht vom Staat gesetzt: die Anbieterin muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS); eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden gesetzlich – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Eine fixe staatliche Einzahlungsobergrenze gibt es in der Schweiz nicht.

Die Spielsperre (Art. 80-82 BGS) ist das zweite Schutzinstrument: Ausschluss überschuldeter oder spielsüchtiger Personen und Selbstsperre, eingetragen in ein geteiltes Register. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielerinnen und Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen getestet, ob Minderjährige Wetten kaufen – 47.5 % von 200 Versuchen waren erfolgreich, was den Verkaufsschutz nicht als streng darstellt.

Zahlungen: Konto im eigenen Namen, keine Anonymität

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) – anonyme oder Crypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Markt nicht. Kredit an Spielerinnen und Spieler ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken eine Anbieterin akzeptiert, ist ihre Sache und ergibt sich aus ihren Bedingungen. Die Schweiz kennt kein Zahlungsblockierungsinstrument gegen nicht bewilligte Wettanbieterinnen – nie so darstellen, als würden Banken oder Karten solches blocken.

Steuern: Freibetrag und Verrechnungssteuer

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen (die ESTV nennt Sportwetten) sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Die Bundesschwelle liegt seit 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle unterscheidet sich, also «je nach Kanton». Über der Schwelle zieht die Anbieterin 35 % Verrechnungssteuer direkt ab; die kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter, also keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.

Gewinne von ausländischen Anbieterinnen unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis (namentlich Thurgau) behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerpflichtiges Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht – nie so darstellen. Wer unsicher ist, fragt den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Werbung und Bonusregeln

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) – also beschreiben, nie bewerben. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 hat sie 24 Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt); Bonusangebote und -bedingungen ergeben sich nur aus den Bedingungen der jeweiligen Anbieterin. Eine Werbezeitbeschränkung tagsüber gibt es nicht. Nie einen Promo-Code abdrucken.

Offshore: ausländische Lizenz ohne Wirkung, Sperrliste

Eine ausländische Lizenz – ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland – entfaltet in der Schweiz keine Rechtswirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu 3 Jahre oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielerin oder der Spieler wird nicht bestraft (BJ), aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS sperren (Art. 86-93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025); gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt («Domain-Hopping» – die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home und nennt bet365 als auf der Liste).

Die ehrliche Einordnung: Offshore bedeutet keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an das Spielsperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, ausländische Gewinne steuerpflichtig nach kantonalem Recht; bewilligt bedeutet voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Anbieterinnen, eine geschlossene Liste, Wohnsitzpflicht und Verifikation. Keine Seite ist «die sichere Wahl» per se.

Häufig gestellte Fragen

Dürfen Schweizer Veranstalter auf die Primera División Wetten anbieten, und was regelt die Gespa-Liste?

Ja, Swisslos und Loterie Romande dürfen Wetten auf die Primera División anbieten, soweit die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen den Wettbewerb und den Wetttyp führt. Die Liste ist seit dem 10. September 2026 in der genannten Fassung die Grundlage; was nicht auf ihr steht, wird in der Schweiz nicht angeboten, selbst wenn ausländische Anbieterinnen es im Programm haben. Da eine ausländische Lizenz hierzulande rechtlich irrelevant ist (Art. 4 BGS), bringt es nichts, wenn Malta oder Curaçao etwas erlauben, das die Gespa nicht erlaubt. Konkret heisst das: 1X2, Über/Unter und Handicap funktionieren, Eckball- und Kartenmärkte nicht, Esports nicht, wenn überhaupt kein entsprechender Wettbewerb auf der Liste steht.

Wie funktioniert eine Meisterwette, und wann wird sie abgerechnet?

Eine Meisterwette wird vor oder während der Saison auf einen Verein platziert, der nach 38 Spieltagen als Erster feststeht. Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich, nicht die Tordifferenz, das kann den Meister entscheiden, wenn zwei Vereine punktgleich sind. Die Wette wird am Ende der regulären Saison abgerechnet, das ist Mitte bis Ende Mai. Was danach passiert, zählt für die Wette nicht: Play-offs um internationale Plätze, Entscheidungsspiele, Titel in Pokalwettbewerben sind alle keine Meisterschaft im Sinne dieser Wette. Wer seine Wette vor Saisonbeginn platziert, bekommt eine höhere Quote als wer im März setzt; wer im März setzt, hat den Vorteil der aktuellen Form. Eine Kombination mit Meisterschaft, Torschützenkönig oder Abstieg kombiniert die Quoten, gewinnt aber nur, wenn jede Voraussage eintrifft.

Wie liest sich eine Torschützenkönig-Quote, und was bedeutet die Marge darin?

Eine Torschützenkönig-Quote ist der Preis zum Gewinn: 3.00 heisst 3.00 Franken Rückzahlung pro Franken Einsatz, der Nettogewinn ist 2.00 Franken. Dahinter steht die implizite Wahrscheinlichkeit: 1 ÷ 3.00 = 33 %, also schätzt die Anbieterin die Wahrscheinlichkeit bei rund einem Drittel. Eine Quote von 10.00 heisst 10 % Wahrscheinlichkeit, eine Quote von 1.50 heisst 67 %. Was in jeder Quote steckt, ist die Marge: bei einem 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) rund 0.94, die Marge also 6 %. Bei einem Torschützenkönig-Markt mit vielen Ausgängen fällt die Marge höher aus, weil die Summe der Kehrwerte grösser ist.

Wie wird der Gewinn bei einer Einzelwette aus Einsatz und Quote berechnet?

Rückzahlung = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Einzelwette von CHF 10 zur Quote 2.10 ist die Rückzahlung CHF 21.00, der Nettogewinn CHF 11.00. Bei einer Kombiwette mit zwei Voraussagen zur Quote 2.10 und 1.80 multiplizieren sich die Quoten zu 3.78, der Nettogewinn ist Einsatz × 2.78. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen auf einmal gespielt, der Einsatz ist höher, die Gewinnmöglichkeit ebenso. Der Mindesteinsatz bei Sporttip beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Weshalb ist ein klarer Favorit kein sicherer Tipp, und was zeigt ein Quotenvergleich?

Ein klarer Favorit verliert öfter, als die Quote vermuten lässt. Real Madrid hat 36 Meistertitel, der FC Barcelona gehört zu den Spitzenreitern, aber jede Saison wird neu gespielt, und jedes Spiel kann kippen. Eine Quote von 1.50 auf den Favoriten heisst 67 % implizite Wahrscheinlichkeit – die restlichen 33 % sind die Möglichkeit des Verlierens. Ein Quotenvergleich zeigt nicht, wer gewinnt, sondern wie viel die Anbieterin auf jedes Ergebnis setzt. Eine Differenz zwischen zwei Anbieterinnen bei demselben Markt ist fast immer Marge, also der eingepreiste Anteil, den die Anbieterin vom Umsatz einbehält. Wer vergleicht, vergleicht die Marge, nicht die Wahrscheinlichkeit – und sieht, dass die Wette auf den Favoriten teurer ist, als sie aussieht.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wie lässt sich eine Spielsperre veranlassen?

Vor der ersten Wette müssen bei Swisslos und Loterie Romande drei Verlustlimiten gesetzt werden: eine für 24 Stunden, eine für sieben Tage und eine für 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Eine Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein. Wer sich sperren lassen will, geht direkt zur Anbieterin oder zu einer anerkannten Suchtberatung – in der Deutschschweiz etwa die Sucht Schweiz, in der Westschweiz Addiction Suisse oder das Réseau francophone des addictions.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»