Tischtennis wetten in der Schweiz 2026: Was erlaubt ist, was es kostet, was schiefläuft

Updated Oktober 2026
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Eine Tischtennisplatte mit Netz in einer leeren Sporthalle, ein heller Ball liegt auf einer Seite, Deckenlicht spiegelt sich im Hallenboden.

Tischtennis ist eine der schnellsten Sportarten, die auf einem Wettschein stehen. Ein Ballwechsel dauert wenige Sekunden, eine Quote kann sich innerhalb eines Aufschlags drehen, und ein Spiel ist nach drei oder vier Sätzen vorbei. Das macht die Sportart für Wettende attraktiv, aber auch tückisch: Wer nicht weiss, dass in der Schweiz nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen, surft schnell auf einer Seite ohne Bewilligung – und riskiert, im Streitfall ohne Schutz dazustehen.

Die Tischtennisplatte ist 2,74 m lang und 1,525 m breit und liegt 76 cm über dem Boden; das Netz ist 15,25 cm hoch.

Stand der Daten: Oktober 18, 2026 – geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip (Version 4.2) und gegen die Liste der Gespa (Eidgenössische Spielbankenkommission und interkantonale Aufsicht) für bewilligte Sportarten und Wetttypen.

Der Spielplan: Welche Turniere überhaupt im Wettprogramm stehen

Tischtennis wird seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch gespielt, der Weltverband ITTF wurde 1926 in Berlin gegründet. Was auf einem Schweizer Wettschein erscheint, ist dadurch vorgegeben, dass die Gespa eine geschlossene Liste führt: nur Veranstaltungen, die dort aufgeführt sind, dürfen überhaupt angeboten werden. Die Liste enthält neben den olympischen Wettbewerben die Weltmeisterschaften, die Europameisterschaften, den World Cup und die World Tour mit den Grand Finals. Was nicht auf der Liste steht, fällt durch – auch wenn der Buchmacher es gerne anbieten würde.

Zwei Tischtennisschläger liegen gekreuzt am Rand einer Platte, daneben ein kleiner weisser Ball.
Im Tischtennis endet ein Satz, wenn ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens 2 Punkten Vorsprung führt.

Die Taktung ist eng. World-Tour-Turniere ziehen sich über das ganze Jahr, dazwischen liegen nationale Meisterschaften, Continental-Cups und die grossen Welttitelkämpfe. Für eine Wette heisst das: Es gibt fast immer ein laufendes Turnier, aber nicht jeder Spieler ist in jeder Woche in Form. Wer auf einen Spieler setzt, der vier Wochen nicht gespielt hat, wettet auf eine Annahme, nicht auf eine Tatsache. Die Qualifikation – also die Ausscheidungsrunden vor dem Hauptfeld – ist auf der Schweizer Liste nur dann bewilligt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt ist; Hauptrunden und Finalphasen sind in der Regel abgedeckt. Frauenwettbewerbe sind ebenfalls nur dann bewilligt, wenn sie auf der Liste stehen.

Was nicht im Programm steht: Qualifying-Spiele ohne Listeneintrag, Trainingsläufe, eSports (eSport figuriert auf der Schweizer Liste nicht als eigene Kategorie), und alles, was kein Sportereignis im Sinne des Gesetzes ist. Die Gespa-Liste ist nicht bloss eine Empfehlung; sie ist die Grenze dessen, was überhaupt angeboten werden darf.

Das Wettangebot der bewilligten Veranstalter

Swisslos Sporttip

Swisslos – die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel – veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung beruht auf der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (in Kraft seit 2020) und dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51). Online teilnehmen kann nur, wer Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet hat: den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, dem Tessin sowie dem Fürstentum Liechtenstein. Aus dem Geschäftsbericht 2025 (publiziert am 13.02.2026) geht hervor, dass Swisslos im Jahr 2025 aus Sportwetten CHF 109 Mio. einnahm – nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Ein stilles Treppenhaus eines Gemeindesportzentrums, durch ein Fenster fällt Nachmittagslicht auf die Stufen.
Ein Tischtennisspiel wird im Punktspielbetrieb im Modus Best of five (3 Gewinnsätze) gespielt, bei grossen Turnieren im Modus Best of seven (4 Gewinnsätze).

Sporttip zeigt vor und während des Spiels Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten und Langzeitwetten sowie Livewetten. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, wertet Swisslos mit Quote 1.00 – der Einsatz wird zurückgegeben, der Gewinn entfällt. Cash-Out ist möglich für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen; Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt und kann den Betrag jederzeit anpassen.

Die Limite: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limite jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer auf Tischtennis wettet, sollte sich bewusst sein, dass auch ein sportlich noch so überlegener Spieler Quotenbewegungen auslöst, die in Sekunden die eigene Wette über die Limite drücken können – das ist bei Livewetten auf eine Sportart mit Ballwechseln im Sekundentakt kein theoretisches Risiko.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport und bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz und Kontaktadresse: Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann bei Jouez Sport kein Online-Konto eröffnen, und umgekehrt; die zwei Veranstalter decken zusammen die Schweiz ab, aber ohne Überlappung.

Jouez Sport bietet das im BGS vorgesehene Programm: Einzel-, Kombi- und Systemwetten auf bewilligte Sportarten und Wetttypen gemäss der Gespa-Liste. Spezifische Cash-Out- oder Livewetten-Bedingungen sind in den allgemeinen Spielregeln formuliert; Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Konto, das auf den Namen des Spielenden lautet – eine Bedingung, die für beide Veranstalter gilt und anonyme oder Krypto-Auszahlungen ausschliesst.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Rechtlich betrachtet haben ausländische Anbieter in der Schweiz schlicht keine Bewilligung. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland hat im Inland keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer bei einem solchen Anbieter spielt, ist nicht kriminell – die Strafnorm zielt auf den Anbieter, nicht den Spielenden –, aber es gibt keinen Schweizer Schutz: keine Verbindung zur Spielsperre-Datenbank, keine kantonale Aufsicht, keine Sicherheit, dass die Auszahlung im Streitfall tatsächlich kommt, und die Gewinne unterliegen je nach Kanton einer anderen Steuerlogik. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains ausländischer Anbieter, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, und blockierte Anbieter tauchen über neue Domains wieder auf (sogenanntes Domain-Hopping – die Gespa nennt hier unter anderem Interwetten und Bet-at-Home, bet365 ist auf der Liste).

Im Ranking dieses Überblicks stehen acht ausländische Anbieter, die Schweizer Spieler im Netz antreffen: Rabona, Betscore, Playzilla, Sportuna, Bettilt, Bruce Bet, Donbet und Rainbet. Sie alle tragen in der Tabelle am Ende dieser Seite den Vermerk «ohne Schweizer Bewilligung». Sie alle werben mit Bonusprogrammen, Boost-Quoten und Live-Streams, die ein bewilligter Veranstalter in dieser Form nicht anbieten darf – Gratisspielguthaben braucht in der Schweiz vorgängig die Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Geschäftsbericht 2025 von Swisslos ist festgehalten, dass die Gespa im selben Jahr 24 Einwilligungen für Gratisspiele an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt hat. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung einzahlt, hat ausserdem keine Garantie, dass die Seite überhaupt noch dieselbe ist, wenn er auszahlen will: Domains verschwinden, neue entstehen, die Sperrliste wird angepasst.

Der Vollständigkeit halber stehen diese Anbieter in der Tabelle. Sie sind nicht «empfohlen», nicht «verboten im Einzelfall» und nicht «eine Alternative für risikofreudige Spieler». Sie sind das, was sie sind: ausländische Seiten, die in der Schweiz nicht bewilligt sind und unter dem Regime des BGS keine Schutzwirkung entfalten.

Welche Wettarten sich aus dem Modus ergeben

Ein Tischtennisspiel wird im Punktspielbetrieb im Modus Best of five (3 Gewinnsätze) gespielt, bei grossen Turnieren im Modus Best of seven (4 Gewinnsätze). Ein Satz endet, sobald ein Spieler 11 Punkte erreicht und mindestens 2 Punkte Vorsprung hat; bei 10:10 wird verlängert, bis die 2-Punkte-Differenz erreicht ist. Im letzten Satz werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler 5 Punkte erreicht hat. Der Aufschlag wechselt nach jeweils 2 Punkten, ab 10:10 nach jedem Punkt.

Daraus ergeben sich Wettmärkte, die auf den ersten Blick plausibel wirken, aber ihre Tücken haben:

Was die Gespa-Liste nicht vorsieht: Wetten auf den nächsten Aufschlag oder den Ausgang eines einzelnen Ballwechsels. Solche Mikromärkte sind auf ausländischen Plattformen verbreitet, in der Schweiz jedoch nicht bewilligt.

Livewetten: warum sich Quoten in Sekunden drehen

Ein Ballwechsel im Tischtennis dauert zwischen vier und fünfzehn Sekunden, der Aufschlag wechselt nach zwei Punkten, ein Satz ist im Schnitt in zehn bis fünfzehn Minuten gespielt. Eine Quote, die vor dem Spiel auf 1.70 für den Favoriten stand, kann nach dem ersten Satz auf 2.40 stehen, wenn der Aussenseiter ihn überraschend gewonnen hat – und wieder zurück auf 1.65, wenn der Favorit im zweiten Satz 6:0 führt. Das ist nicht ein Versagen des Buchmachers, sondern das Wesen einer Livewette: Sie ist ein Preisschild für ein Ereignis, das sich schneller ändert, als ein Wettender es lesen kann.

Bei Sporttip läuft die Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich übertragen wird. Wer ohne Bild wettet, wettet blind auf eine Quote und reagiert auf das, was der Wettschein ihm zeigt. Cash-Out auf einer Livewette ist möglich, aber Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt und kann den Betrag jederzeit anpassen. Wer auf eine Livewette setzt und gleichzeitig einen Cash-Out-Pfad offenhalten will, sollte im Kopf haben: Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn, wenn die Wette durchläuft, und niemand schuldet einem den Cash-Out in dem Moment, in dem man ihn gerne hätte.

Die Gespa kennt keine gesetzliche Einschränkung bestimmter Live-Märkte; was bewilligt ist, ergibt sich aus der Liste der Sportarten und Wetttypen. Für Tischtennis bedeutet das: Vor dem Spiel und live auf den Spielausgang, den Sieger des nächsten Satzes oder eine Punktwette – soweit auf der Liste. Eine Wette auf den nächsten Aufschlag oder einen einzelnen Ballwechsel ist nicht bewilligt.

Bonus, Quotenboost und Kombiboost: was es kostet, was es bringt

Sporttip bietet zwei Mechanismen an, mit denen die Quote über das übliche Niveau steigt: den Quotenboost und den Profitboost. Beide gelten nur online, nur prematch, nur auf Einzelwetten, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen bei einem Cash-Out. Der Quotenboost erhöht die Quote einer Voraussage, der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz.

Der Kombiboost greift bei Kombiwetten mit mindestens vier Voraussagen, jede einzelne Voraussage muss eine Quote von mindestens 1.50 haben: 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Auf den ersten Blick sieht ein 100-%-Bonus bei fünfzehn Voraussagen grosszügig aus; auf den zweiten Blick sind fünfzehn Voraussagen mit Quote ≥ 1.50 fünfzehn Schritte, von denen jeder einzelne schiefgehen kann.

Auf ausländischen Plattformen sind die Werbeversprechen grösser. «100 % Bonus», «risikofreie Wette», «Best Odds garantiert» sind Standardfloskeln. Hinter jeder von ihnen steht eine Klausel: Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist, Höchstgewinn aus dem Bonus, oft eine Liste ausgeschlossener Wettarten. Ein Bonus, der 20-fach umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist, kostet auf einem Markt mit 6 % Marge statistisch 20 × 6 % = 120 % des Bonus – der Bonus wird im Mittel zum Verlustgeschäft. Das ist keine Vermutung, sondern die Konsequenz aus der Marge des Marktes, auf dem er umgesetzt wird.

Verlustlimiten und Spielsperre: der Schutz, der vor der ersten Wette steht

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – die Karenzzeit ist länger als das gesetzliche Minimum von 24 Stunden und bewusst eingebaut, damit eine emotionale Entscheidung am Sonntagabend nicht die ganze Woche regelt. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Die Gesetzgebung schreibt dem Veranstalter vor, mindestens eine maximale Limite für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust zu verlangen (Art. 87 VGS); eine fixe staatliche Obergrenze gibt es in der Schweiz nicht.

Der zweite Schutzmechanismus ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer im Register steht, hat keinen Anspruch auf Auszahlung von Einsätzen oder Gewinnen (Art. 45 BGS). Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Der Veranstalter muss ausserdem eine Selbstausschluss-Pause von bis zu sechs Monaten anbieten (Art. 89 VGS).

Was die Spielsperre nicht ersetzt: ein Testkauf der Gespa 2025 hat an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen einen Minderjährigen eine Sportwette abschliessen lassen. Online ist die Kontrolle strenger, weil Identitätsprüfung und Ausweis-Upload gesetzlich vorgeschrieben sind (Art. 47-52 VGS), aber der Verkaufspunkt bleibt eine Schwachstelle. Wer am Schalter einer Verkaufsstelle steht, sollte wissen, dass die Kontrolle dort weniger zuverlässig ist als am Bildschirm.

Rechtliches: was erlaubt ist, was nicht

Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) definiert Sportwetten als Grossspiel. Sie werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Sitz Bern) beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21-25 BGS); sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Mehr bewilligte Veranstalter gibt es nicht; die Gespa publiziert nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains, kein Verzeichnis weiterer Schweizer Buchmacher, weil es kein solches Verzeichnis geben kann.

Wer als ausländischer Anbieter in der Schweiz Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Wer als Spieler mitmacht, wird nicht bestraft, aber im Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten und wird mit Busse bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS). Diese Seite beschreibt ausländische Anbieter; sie bewirbt sie nicht.

Wetten dürfen nur auf Sportereignisse platziert werden. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind unzulässig. Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Version 10.09.2026) ist die abschliessende Auswahl; was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Für Tischtennis bedeutet das: Damen-Wettbewerbe sind bewilligt, soweit auf der Liste, Herren-Wettbewerbe entsprechend; Jugend-Wettbewerbe sind es in der Regel nicht.

Steuerlich sind Gewinne aus bewilligten Grossspielen bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bund setzt den Freibetrag ab 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), die Kantone setzen eigene Schwellen; oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettender bleibt mit seinen Gewinnen weit unter dem Freibetrag. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis – im Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen behandelt – unterscheidet sich. Eine Wette, die auf einer ausländischen Plattform gewonnen wird, kann in einem Kanton steuerfrei und im nächsten steuerpflichtig sein. Konkrete Zahlen nennt die kantonale Steuerverwaltung oder der Steuerberater; allgemeine Angaben ersetzen das nicht.

Strategie und Vorhersage: warum ein sicherer Tipp nicht existiert

Eine Vorhersage ist eine begründete Annahme über ein zukünftiges Ereignis. Im Tischtennis fliesst in sie ein: die aktuelle Form der Spieler, ihr direkter Vergleich, die Belastung der letzten Wochen, die Tagesform, der Belag, die Spielweise des Gegners, die Bedeutung des Spiels im Turnierverlauf. Aus diesen Bausteinen entsteht eine Erwartung an die Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Ausgangs – nicht der Ausgang selbst.

Die Quote, die ein Buchmacher anbietet, spiegelt seine eigene Erwartung plus seine Marge. Eine Quote von 1.90 auf den Favoriten heisst nicht «der Favorit gewinnt mit 53 % Wahrscheinlichkeit», sondern «der Buchmacher hält nach Marge eine Wahrscheinlichkeit von knapp unter 53 % für angemessen». Wenn die echte Wahrscheinlichkeit bei 55 % liegt, hat die Quote einen Wert; wenn sie bei 51 % liegt, kostet die Quote auf Dauer Geld. Die Differenz ist die Marge, und die Marge ist der Preis des Wettens.

Eine Strategie, die konsequent Quoten dort sucht, wo die eigene Einschätzung über der des Buchmachers liegt, ist arbeitsfähig – aber nicht gewinnend in dem Sinn, dass jede Wette gewinnt. Sie ist gewinnend im statistischen Mittel, über viele Wetten, mit strikter Einsatzdisziplin. Einsatzdisziplin heisst: ein fester Prozentsatz des Budgets pro Wette, kein Erhöhen nach Verlusten, kein «Nachsetzen». Wer nach einer verlorenen Wette den Einsatz verdoppelt, um den Verlust zurückzuholen, spielt ein System mit exponentiellem Risiko und erreicht die obere Einsatzlimite von Sporttip (CHF 1’000 pro Einzel-/Kombiwette) in wenigen Runden.

Ein weiterer Punkt, der gerne übersehen wird: Tischtennis wird nicht in einer Liga mit klarer Hierarchie gespielt, sondern in einem internationalen Wettkampfsystem, in dem Spitzenspieler aus Asien, Europa und inzwischen Lateinamerika aufeinandertreffen. Eine Weltrangliste ist ein Anhaltspunkt, keine Prognose. Spieler, die auf der ITTF-Tour seit Wochen kaum gespielt haben, können in der Weltrangliste noch weit oben stehen, aber die Form ist eine andere als vor der Pause. Wer seinen Tipp allein auf die Rangnummer stützt, ignoriert die Hälfte der Information, die öffentlich verfügbar ist.

Schliesslich: Wetten auf das nächste Turnier «just for fun» sind erlaubt, aber die Aufzeichnungen der Spieler und die Quote entwickeln sich auch während des Turniers. Wer nach der ersten Runde merkt, dass der eigene Favorit ausschieden ist, hat einen Wettschein, dessen Wert jetzt nahe null ist. Die Livewette auf den verbleibenden Spieler ist dann keine Rettung, sondern eine neue Wette – und unter dem Strich zählt die Marge der neuen Wette, nicht die der alten.

Einsatz und Marge: was eine Quote wirklich bedeutet

Eine illustrative Rechnung: In einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 / 1.90 wäre die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0’526, also rund 52.6 % aller Einsätze. Die Marge wäre 100 % − 52.6 % ≈ 47.4 %. Das heisst: Auf lange Sicht behält der Buchmacher von jedem Franken Einsatz etwa 47 Rappen, die Wettenden teilen sich die übrigen 53 Rappen. Bei einer Quote 1.85 / 1.85 wäre die Marge etwa 45.4 %; bei 1.70 / 2.20 läge sie bei rund 4-5 %, je nach Verteilung der Wahrscheinlichkeiten. Das ist die Mathematik hinter jeder Wette: Eine niedrige Marge auf einem Markt mit klarer Favoritenrolle ist «günstiger» als eine hohe Marge auf einem ausgeglichenen Markt.

Übertragen auf Tischtennis: Bei Livewetten, die in Sekunden neu berechnet werden, schwankt die Marge je nach Marktbreite und Liquidität. Auf einem Spiel der Weltspitze, an dem viele Wetten zusammenkommen, ist die Marge tendenziell enger als auf einem Spiel der zweiten Reihe, auf dem nur wenige Wetten den Preis bestimmen. Konkrete Margen nennt Swisslos nicht; sie sind aus den angebotenen Quoten rekonstruierbar, aber nicht offengelegt. Wer die Marge einer konkreten Wette kennen will, rechnet sie selbst nach – oder vergleicht die Quoten mehrerer Anbieter.

Die bewilligten Veranstalter im Vergleich

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsgrundlage
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Rabona ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betscore ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bettilt ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Donbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Tabelle trägt zwei Informationen: Wer eine Bewilligung hat und auf welcher Grundlage. Sie sagt nicht, welcher Anbieter «besser» ist – das hängt davon ab, was gesucht wird. Wer eine bewilligte Wette auf ein Tischtennis-Match platzieren will, kommt an Swisslos oder Loterie Romande nicht vorbei. Wer mit einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Schutz, ohne Verbindung zur Spielsperre-Datenbank und ohne Sicherheit, dass die Auszahlung im Streitfall tatsächlich kommt.

Häufige Fragen zu Tischtennis-Wetten in der Schweiz

Sind Wetten auf Tischtennis in der Schweiz verboten, oder sind sie bei Swisslos und Loterie Romande möglich?

Tischtennis-Wetten sind in der Schweiz nicht generell verboten, aber nur die zwei interkantonal bewilligten Veranstalter dürfen sie anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein sowie die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen. Alle anderen Anbieter sind in der Schweiz nicht bewilligt, eine ausländische Lizenz hat im Inland keine Wirkung (Art. 4 BGS).

Steht Tischtennis mit seinen Turnieren auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten?

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS); aktuelle Version 10.09.2026. Tischtennis ist mit den grossen Turnieren (Welt- und Europameisterschaften, World Cup, World Tour, Grand Finals) und mit olympischen Wettbewerben vertreten. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden; Qualifying-Runden und Frauenwettbewerbe nur, wenn ausdrücklich aufgeführt.

Welche Wettarten ergeben sich aus dem Modus Best of five und Best of seven?

Im Best of five wird ein Spiel über drei Gewinnsätze entschieden, im Best of seven über vier. Daraus folgen Märkte auf den Sieger (3:0, 3:1, 3:2 im Best of five; 4:0 bis 4:3 im Best of seven), auf die Gesamtzahl der Sätze (über/unter), auf Satzwetten mit Handicap sowie auf den Ausgang des nächsten Satzes im Livebereich. Mikromärkte auf den nächsten Ballwechsel oder den nächsten Aufschlag sind auf der Gespa-Liste nicht vorgesehen und dürfen in der Schweiz nicht angeboten werden.

Wie lässt sich eine Vorhersage begründen, und warum gibt es keine sichere Strategie?

Eine Vorhersage stützt sich auf die aktuelle Form, den direkten Vergleich, die Belastung der letzten Wochen, den Belag, die Tagesform und die Bedeutung des Spiels im Turnier. Eine Strategie, die Quoten dort sucht, wo die eigene Einschätzung über der des Buchmachers liegt, kann im statistischen Mittel über viele Wetten funktionieren – vorausgesetzt, die Einsatzdisziplin ist strikt. Eine «sichere» Strategie, die jede Wette gewinnt, gibt es nicht; die Marge des Marktes sorgt dafür, dass auf Dauer der Buchmacher profitiert, wenn die Wettenden nicht konsequent bessere Einschätzungen haben.

Was bedeutet die Marge, und wie wirkt sie sich auf Livewetten bei kurzen Ballwechseln aus?

Die Marge ist der Anteil der Einsätze, den der Buchmacher auf Dauer behält. In einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 / 1.90 ergibt sich rechnerisch eine Marge von rund 47 %, weil 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 52.6 % als Auszahlungsquote übrig bleiben. Auf Livewetten mit kurzen Reaktionszeiten – Tischtennis-Ballwechsel dauern wenige Sekunden – entscheidet die Marge, wie viel ein Wettender verliert, wenn er zwar ein Spiel richtig tippt, aber konsequent auf zu kleinen Quoten sitzt. Niedrige Margen sind günstiger als hohe, und das gilt für Livewetten noch mehr als für Prematch-Wetten.

Wie funktionieren Verlustlimiten und Spielsperre bei den bewilligten Veranstaltern?

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000), eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu kommt eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Die Spielsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich; eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten und nur mit Einbezug einer Fachstelle aufgehoben werden.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»