Unentschieden vorhersagen bei Schweizer Sportwetten

Updated Oktober 2026
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Zwei Fussballschuhe stehen nebeneinander auf einer Holzbank in einer leeren Umkleidekabine.

Oktober 18, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsregister und die Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Unentschieden wirkt wie der ruhigste Ausgang eines Fussballspiels. Es hat keine dramatische Pointe, kein Siegtor in der Nachspielzeit, und die Quote dafür ist im Dreiweg-Markt meistens die dritte Zahl. Genau diese Ruhe ist der Grund, warum Unentschieden-Vorhersagen bei Wettenden beliebt sind: eine höhere Quote als der Favoritensieg, eine niedrigere als der Aussenseiter, und die Hoffnung, dass ein «wahrscheinliches» Remis sich mit Statistik und Form absichern lässt. Was dabei übersehen wird: das Remis ist im Buchmachersinn keine besondere Wette, sondern ein Drittel des Marktes, und seine Quote enthält denselben Margenaufschlag wie jede andere. Wer eine Unentschieden-Vorhersage baut, baut sie gegen die Marge des Veranstalters, mit zwei Ausgängen als Konkurrenz.

In der Schweiz ist die Lage noch enger. Nur zwei Veranstalter dürfen Sportwetten überhaupt anbieten — Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jeder deckt seinen Sprachraum ab, und das Wettprogramm jedes Veranstalters folgt der Gespa-Liste der bewilligten Wettarten. Wer eine Vorhersage-App aus dem Ausland nutzt oder bei einem offshore-Anbieter spielt, verlässt diesen Rahmen. Im Folgenden erfahren Sie, wie eine Vorhersage auf Unentschieden entsteht, warum sie auch bei häufigen Remis-Serien kein sicherer Tipp ist, und was die Schweizer Bewilligungslage für die Wahl des Veranstalters bedeutet.

Was eine Unentschieden-Vorhersage im Dreiweg-Markt eigentlich ist

Im Dreiweg-Markt 1X2 steht das Unentschieden an der mittleren Stelle — Heimsieg (1), Remis (X), Auswärtssieg (2). Die Quote dafür liegt fast immer zwischen den beiden anderen. Der Markt wird als ganzes bewertet, nicht jede Quote für sich: der Buchmacher baut alle drei so, dass ein bestimmter Anteil der Einsätze bei ihm bleibt, und der Anteil heisst Marge. Eine Quote von 3.40 für das Unentschieden heisst nicht «34 Prozent Wahrscheinlichkeit», sondern 29.4 Prozent Auszahlungsanteil an dieser einen Stelle — alles andere hängt an den Quoten für 1 und 2.

Ein Rasenspielfeld bei Sonnenaufgang, die Mittellinie verläuft quer durchs Bild und Tau glitzert auf dem Gras.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Eine Vorhersage auf Unentschieden lässt sich nur als Vorhersage auf den ganzen Markt lesen. Wer die Remis-Quote isoliert betrachtet, sieht eine Zahl, die ihm grösser vorkommt als die Heimsieg-Quote, und schliesst daraus auf einen «vergessenen» Ausgang. Das ist ein häufiger Fehler. Die Quote für X entsteht aus den Quoten für 1 und 2, nicht umgekehrt. Was sich aus der Remis-Quote ablesen lässt, ist die implizite Wahrscheinlichkeit 1 geteilt durch die Quote, also bei 3.40 ungefähr 29.4 Prozent — und diese Zahl ist bereits um die Marge bereinigt niedriger als die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, weil das Remis nur ein Drittel eines Marktes ist, dessen zwei andere Drittel ähnlich verzerrt sind.

Wer die Vorhersage ernst nimmt, prüft sie gegen das, was wirklich stattfindet: wie oft endet dieses Team zu Hause unentschieden, wie oft der Gegner auswärts, wie oft in direkten Duellen, und in welcher Phase der Saison. Diese Zahlen stehen in den Statistiken der Ligen, nicht in der Wettquote. Die Quote ist das, was der Veranstalter dafür zahlt; die Statistik ist das, was passiert ist.

Wie eine Vorhersage aus Form, Statistik und Quoten entsteht

Eine Einschätzung zum Unentschieden baut auf drei Beinen, und jedes wird anders belastet.

Eine leere Ersatzbank unter einem schmalen Dach am Rand eines Dorfsportplatzes, dahinter ein Holzzaun.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Form der letzten Spiele sagt, in welcher Verfassung ein Team gerade ist. Eine Mannschaft, die drei Spiele in Folge gewonnen hat, tendiert nicht zum Remis, und eine, die vier Spiele in Folge verloren hat, ebensowenig — sie verliert eher wieder, als dass sie einen Punkt holt. Spannend wird die Form, wenn sie unklar ist: ein Team mit zwei Unentschieden in den letzten vier Spielen, ein anderes mit Sieg-Niederung-Sieg-Unentschieden, und das direkte Duell zeigt ebenfalls eine Neigung zu Remis. In dieser Konstellation steigt die Vorhersage-Wahrscheinlichkeit für ein Unentschieden über den reinen Ligadurchschnitt.

Die Statistik liefert den Hintergrund. Remis-Quoten zwischen 20 und 30 Prozent sind im Spitzenfussball üblich, weil ein Teil der Spiele taktisch offen bleibt. Wichtig ist nicht die Quote einer Liga, sondern die spezifische: ein Team, das zu Hause in acht von dreissig Saisonspielen unentschieden spielt, hat eine Heimsieg-Unentschieden-Niederlage-Verteilung von etwa 27 Prozent Remis, und ein anderes, das auswärts in fünf von fünfzehn Spielen remisiert, kommt auf 33 Prozent. Solche Zahlen sind nicht exakt, aber sie grenzen die Vorhersage ein.

Die Quote schliesslich ist das, was am Ende gezahlt wird. Liegt sie deutlich über dem, was Form und Statistik zusammen erwarten lassen, hat die Vorhersage einen Wert. Liegt sie auf oder darunter, zahlt der Veranstalter weniger als das Risiko. Das ist der einzige Punkt, an dem aus einer Vorhersage überhaupt eine Wette wird.

Warum eine hohe Remis-Quote kein sicherer Tipp ist

Die Quote für ein Unentschieden ist hoch, weil das Unentschieden seltener ist als ein Heimsieg. Eine Quote von 3.40 entspricht ungefähr 29 Prozent impliziter Wahrscheinlichkeit — drei von zehn solchen Spielen enden tatsächlich unentschieden, sieben nicht. Wer bei jeder Quote von 3.40 oder höher auf das Remis setzt, wettet gegen eine Realität, in der das Remis nicht eintritt. Dass die Quote hoch ist, ist die Art des Marktes, nicht ein Zeichen, dass der Veranstalter dieses Ergebnis «übersieht». Das Ergebnis ist systematisch das dritte, und der Preis dafür ist ein Preis für ein Drittel des Marktes.

Was eine Serie ohne Remis bedeutet — und was nicht

Ein Team, das zehn Spiele in Folge nicht unentschieden gespielt hat, wirkt wie ein Kandidat für ein Remis. Die Statistik sagt das Gegenteil. Eine lange Serie ohne Remis ist eine Beschreibung der Vergangenheit, keine Vorhersage für das nächste Spiel. Mannschaften, die strukturell wenig unentschieden spielen, tun das auch im elften Spiel eher nicht, und Mannschaften, die strukturell oft unentschieden spielen, scheren nicht aus, nur weil die letzten Spiele Siege oder Niederlagen waren. Wer auf das «fällige» Remis wettet, wettet auf ein Muster, das die Statistik nicht stützt.

Wie die Schweizer Bewilligungslage die Wahl des Veranstalters bestimmt

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten durchführen: Swisslos und die Loterie Romande. Beide haben eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), beide werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht, beaufsichtigt. Es gibt keine dritte Grossspielbewilligung für Sportwetten, und die Gespa publiziert auch keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Was es gibt, ist eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren — Stand Ende 2025 sind es 671 Domains.

Swisslos Sporttip und sein Vertragsgebiet

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel) veranstaltet die Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Swisslos-Konto eröffnen; wer im Welschland wohnt, nicht. Die Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, ein Ausweisdokument, das hochgeladen und gegen Adressdatenbanken geprüft wird, die Vollendung des 18. Lebensjahres und das Fehlen einer Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Loterie Romande Jouez Sport und die Westschweiz

Die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne) betreibt ihre Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Konto bei jeux.loro.ch eröffnen; wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, nicht. Für beide Veranstalter gilt: das Konto ist an den Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet gebunden.

Was die Gespa-Liste der bewilligten Wettarten bedeutet

Was gewettet werden darf, regelt nicht der Veranstalter allein, sondern die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Erlaubt sind Wetten auf Sportereignisse, nicht auf Wetter, Politik oder TV-Shows. Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie in der Liste stehen; Frauenwettbewerbe sind nur erlaubt, wenn sie in der Liste stehen; Ranglistenwetten sind erlaubt, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind nie erlaubt. Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine eigene Esports-Sektion — was nicht in der Liste steht, wird von den beiden Veranstaltern auch nicht angeboten.

Ausländische Anbieter und ihre Situation in der Schweiz

Anbieter wie BassBet, Rainbet, 20Bet, 1xBet, Gamdom, bet-at-home, X3Bet und Betscore besitzen keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder — wie im Fall von X3Bet — aus Tobique (Kanada) hat in der Schweiz keine rechtliche Kraft, weil das BGS in Art. 4 klarstellt, dass eine Bewilligung nur in der Schweiz gilt. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, hat keinen Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keinen Schweizer Rekursweg, und im Fall einer Strafverfolgung gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Die Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist eine Busse von bis zu CHF 500’000 wert (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS); das gewerbsmässige Anbieten ohne Bewilligung wird mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft (Art. 130 BGS). Wer in der Schweiz wettet, wettet also rechtlich am Rand, sobald der Veranstalter nicht Swisslos oder Loterie Romande heisst.

Verlustlimiten, Spielsperren und Spielerschutz

Die Schweiz setzt Spielende nicht unter eine staatliche Einzahlungssperre. Was sie verlangt, ist, dass der Veranstalter vor der ersten Wette selbst gesetzte Verlustlimiten einfordert (Art. 87 VGS). Wer bei Sporttip spielt, muss vor der ersten Wette eine Tages-, Wochen- und Monatslimite setzen, und zwar für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze für Erwachsene liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — nicht nach 24 Stunden, wie es das Gesetz als Mindestwert vorsieht, sondern nach den eigenen, strengeren Bedingungen von Swisslos. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Die Spielsperre funktioniert in zwei Schritten. Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage blockieren — eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Wer sich unbefristet sperren lässt, wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch für Casinos inklusive Online-Casinos und in Liechtenstein gilt. Eine selbst gesetzte Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), und nur mit Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS).

Diese Regeln greifen nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, kennen die Schweizer Verlustlimiten nicht und bieten den Selbsttest der Fachstellen nicht an. Für jemanden, der mit seinem Spielverhalten hadert, ist der Unterschied zwischen einem bewilligten Veranstalter und einem offshore-Anbieter nicht eine Frage der Quote, sondern eine Frage dessen, wer mithelfen kann, das Spiel zu stoppen.

Wett-Apps und Vorhersage-Apps: was bei Swisslos und Loterie Romande geht

Wer in der Schweiz auf Unentschieden tippt, kann das online über die App des Veranstalters tun. Sporttip ist über die App auf iOS und Android erreichbar; Wetten, die in der App zusammengestellt werden, können auch per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden. Die Loterie Romande bietet Jouez Sport über jeux.loro.ch an. Beide Apps sind die direkte Verlängerung des bewilligten Veranstalters, nicht ein Drittanbieter.

Vorhersage-Apps aus dem Ausland, die Tipps, Quotenvergleiche oder KI-gestützte Prognosen liefern, sind in der Schweiz weder bewilligt noch an die Schweizer Aufsicht angeschlossen. Sie können legal betrieben werden, soweit sie nur Analysen veröffentlichen und keine Wetten vermitteln. Sobald sie aber als Plattform für Schweizer Wettkunden auftreten oder gar selbst Wetten annehmen, bewegen sie sich im Raum der Art. 74 und 130 BGS. Wer eine Vorhersage-App nutzt, sollte also prüfen, ob sie nur Informationen liefert oder ob sie ein Wettkonto bei einem nicht bewilligten Anbieter eröffnet — der Unterschied ist auf dem Bildschirm oft klein und rechtlich gross.

Wie der Gewinn einer Wette auf Unentschieden berechnet wird

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei einer Einzelwette auf Unentschieden mit Einsatz CHF 10 und Quote 3.40 sind das CHF 34 Bruttogewinn, also CHF 24 Nettogewinn nach Abzug des Einsatzes. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, und der Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Bei einer Livewette gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreten des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheidung — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist keine Marge, sondern eine Spielregel; wer nach dem Tor tippt, wettet nicht mehr, sondern lässt sich den Einsatz zurückgeben.

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Im Rahmen eines Turniers gilt eine abgesagte Partie in der Regel als nachholbar; Swisslos entscheidet das im Einzelfall.

Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und Quotenlimits

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt die Mindestquote für eine Einzelwette oder für die Gesamtquote einer Kombiwette bei 1.10; die maximale Quote für eine einzelne Voraussage beträgt 100’000.

Eine Kombiwette bei Jouez Sport umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Quotenboosts, Kombiboost und Cash-Out

Bei Sporttip lassen sich Quotenboosts und Profitboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage nutzen. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Sporttip-Kombiboost gilt ebenfalls nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Cash-Out selbst funktioniert bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der ausgezahlte Betrag ist tiefer als der mögliche spätere Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten — eine Garantie für jeden Markt gibt es nicht. Bei Bonuswetten ist der Cash-Out in der Regel blockiert; der Boost verfällt beim Cash-Out ohnehin.

Die Marge im Dreiweg-Markt als Band

Der Quotenschlüssel eines Marktes ist die Auszahlungsquote — der Anteil aller Einsätze, den der Veranstalter über alle Ausgänge hinweg zurückzahlt. Die Marge ist das, was übrig bleibt. Für einen Markt mit den Quoten 1.90 für 1, 3.40 für X und 4.20 für 2 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der drei Quoten. Wer das nicht im Kopf rechnen will: bei einem ausgeglichenen Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 für zwei Ausgänge (beispielsweise die Doppelte Chance 1X) liegt die Auszahlungsquote bei rund 105.3 Prozent, weil 1 durch (1/1.90 + 1/1.90) etwa 0.95 ergibt. Bei zwei Ausgängen mit gleicher Quote zahlt der Markt also mehr als 100 Prozent zurück — und die Marge wird negativ, der Veranstalter verliert Geld.

Was heisst das für die Praxis? Bei einem typischen Dreiweg-Markt im Spitzenfussball liegt die Marge in einer Bandbreite von etwa 4 bis 8 Prozent — Auszahlungsquoten also zwischen rund 92 und 96 Prozent. Das ist weniger, als viele Wettende annehmen, aber immer noch ein Aufschlag, der über viele Wetten das Ergebnis bestimmt. Wer regelmässig wettet, gibt einen nennenswerten Anteil seines Einsatzes an die Marge ab, bevor einzelne Treffer oder Fehlschläge das Ergebnis verändern. Bei Spielen mit klarerer Favoritenlage ist die Marge oft niedriger, weil die Quoten besser austariert sind; bei ausgeglichenen Spielen mit hoher X-Quote steigt die Marge, weil der Veranstalter das Remis als Risiko-Ausgleich teurer verkauft.

Das ist der Punkt, an dem die Vorhersage kippt: nicht die einzelne Quote entscheidet, sondern das Verhältnis zum Rest des Marktes. Eine X-Quote von 3.40 in einem Markt mit 1.45 / 4.50 ist enger kalkuliert als eine X-Quote von 3.40 in einem Markt mit 1.70 / 5.50, und beide haben eine andere Marge. Wer nur die Remis-Quote betrachtet, sieht den Preis, nicht das Geschäft.

Steuerliche Lage für Wettgewinne

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen — wozend das ESTV Sportwetten zählt — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundeshöchstbetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; der kantonale Höchstbetrag unterscheidet sich je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für die meisten Wettenden ist das irrelevant: ein typischer Gewinn auf Unentschieden liegt weit unter dem Freibetrag, und es fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht.

Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern sieht die Sache anders aus. Sie unterliegen keiner Verrechnungssteuer, dafür aber der kantonalen Steuerpraxis. Im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen behandelt. Wer bei einem offshore-Anbieter spielt und Gewinne nicht deklariert, läuft Gefahr, eine Steuerrechnung zugestellt zu bekommen, die er nicht kommen sieht. Die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater weiss, wie der jeweilige Kanton das handhabt.

Wettprogramm und Mechanik für die Dreiweg-Wette

Das Wettprogramm von Sporttip folgt der Gespa-Liste und ist nach Sportarten und Wettbewerben gegliedert. Für jedes Spiel wird der Dreiweg-Markt 1X2 angeboten, mitunter mit asiatischem Handicap und Über/Unter-Wetten. Eckball-, Karten- und bestimmte Spielermärkte sind nicht zugänglich — sie stehen nicht in der Gespa-Liste und werden darum auch nicht angeboten. Bei Livewetten wird das Programm fortlaufend aktualisiert; das Cash-Out-Angebot ist nicht für jeden Markt garantiert. Das Remis als Wettausgang ist überall verfügbar, wo das Spiel im Dreiweg-Markt angeboten wird, und es folgt derselben Auswertung wie die anderen beiden Ausgänge.

Eine Besonderheit bei Sporttip: voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung — etwa die Wette auf den Sieger kombiniert mit der Wette auf das erste Tor — werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos eine solche Kombination versehentlich ohne Bet-Builder an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist keine Marge, sondern eine Regel gegen Mehrfachverwendung desselben Ereignisses.

Zahlungen und Auszahlungen

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein kaufen, Mindestbetrag CHF 20, in 30 Tagen höchstens CHF 10’000, und der Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Auszahlungen von Gewinnen und Spielguthaben erfolgen ausschliesslich auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Anonyme Auszahlungen, Auszahlungen auf Konten Dritter oder in Kryptowährungen sind im bewilligten Schweizer System nicht möglich. Eine Kreditierung an Spieler — also das Gewähren eines Darlehens, mit dem gewettet werden soll — ist gemäss Art. 75 Abs. 1 BGS verboten. Wer mit ausländischen Anbietern spielt, muss sich an deren Zahlungsbedingungen halten, die nichts mit dem Schweizer Rahmen zu tun haben.

Einordnung der Schweizer Veranstalter

Anbieter Status Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligt Schweizer Grossspiel
Loterie Romande Bewilligt Schweizer Grossspiel
BassBet Ohne Bewilligung Keine gültige Lizenz
Rainbet Ohne Bewilligung Keine gültige Lizenz
20Bet Ohne Bewilligung Keine gültige Lizenz
1xBet Ohne Bewilligung Keine gültige Lizenz
Gamdom Ohne Bewilligung Keine gültige Lizenz
bet-at-home Ohne Bewilligung Keine gültige Lizenz
X3Bet Ohne Bewilligung Tobique (Kanada)
Betscore Ohne Bewilligung Keine gültige Lizenz

Swisslos Sporttip

Swisslos (Veranstalterin: SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel) ist die grössere der beiden bewilligten Veranstalterinnen und bedient die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste und enthält alle im Rahmen erlaubten Sportarten und Wettarten; das Remis im Dreiweg-Markt ist in jeder Fussballpartie verfügbar. Die Quotenstruktur ist solide; die Marge im Dreiweg-Markt liegt üblicherweise in der unteren Hälfte des typischen Bands. Sporttip kombiniert Prematch- und Livewetten mit Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten; ein teilweises Cash-Out ist nicht möglich. Der Kombiboost belohnt Viele-Voraussagen-Spieler mit bis zu 100 Prozent Bonus auf den Nettogewinn, verlangt aber Quote 1.50 pro Voraussage. Die Auszahlung erfolgt automatisch bis CHF 1’000 auf das Wallet, darüber innert 3 Arbeitstagen auf das Bankkonto; eine 3-Prozent-Kommission ab der dritten Auszahlung pro Jahr ist der einzige Kostenpunkt. Für Wettende im Vertragsgebiet ist Sporttip die einzige seriöse Adresse — alles andere spielt sich rechtlich im Graubereich ab.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande (Veranstalterin: Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne) bedient mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Das Wettprogramm ist mit Sporttip vergleichbar, ebenfalls entlang der Gespa-Liste, mit identischem Regelwerk für Remis-Wetten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, das Multiple-Cap bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Mindestquote pro Voraussage und Gesamtquote liegt bei 1.10, die maximale Quote bei 100’000. Für Wettende im Welschland ist Jouez Sport die einzige bewilligte Adresse.

BassBet, Rainbet, 20Bet, 1xBet, Gamdom, bet-at-home, X3Bet, Betscore

Diese acht Anbieter besitzen keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder — bei X3Bet — aus Tobique (Kanada) hat in der Schweiz keine rechtliche Kraft (Art. 4 BGS). Die Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, kennen die Schweizer Verlustlimiten nicht und bieten im Streitfall keinen Schweizer Rekursweg. Ihre Domains können in die Sperrliste aufgenommen und per DNS blockiert werden — Stand Ende 2025 listet die Gespa 671 Domains. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, spielt rechtlich am Rand und ohne den Schutz des BGS. Die Seite beschreibt diese Anbieter, weil Schweizer Wettende ihnen im Internet begegnen; empfehlen lässt sich keiner von ihnen. Das Wettprogramm ist breiter als das der Schweizer Veranstalter — Corner, Karten, Spielerwetten, Esports —, aber es ist in der Schweiz nicht erlaubt, und der Preis dafür ist der Verlust des Schweizer Schutzes.

Wie eine Remis-Vorhersage in der Praxis entsteht

Eine Vorhersage auf Unentschieden folgt drei Schritten, und jeder Schritt verlangt eine andere Quelle.

Im ersten Schritt wird die Form geprüft. Wie hat das Heimteam die letzten fünf Spiele bestritten — wie viele Siege, Niederlagen, Remis? Wie das Auswärtsteam? Wenn beide Teams in den letzten Spielen wiederholt unentschieden gespielt haben, steigt die Vorhersage-Wahrscheinlichkeit. Eine reine Siegesserie beim Heimteam und eine Niederlagenserie beim Auswärtsteam drücken die Remis-Wahrscheinlichkeit; ein Heimteam mit Punktverlusten in drei der letzten vier Spiele und ein Auswärtsteam mit Punktgewinnen in drei der letzten vier Spielen deuten auf eine offene Partie hin.

Im zweiten Schritt wird die Statistik beigezogen. Wie oft spielt das Heimteam zu Hause unentschieden, wie oft das Auswärtsteam auswärts? Liegt der Wert beider Teams über 30 Prozent, ist das ein Hinweis auf eine Remis-affine Konstellation. Liegt der Wert beider Teams unter 20 Prozent, ist es das Gegenteil. Die direkten Duelle liefern einen dritten Anker: ein Team, das in den letzten sechs direkten Duellen viermal unentschieden gespielt hat, hat eine strukturelle Affinität zum Remis in diesem Matchup.

Im dritten Schritt wird die Quote geprüft. Liegt die Remis-Quote deutlich über dem, was die Form und die Statistik zusammen erwarten lassen — etwa 3.60 statt der statistisch erwarteten 3.20 —, hat die Wette einen Wert. Liegt sie auf oder unter dem statistischen Wert, zahlt der Veranstalter weniger als das Risiko, und die Vorhersage bleibt eine Vorhersage. Was nicht berechnet werden kann, ist der Spielverlauf: ein Platzverweis in der zwanzigsten Minute, ein Eigentor in der Nachspielzeit, ein gehaltener Elfmeter — all das lässt sich aus Form und Statistik nicht ableiten.

Was eine Wette kostet — und was sie nicht kostet

Eine Wette auf Unentschieden kostet den Einsatz, und sie kostet den erwarteten Verlust durch die Marge. Bei einer Marge von 5 Prozent verliert der Wettende auf lange Sicht 5 Prozent seines Einsatzes. Das ist nicht zu vermeiden, ausser durch eine Quote, die über dem statistischen Wert liegt. Wer systematisch auf Remis setzt, weil das Remis eine hohe Quote hat, verliert trotzdem, weil die Marge jede Wette schmälert. Die Marge ist der Preis, den der Wettende an den Veranstalter zahlt, und sie ist unsichtbar in der einzelnen Quote, sichtbar erst in der Rechnung über hundert Wetten.

Eine Wette kostet auch die Selbstkontrolle. Eine Serie verlorener Wetten ist kein Grund, den Einsatz zu erhöhen. Die Quote bleibt dieselbe, das Risiko bleibt dasselbe, und das Geld auf dem Konto ist schneller weg als gedacht. Wer mit dem Verlust einer Wette nicht umgehen kann, hat bereits zu viel gesetzt. Die bei Sporttip gesetzten Verlustlimiten sind nicht als technische Spielerei zu verstehen, sondern als Werkzeug, das vor der ersten Wette steht und nicht überschritten werden darf.

Wann eine Remis-Wette sinnvoll ist — und wann nicht

Eine Remis-Wette ist sinnvoll, wenn die Quote den Wert der Vorhersage übersteigt. Das ist der einzige Grund, der zählt. Sie ist nicht sinnvoll, weil das Heimteam zu Hause oft unentschieden spielt (das drückt die Vorhersage-Wahrscheinlichkeit, hebt aber nicht die Quote). Sie ist nicht sinnvoll, weil das Spiel zwischen zwei ähnlich starken Teams stattfindet (ähnliche Stärke heisst nicht Remis, sondern 50/50 zwischen Sieg und Niederlage). Sie ist nicht sinnvoll, weil das Wetter schlecht ist oder der Platz nass (das ist ein Faktor für wenige Tore, nicht für das Remis).

Eine Remis-Wette ist auch dann nicht sinnvoll, wenn der Wettende sie als «sicheren» Ausgang versteht. Es gibt keinen sicheren Ausgang in einem Dreiweg-Markt; jedes Spiel endet in einem der drei Ergebnisse, und der Veranstalter kalkuliert die Quoten so, dass er auf alle drei vorbereitet ist. Wer das Remis als sicheren Ausgang wettet, wettet gegen die Realität und zahlt dafür die Marge, ohne den Wert der Vorhersage zu ernten.

Häufig gestellte Fragen zu Unentschieden-Vorhersagen

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens, und wie lässt sie sich aus der Quote ableiten?

Aus einer Quote lässt sich die implizite Wahrscheinlichkeit ableiten, indem man 1 durch die Quote teilt — bei Quote 3.40 ergibt das etwa 29.4 Prozent. Diese Zahl ist die Wahrscheinlichkeit, die der Veranstalter in seine Quote eingepreist hat, nicht die tatsächliche Wahrscheinlichkeit des Spielausgangs. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit lässt sich nur aus der Statistik ableiten: wie oft spielt das Heimteam zu Hause unentschieden, wie oft das Auswärtsteam auswärts, wie oft in direkten Duellen. Eine Remis-Quote ist erst dann ein Hinweis auf eine «vergessene» Wette, wenn sie deutlich über dem statistisch erwarteten Wert liegt.

Zählt bei einer Wette auf Unentschieden die reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit — im Fussball also 90 Minuten zuzüglich Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf das Remis nach 90 Minuten wettet, wettet auf den Ausgang nach Ablauf der Nachspielzeit, nicht auf den Ausgang nach Verlängerung. Bei einem Spiel, das in die Verlängerung geht, ist die Wette auf das Remis nach regulärer Spielzeit in der Regel verloren, weil ein Sieger feststeht.

Welche Statistiken zu Remis-Serien sind aussagekräftig, und weshalb ist eine Serie ohne Remis kein Grund für eine Wette?

Aussagekräftig sind die Remis-Quoten eines Teams über eine ganze Saison (Heim und Auswärts getrennt) und die Remis-Quote in den direkten Duellen. Eine Serie ohne Remis ist keine Vorhersage, sondern eine Beschreibung der Vergangenheit. Mannschaften, die strukturell wenig unentschieden spielen, tun das auch im elften Spiel eher nicht; Mannschaften, die strukturell oft unentschieden spielen, scheren nicht aus, nur weil die letzten Spiele anders gelaufen sind. Auf das «fällige» Remis zu wetten heisst, gegen die Statistik zu wetten.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette auf Unentschieden aus Einsatz und Quote?

Der Gewinn ist der Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 10 und Quote 3.40 ist der Bruttogewinn CHF 34, der Nettogewinn CHF 24. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, und der Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote. Der Betrag wird bei Sporttip auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Livewetten, die nach dem tatsächlichen Eintreten des Ausgangs platziert werden, zählt die Wette mit Quote 1.00 — der Einsatz wird zurückgegeben, ein Gewinn fällt nicht an.

Welche Apps gibt es für Vorhersagen, und was bedeutet die Gespa-Liste für die erlaubten Wettarten?

Die Sporttip App (iOS, Android) und die Online-Plattform von Jouez Sport sind die einzigen in der Schweiz bewilligten Apps für Sportwetten. Vorhersage-Apps aus dem Ausland, die Tipps und Quotenvergleiche liefern, sind in der Schweiz weder bewilligt noch an die Aufsicht angeschlossen. Die Gespa-Liste der bewilligten Wettarten (Version 10.09.2026) regelt, was gewettet werden darf: nur Sportereignisse aus den gelisteten Sportarten und Wettbewerben, mit den gelisteten Wettarten. Was nicht in der Liste steht — Eckbälle, Karten, Spielerwetten, Esports — wird von den bewilligten Veranstaltern auch nicht angeboten.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette bei einem Schweizer Veranstalter gesetzt werden?

Bei Sporttip müssen vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; die Obergrenze für Erwachsene liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Bei Jouez Sport gelten die entsprechenden Regeln der Loterie Romande. Die Schweizer Gesetzgebung verlangt vom Veranstalter, solche Limiten einzurichten; der Staat setzt keine fixe Einzahlungssperre, sondern verlangt die Selbstsetzung mit den vom Veranstalter vorgegebenen Obergrenzen.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»