Neue Wettanbieter in der Schweiz: was erlaubt ist und was nicht

Updated Oktober 2026
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Eine frisch geöffnete Glastür führt in einen leeren Geschäftsraum, Morgenlicht fällt auf einen polierten Boden.

Aktualisiert am Oktober 18, 2026 und geprüft gegen die Bewilligungs­lage der Gespa sowie die Spielregeln von Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport).

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von.

Der Schweizer Wettmarkt hat eine Besonderheit, die jeder Vergleich zuerst klären muss: Bewilligungen für Grossspiele vergibt seit dem Geldspielgesetz von 2019 allein die Gespa, und für Sportwetten haben seither genau zwei Veranstalterinnen eine Spielbewilligung erhalten. Eine dritte Marke mit Schweizer Zulassung existiert nicht, und ein neuer Anbieter, der hier «frisch auf den Markt kommt», tut das in aller Regel aus dem Ausland. Wer in der Schweiz wettet, sollte deshalb zuerst die Frage nach der Bewilligung stellen und erst danach über Quoten, Apps oder Boni sprechen.

Willkommensbonus und Gratiswette: warum die Aktionen in der Schweiz klein ausfallen

Neue Wettanbieter werben anderswo mit hohen Neukundenboni, Gratiswetten und Boosts. In der Schweiz ist der Spielraum eng, weil Gratisspielguthaben und ähnliche Aktionen der vorgängigen Zustimmung der Aufsichtsbehörde bedürfen. Das dämpft die Angebote, schafft aber auch eine andere Erwartungshaltung: Wer hier nach einem «Bonus ohne Einzahlung» sucht, sucht fast immer bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung.

Ein Stapel handbeschriebener Karteikarten liegt auf einem Schreibtisch, daneben eine Lupe mit Messingrand.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Was die Aufsicht erlaubt und was nicht

Die Gespa prüft jede Aktion mit Gratisspielguthaben, bevor sie live geht. Im Jahr 2025 hat sie der Loterie Romande 24 solcher Bewilligungen erteilt, Swisslos deren 8. Eine bestimmte Quote von Bewilligungen oder Ablehnungen ist aus diesen Zahlen nicht abzuleiten, aber sie zeigen, dass solche Aktionen Ausnahmen bleiben und nicht zum Alltag gehören.

Ausländische Buchmacher kennen diese Schranke nicht. Sie werben mit «100 % Bonus», «risikofreier Wette» oder «gratis Startguthaben», oft in Verbindung mit einem Bonuscode. Solche Codes werden hier nicht abgedruckt, schon weil eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung gar nicht in den Geltungsbereich des Geldspielgesetzes fällt und sich an dessen Werberegeln nicht gebunden fühlt.

Eine Steinbogenbrücke überspannt einen Bergbach in den Alpen im Morgenlicht, an den Hängen stehen dunkle Nadelbäume.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Was eine Aktion bei Swisslos und Loterie Romande tatsächlich kostet

Beim Blick auf das Kleingedruckte zeigt sich, dass die meisten Promotionen an klare Bedingungen gebunden sind. Der Sporttip-Kombiboost etwa verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50, bevor er überhaupt greift. Bei vier Voraussagen erhöht er den Nettogewinn um 5 %, bei sieben um 20 %, bei zehn um 40 % und bei fünfzehn um 100 %. Jeder Boost ist in Einsatz und Gewinn limitiert und nur einmal pro Wettendem nutzbar, und wer vor dem Abschluss Cash-Out zieht, verliert den Boost.

Quoten- und Profitboosts funktionieren nach einem ähnlichen Muster: Sie gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten beziehungsweise für ein klar definiertes Ereignis, und sie sind ebenfalls in Einsatz und Höhe gedeckelt. Wer eine Aktion mitnimmt, sollte deshalb zuerst das Kleingedruckte lesen, nicht das Banner. Eine echte Werbeaussage zu treffen, ist bei diesen Zahlen nicht möglich; sie sprechen für sich, wenn man sie nebeneinanderlegt.

Zahlungen und Auszahlungs­dauer: Franken, Konto auf den eigenen Namen, kein Krypto

Die Zahlungsabwicklung läuft in der Schweiz grundsätzlich in CHF. Gewinne werden ausschliesslich auf ein Konto überwiesen, das auf den Namen der spielenden Person lautet, und die Anbieter knüpfen daran eine Identitätsprüfung. Wer mit Bitcoin, Ethereum oder anderen Kryptowährungen einzahlt, verlässt diesen Schutzraum.

Welche Wege die bewilligten Anbieter anbieten

Swisslos lädt das Spielguthaben online über verschiedene Zahlungsmöglichkeiten oder per Einzahlungsschein auf, Mindestbetrag 20 CHF, maximal 10’000 CHF innert 30 Tagen, und der Kauf ist nur möglich, solange das Wallet 9’999 CHF nicht übersteigt. PostFinance Pay gehört zu den Wegen, die direkt in der PostFinance-App bestätigt werden.

Auszahlungen laufen gebührenfrei, so lange man im Kontingent bleibt: Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen kostenlos, ab der dritten kann Swisslos 3 % belasten, und die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne bis 1’000 CHF pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto.

Was bei ausländischen Anbietern anders läuft

Pribet, IviBet, 22Bet, 1xBet, Gamdom, Coolzino, myBet und BDMBet akzeptieren andere Zahlungsmittel als die bewilligten Veranstalter, oftmals Kryptowährungen, E-Wallets und Kreditkarten. Die Geschwindigkeit fällt sehr unterschiedlich aus, und eine Schweizer Aufsicht, die Auszahlungs­zeiten prüft, existiert für diese Anbieter nicht. Wer dort spielt, hat zudem keinen Anspruch darauf, dass die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen geht, und keine Schweizer Anlaufstelle bei Konflikten.

Mobile Wetten: App, QR-Code an der Verkaufsstelle, Bedienung auf dem Touchscreen

Eine Wette fühlt sich auf dem Telefon schneller und beiläufiger an, und die Abgabe von unterwegs verleitet eher zu Spontanwetten als der Gang an die Verkaufsstelle. Die bewilligten Anbieter haben das aufgegriffen und bieten mobile Lösungen an, die mehr können, als nur das Wettprogramm darzustellen.

Sporttip unterwegs

Sporttip lässt sich online über die Webseite und über die App auf iOS und Android nutzen. Eine Besonderheit ist der QR-Code: Wer in der App eine Wette zusammenstellt, kann sie an einer Sporttip-Verkaufsstelle vorzeigen und dort spielen. Das überbrückt den Weg zwischen digitaler Vorbereitung und analoger Bestätigung, ohne dass die Wette neu eingegeben werden muss.

Was eine gute Wett-App ausmacht, ist weniger die Optik als das, was sich im Hintergrund prüfen lässt: Wie schnell ändern sich die Quoten, lassen sich Verlustlimiten setzen oder senken, ohne dass man sich durch Menüs graben muss, und wie leicht kommt man an eine Spielsperre. Bei Sporttip ist all das in den Kontoeinstellungen erreichbar, und Push-Benachrichtigungen informieren über den Stand offener Wetten und über Cash-Out-Angebote.

Apps bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung

Die ausländischen Marken setzen ebenfalls auf mobile Anwendungen, teilweise als native App, teilweise als Web-App. Hier verschwimmt die Grenze zwischen Wettangebot und Casino- oder Live-Dealer-Spiel, was bei einem Anbieter mit Casino-Bewilligung im Ausland legal sein mag, in der Schweiz aber unter das Verbot der Werbung für nicht bewilligte Grossspiele fallen kann. Wer die App auf dem Telefon hat, sollte sich also nicht nur die Quoten ansehen, sondern auch die Frage, ob der Anbieter überhaupt eine Bewilligung für das hat, was er dort anbietet.

Livewetten und Cash-Out: was die Funktion kostet und wann sie ausfällt

Livewetten reagieren auf den Spielverlauf, und die Quoten ändern sich entsprechend. Eine vorzeitige Auszahlung über Cash-Out ist eine Funktion des Anbieters und keine Garantie, und sie kommt nicht auf jedem Markt vor. Wer mit Livewetten plant, sollte sich also nicht auf Cash-Out verlassen, sondern die Wette auch durchhalten können.

Wie Sporttip Livewetten und Cash-Out handhabt

Bei Sporttip funktioniert Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der ausgezahlte Betrag liegt unter dem möglichen Wettgewinn, wenn man die Wette laufen liesse, und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Swisslos kann Cash-Out zudem jederzeit ändern und muss es nicht für alle Wetten anbieten.

Livewetten haben bei Sporttip einige Eigenheiten, die in den Spielregeln stehen: Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit 1.00 werten. Das sind keine Schikanen, sondern Regeln, die verhindern sollen, dass jemand erst wettet, nachdem das Tor schon gefallen ist.

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette darauf abzielt. Wer auf «nächste gelbe Karte in der Verlängerung» wettet, sollte das im Programm geprüft haben.

Cash-Out bei ausländischen Anbietern

Pribet, IviBet, 22Bet, 1xBet, Gamdom, Coolzino, myBet und BDMBet bieten Cash-Out in unterschiedlichem Umfang an, oft auch als Teil-Cash-Out. Die Höhe des Cash-Out-Betrags ist Verhandlungssache des Anbieters, und es gibt keine Schweizer Aufsicht, die hier Mindeststandards prüft. Wer Cash-Out als Sicherheitsnetz versteht, sollte sich klar sein, dass es das nicht in jedem Markt und nicht zu jedem Zeitpunkt gibt.

Wettarten und Quoten: Einzel, Kombi, System, und was die Marge verrät

Einzelwetten, Kombinationswetten und Systemwetten unterscheiden sich im Einsatzlimit, im Risiko und in der Frage, ob der Sporttip-Kombiboost greift. Ein Quotenvergleich zeigt zudem, wie viel Marge der Anbieter auf einem Markt einkalkuliert, und das ist der eine Hebel, an dem jede Werbung mit «besten Quoten» zerbricht.

Die Grundtypen und ihre Limits bei Sporttip

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten 1 CHF, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette 1’000 CHF und für eine Systemwette 10’000 CHF. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Was den Gewinn betrifft, so ergibt er sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationswetten gilt die Gesamtquote, also das Produkt der Einzelquoten. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, was bei höheren Quoten einen sichtbaren Effekt haben kann.

Eine Eigenheit: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also spontan «Heimsieg und Über 2.5 Tore» auf dasselbe Spiel setzt, sollte den Bet-Builder benutzen.

Was die Marge über einen Anbieter verrät

Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Franken behält. Sie wird berechnet, indem man die Auszahlungsquote berechnet, also 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, und diesen Anteil von 100 % abzieht. Eine Auszahlungsquote von 95 % entspricht einer Marge von 5 %. Auf grossen Fussballmärkten wie der 1X2-Wette auf einen Spitzenkampf liegt die Marge in der Regel zwischen 4 % und 7 %, auf Nischenmärkten und exotischen Ligen oft deutlich höher.

Wer «beste Quoten» bewirbt, sollte den Begriff auf den jeweiligen Markt beziehen. Eine hohe Quote auf einem Markt kann durch niedrige Quoten auf einem anderen querfinanziert werden. Ohne die Marge mehrerer Märkte zu kennen, ist die Aussage «bester Anbieter» nicht belegbar.

Was passiert, wenn ein Ereignis abgesagt wird

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Wer also eine 5er-Kombi spielt und ein Spiel fällt aus, gewinnt nur mit den verbleibenden vier Voraussagen, und die Gesamtquote fällt entsprechend. Bei Turnieren, die in einem bestimmten Zeitraum stattfinden müssen, gilt die Sonderregel im Programm.

Sportarten und Wettmärkte: was die Gespa-Liste erlaubt und was nicht

Die Schweiz führt eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, an der sich Swisslos und Loterie Romande orientieren müssen. Wer auf etwas wettet, das dort nicht steht, wettet entweder nicht bei einem bewilligten Anbieter oder auf einen Markt, der nicht angeboten werden darf.

Fussball, Tennis, Futsal, Kampfsport

Fussballwetten sind das Rückgrat des Angebots, von der Super League über die Bundesliga bis zur Champions League und zu internationalen Turnieren. Tennis, Futsal und Kampfsport wie UFC und Boxen gehören ebenfalls zum regelmässigen Programm, soweit die Gespa-Liste den Wettbewerb führt. Qualifikationsrunden werden nur dann aufgenommen, wenn die Liste sie ausdrücklich vorsieht, Frauenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet.

Ecken- und Kartenmärkte gehören nicht zum Standardprogramm der bewilligten Anbieter, und wer darauf wettet, landet fast immer bei einem ausländischen Anbieter. Auch Trainingsläufe und ähnliche Vorbereitungsereignisse sind nicht wettbar, weil die Gespa sie ausschliesst.

Esports

Esports taucht in der Liste der erlaubten Sportarten und Wettbewerbe nicht auf. Wer auf League of Legends, Counter-Strike oder Dota 2 wetten will, findet dafür bei Swisslos und Loterie Romande kein Angebot und ist auf ausländische Anbieter angewiesen, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Das ist einer der wenigen Bereiche, in denen das ausländische Angebot überhaupt eine echte Lücke füllt, und es ändert nichts an der Bewilligungsfrage.

Wettereignisse, die nicht gewettet werden dürfen

Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind in der Schweiz verboten. Das gilt für bewilligte wie für nicht bewilligte Anbieter, wobei sich die ausländischen Marken erfahrungsgemäss nicht daran stören. Wer ein Auge auf ein solches Angebot wirft, sollte wissen, dass auch der Anbieter, der es macht, sich hier ausserhalb des Erlaubten bewegt.

Markteintritt neuer Wettanbieter: warum «neu in der Schweiz» meistens «aus dem Ausland» heisst

Wenn ein Anbieter mit «neu in der Schweiz» oder «Markteintritt 2026» wirbt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er weder eine Schweizer Veranstalterbewilligung noch eine Spielbewilligung hat. Die Gespa hätte einen solchen Schritt öffentlich gemacht, und die Liste bewilligter Anbieter wäre länger als zwei Namen. Ist sie nicht, hat der Anbieter keine Schweizer Bewilligung.

Wie die Gespa den Markt überwacht

Die Gespa führt die Sperrliste, eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Ein neuer Eintrag erscheint nicht von heute auf morgen: Die Behörde prüft, ob der Anbieter gegen das Geldspielgesetz verstösst, und erst dann wird die Domain aufgenommen. Wer mit einer blockierten Seite konfrontiert wird, hat es mit einem Anbieter zu tun, der bereits auffällig geworden ist.

Eine Auszahlung an die Schweiz ist für einen Anbieter ohne Bewilligung riskant: Die Gespa kann nicht nur die Domain sperren, sondern auch Zahlungsdienstleister und Banken in die Pflicht nehmen, soweit das rechtlich möglich ist. Einen Schweizer Kontoschutz im eigentlichen Sinn gibt es allerdings nicht, und die Sperrliste ist kein hundertprozentiger Schutz. Wer bewusst eine blockierte Seite über Umwege öffnet, begibt sich in eine Grauzone.

Woran man neue ausländische Anbieter erkennt

Pribet, IviBet, 22Bet, 1xBet, Gamdom, Coolzino, myBet und BDMBet tauchen regelmässig in der Werbung auf, haben aber keine Schweizer Bewilligung. Eine einfache Prüfung: Die Webseite sollte eine Schweizer Veranstalterbewilligung mit Gespa-Logo ausweisen, und der Anbieter sollte in der Liste der bewilligten Grossspiele auftauchen. Ist beides nicht der Fall, handelt es sich um einen ausländischen Anbieter ohne Schweizer Schutz.

Ein zweites Merkmal: Die angebotenen Zahlungsmittel. Akzeptiert der Anbieter Kryptowährungen, anonyme E-Wallets oder Kreditkarten ohne 3-D-Secure, fehlt der Bezug zur Schweizer Identitätsprüfung. Akzeptiert er PostFinance, TWINT und Auszahlungen auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, ist das ein Indiz, aber kein Beweis, denn auch ausländische Anbieter können solche Wege anbieten, ohne in der Schweiz bewilligt zu sein.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die folgende Einordnung zeigt die zwei bewilligten Veranstalterinnen und die acht ausländischen Anbieter nebeneinander, nach der Bewilligungs­lage und der Anbieterstruktur, wie sie im jeweiligen Marktsegment üblich ist.

Anbieter Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (Grossspiel) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (Grossspiel) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
Pribet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, in der Schweiz nicht zugelassen
IviBet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, in der Schweiz nicht zugelassen
22Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, in der Schweiz nicht zugelassen
1xBet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, in der Schweiz nicht zugelassen
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, in der Schweiz nicht zugelassen
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, in der Schweiz nicht zugelassen
myBet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, in der Schweiz nicht zugelassen
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, in der Schweiz nicht zugelassen

Was die Tabelle nicht zeigt, ist die unterschiedliche Ernsthaftigkeit der ausländischen Anbieter. Manche davon tragen eine Lizenz aus einem EU- oder Karibikstaat, die in ihrem Heimatmarkt anerkannt ist, andere tragen gar keine. In der Schweiz haben beide Varianten dasselbe Gewicht: keine.

Was die Schweiz beim Wetten schützt und was nicht

Wer in der Schweiz wettet, betritt einen stark regulierten Markt, der zwei Ziele gleichzeitig verfolgt: den Spielerschutz und die Begrenzung des Angebots auf zwei Veranstalter. Beides hängt zusammen, und beides wirkt auf den ersten Blick einschränkend, hat aber auch eine Kehrseite: Wer sich innerhalb dieses Rahmens bewegt, hat klare Regeln und einen klaren Anspruch auf Auszahlung.

Bewilligung und ihre Reichweite

Das Geldspielgesetz von 2019 hat die Sportwette als Grossspiel eingeordnet, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft, was bedeutet, dass weder eine EU-Lizenz noch eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland die fehlende Schweizer Bewilligung ersetzt. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat zudem keinen Zugang zum schweizweiten Ausschlussregister und keine Schweizer Anlaufstelle bei Konflikten.

Die Spielbewilligung gilt nur in der Schweiz, was umgekehrt heisst, dass ein Schweizer Veranstalter mit dieser Bewilligung im Ausland nicht ohne weiteres tätig werden darf. Die Produkte Sporttip und Jouez Sport sind daher nur in den jeweiligen Vertragsgebieten verfügbar: Swisslos in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Wer wettet, muss im Vertragsgebiet wohnen

Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Die Identität wird über einen Ausweis­upload geprüft, die Adresse gegen Datenbanken abgeglichen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren, sondern müsste zur Loterie Romande wechseln, sofern er im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, oder ausweichen.

Bei Loterie Romande gelten analoge Regeln, und die Registrierung läuft über jeux.loro.ch. Die beiden Anbieter sind in der Schweiz keine Konkurrenten, sondern territoriale Partner: Sie teilen den Markt unter sich auf, und ein Wechsel des Wohnsitzes bringt einen Wechsel des Anbieters mit sich.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und die Lücke zu ausländischen Anbietern

Der Spielerschutz gehört zu den Punkten, an denen sich die Schweiz am deutlichsten von ausländischen Märkten unterscheidet. Verlustlimiten werden vor der ersten Wette gesetzt, die Spielsperre gilt schweizweit, und die Aufsicht überprüft die Einhaltung. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat diese Mechanismen nicht.

Verlustlimiten bei Swisslos

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei 9’999 CHF, bei unter 21-Jährigen bei 1’000 CHF. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, was den Spielerinnen und Spielern Zeit gibt, eine bewusste Entscheidung zu treffen, und nicht im Affekt höhere Einsätze freischaltet. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage.

Diese Limiten sind Selbstschutz, nicht Staatsschutz: Die Gespa schreibt den Anbietern vor, dass solche Limiten gesetzt werden müssen, der konkrete Wert ist Sache des Anbieters und der spielenden Person. Wer seine Limite ändert, sollte das vor dem nächsten Login bewusst tun, nicht während einer laufenden Livewette.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, und im Fürstentum Liechtenstein. Wer im Register steht, kann bei keinem bewilligten Anbieter mehr spielen, und das ist der Punkt, an dem das System wirkt: Die Sperre gilt unabhängig vom Anbieter und vom Produkt.

Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden, und eine Aufhebung der Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, mit Einbezug einer Fachstelle. Wer also denkt, er könne sich für ein paar Tage sperren und dann weiterspielen, hat die Mechanik nicht verstanden.

Wo ausländische Anbieter weniger bieten

Die genannten ausländischen Marken haben eigene Mechanismen für Selbstausschluss und Einzahlungs­limits, sind aber nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen. Eine Spielsperre im Ausland hindert nicht daran, bei einem anderen Anbieter zu registrieren, und sie hindert erst recht nicht daran, bei einem Schweizer Anbieter zu spielen. Wer sich in der Schweiz selbst sperren lassen will, sollte das über Swisslos oder Loterie Romande tun, weil nur diese Sperre systemübergreifend wirkt.

Krypto und Anonymität: warum bewilligte Anbieter keine Kryptowährungen auszahlen

Kryptowährungen gelten als anonym, weil die Transaktion ohne persönliche Identität auf der Blockchain stattfindet. Genau diese Anonymität ist der Grund, warum die Schweiz sie bei bewilligten Wettanbietern nicht zulässt: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Konto im eigenen Namen ausgezahlt, und die Identität der spielenden Person ist verifiziert.

Was das Geldspielgesetz vorschreibt

Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto überwiesen, das auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen existieren in der bewilligten Welt nicht, und Kreditierung an Spielende ist verboten. Das gilt unabhängig davon, ob die spielende Person mit Bitcoin, Ethereum oder einer anderen Kryptowährung eingezahlt hat; die Auszahlung erfolgt in jedem Fall in CHF auf das verifizierte Konto.

Wer mit Kryptowährungen wettet, verlässt diesen Schutzraum. Die Transaktion läuft auf einer Blockchain, und die Anbieter, die Krypto akzeptieren, sitzen in der Regel im Ausland und haben keine Schweizer Bewilligung. Es gibt keine Schweizer Aufsicht, die eine solche Auszahlung prüft, und keine Anlaufstelle für Streitigkeiten.

Wer in der Schweiz Krypto wettet

Wer in der Schweiz mit Bitcoin oder Ethereum wettet, tut das bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Solche Anbieter werben mit «anonymem Spiel», «keiner Verifizierung» und «Krypto-Auszahlung innert Stunden», und sie bieten in der Regel ein breiteres Wettprogramm an als die bewilligten Anbieter, oft mit Esports, mit exotischen Ligen und mitunter mit Casino-Spielen. Das ist verlockend, und es ist der Grund, warum Spielerinnen und Spieler überhaupt ins Ausland ausweichen, aber es ändert nichts an der Bewilligungslage.

Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Kraft. Wer dort spielt, kann sich nicht auf das Geldspielgesetz berufen, wenn der Anbieter Gewinne nicht auszahlt, und er hat keinen Zugang zum Sperrregister. Im Streitfall bleibt der Weg zu einer ausländischen Aufsicht, und die Erfahrung zeigt, dass diese Wege lang und ungewiss sind.

Die zwei bewilligten Anbieter im Detail

Swisslos Sporttip – dasdeutschsprachige Pendant

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH) plus den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in diesem Gebiet wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann sich online registrieren, eine Verlustlimite setzen und sofort wetten.

Das Sporttip-Programm umfasst Fussball, Tennis, Eishockey, Handball, Basketball und weitere Sportarten, soweit die Gespa-Liste den Wettbewerb führt. Livewetten sind verfügbar, Cash-Out funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, allerdings nur online und nur als vollständiges Cash-Out. Die App für iOS und Android erlaubt es, Wetten unterwegs zu platzieren und an einer Verkaufsstelle per QR-Code zu spielen.

Für wen es passt: Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, ein gesetzlich abgesichertes Umfeld sucht und mit dem schmaleren Wettprogramm zurechtkommt, ist hier richtig. Wer höhere Einsätze oder ein breiteres Programm will, wird vom Anbieter durch die Limiten und die Liste gebremst. Das ist keine Schwäche, sondern die Konsequenz aus der Bewilligungs­logik.

Loterie Romande Jouez Sport – das Westschweizer Pendant

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne und betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz mit 221 Mitarbeitenden. Online ist sie über jeux.loro.ch erreichbar, und die Registrierung läuft nach denselben Regeln wie bei Swisslos: Mindestalter 18, Wohnsitz im Vertragsgebiet, keine Spielsperre, Identitätsprüfung.

Jouez Sport bietet das gewohnte Programm aus Fussball, Tennis, Eishockey und weiteren Sportarten, mit Fokus auf die Wettbewerbe, die in der Westschweiz interessieren. Cash-Out und Livewetten sind verfügbar, soweit die Spielregeln es vorsehen, und die Auszahlung läuft auf das verifizierte Bank- oder Postkonto.

Für wen es passt: Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, dieselbe Sicherheit sucht wie bei Swisslos und mit dem Westschweizer Programm zurechtkommt, ist hier richtig. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann sich hier nicht registrieren, weil das Vertragsgebiet nicht übereinstimmt.

Ausländische Anbieter im Überblick

Pribet – breites Programm, keine Schweizer Bewilligung

Pribet ist ein internationaler Anbieter mit einem breiten Wettprogramm, das über die Gespa-Liste hinausgeht. Sportarten und Wettbewerbe aus aller Welt sind verfügbar, dazu oft Esports und virtuelle Sportarten, und das Bonusprogramm ist umfangreicher als bei den bewilligten Anbietern. Pribet hat keine Schweizer Veranstalterbewilligung, keine Schweizer Spielbewilligung, keinen Zugang zum Sperrregister und keine Schweizer Anlaufstelle für Konflikte. Eine Werbeaussage in eigener Sache, wie sie das Marketing des Anbieters macht, ist im Rahmen dieses Vergleichs nicht zu prüfen.

Für wen es passt: Wer auf Wettbewerbe ausserhalb der Gespa-Liste wettet und die fehlende Schweizer Anbindung in Kauf nimmt. Wer im Streitfall Schweizer Recht beanspruchen will, sollte davon absehen.

IviBet – Casino und Sport unter einem Dach

IviBet kombiniert ein Sportwettenangebot mit einem Casino-Bereich, was in der Schweiz so nicht möglich ist, weil die Bewilligungen getrennt sind. Das Sportwettenprogramm ist breit, die Quoten sind wettbewerbsfähig, und die Zahlungsmethoden umfassen Kryptowährungen und E-Wallets, die bei bewilligten Anbietern nicht angeboten werden. IviBet hat keine Schweizer Bewilligung, und die Mischung mit Casino-Spielen verstärkt die regulatorische Distanz zur Schweiz.

Für wen es passt: Wer Casino und Sportwetten in einem Konto haben will und weiss, dass er sich ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens bewegt. Für wen ein sauberer Spielerschutz mit Sperrregister wichtig ist, ist das die falsche Adresse.

22Bet – osteuropäisch geprägtes Programm

22Bet ist ein internationaler Anbieter mit Wurzeln in Osteuropa und einem Programm, das Fussball, Tennis, Basketball und viele Nischensportarten umfasst. Die Quoten sind oft aggressiv, und das Bonusprogramm gehört zu den umfangreicheren der Branche. 22Bet hat keine Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung, und die fehlende Anbindung an das Schweizer Sperrregister bedeutet, dass eine Spielsperre in der Schweiz nicht greift.

Für wen es passt: Ein interessantes Angebot für Spieler, die ein breites Wettprogramm und hohe Quoten suchen und die fehlende Schweizer Anbindung in Kauf nehmen.

1xBet – internationales Schwergewicht ohne Schweizer Lizenz

1xBet gehört zu den grössten internationalen Anbietern und ist in vielen Märkten präsent, mit einem umfangreichen Wettprogramm, einem Casino-Bereich und einer breiten Palette an Zahlungsmethoden. In der Schweiz hat 1xBet keine Veranstalter- oder Spielbewilligung, und die fehlende Schweizer Lizenz bedeutet, dass Schweizer Recht hier nicht greift. 1xBet taucht regelmässig auf der Gespa-Sperrliste auf, und die Domain wird von Schweizer Internetanbietern blockiert.

Für wen es passt: Wer einen internationalen Anbieter mit grossem Programm sucht und bereit ist, die Schweizer Sperre zu umgehen, ist hier richtig. Wer sich an Schweizer Recht halten will, sollte die Finger davon lassen.

Gamdom – Krypto und Casino

Gamdom ist auf Krypto-Zahlungen ausgerichtet und kombiniert Sportwetten mit Casino-Spielen und E-Sports. Die Auszahlung läuft oft in Kryptowährungen, und die Verifizierung ist weniger streng als bei bewilligten Anbietern. In der Schweiz hat Gamdom keine Bewilligung, und die fehlende Anbindung an das Schweizer Sperrregister ist ein klarer Nachteil für Spielerinnen und Spieler, die sich selbst schützen wollen.

Für wen es passt: Wer mit Kryptowährungen wettet und ein breites Programm inklusive Casino und E-Sports sucht. Für wen der Schutzrahmen des Schweizer Rechts wichtig ist, ist das die falsche Adresse.

Coolzino – Nischenanbieter

Coolzino positioniert sich als Anbieter mit Schwerpunkt auf Livewetten und Casino, mit einem Wettprogramm, das unterhalb der grossen internationalen Marken liegt. Die Zahlungsmethoden sind breit, die Quoten wettbewerbsfähig auf den angebotenen Märkten. Coolzino hat keine Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung, und die fehlende Schweizer Anbindung bedeutet, dass die üblichen Schutzmechanismen nicht greifen.

Für wen es passt: Wer einen Nischenanbieter mit Livewetten-Fokus bevorzugt, sollte sich der fehlenden Schweizer Anbindung bewusst sein.

myBet – deutscher Hintergrund ohne Schweizer Bewilligung

myBet hat einen deutschen Hintergrund und ein Programm, das auf den deutschsprachigen Markt zugeschnitten ist, mit Fussball, Tennis, Eishockey und Handball im Mittelpunkt. Die Quoten sind solide, das Wettprogramm ist überschaubar, und die Zahlungsmethoden umfassen die üblichen Verdächtigen. myBet hat keine Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung, und der Name allein ist kein Schutz.

Für wen es passt: Wer einen deutschsprachigen Anbieter ohne Schweizer Anbindung sucht, sollte dies im Hinterkopf behalten.

BDMBet – neue Marke im Test

BDMBet ist eine neuere Marke im internationalen Wettmarkt, mit einem Programm, das noch im Aufbau ist. Das Angebot umfasst Fussball, Tennis und einige Nischensportarten, dazu Casino-Spiele und teilweise virtuelle Sportarten. Die Zahlungsmethoden sind breit, die Quoten wettbewerbsfähig, und die Verifizierungspraxis ist weniger streng als bei bewilligten Anbietern. BDMBet hat keine Schweizer Bewilligung, und der fehlende Anschluss an das Schweizer Sperrregister ist der entscheidende Nachteil.

Für wen es passt: Wer eine neue Marke testen will und die fehlende Schweizer Anbindung in Kauf nimmt. Vorsicht: Neue Marken haben oft noch keine eingespielten Auszahlungs­prozesse, und die Auszahlungs­dauer kann erheblich schwanken.

Steuern auf Wettgewinne: der Freibetrag und die kantonale Praxis

Wettgewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz bis zu einem Freibetrag einkommensteuerfrei. Die bundesrechtliche Schwelle liegt ab dem 1.1.2026 bei 1’071’000 CHF, der genaue Wert hängt vom Jahr ab, und die kantonale Schwelle weicht davon ab. Wer deutlich unter dieser Grenze bleibt, hat in der Regel keine Einkommensteuer auf den Gewinn zu entrichten und keine Verrechnungssteuer, weil der Anbieter oberhalb der Schwelle 35 % Verrechnungssteuer abzieht.

Wer über der Schwelle liegt, kann die Verrechnungssteuer zurückholen, indem er den Gewinn in der Steuererklärung deklariert. Das ist Standard, aber aufwendig, und der typische Wettgewinn liegt weit unter der Schwelle. Wer Gewinne aus ausländischen Anbietern erzielt, hat keine Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann anders aussehen: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe.

Eine pauschale Aussage zu den Steuern ist deshalb nicht möglich. Wer regelmässig höhere Gewinne erzielt, sollte den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung fragen, bevor er die Erklärung einreicht.

Werbeumfeld und Sperrliste: warum die Vergleichsportale voll sind

Ein Blick auf die gängigen Vergleichsportale zeigt, dass dort Anbieter ohne Schweizer Bewilligung selbstverständlich neben bewilligten Anbietern stehen. Das ist kein Zufall, sondern eine Folge des Werberechts: Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Grossspiele ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann mit einer Busse bis 500’000 CHF bestraft werden. Plattformen, die ihren Sitz ausserhalb der Schweiz haben, fallen nicht unter diese Regel, und Plattformen mit Sitz in der Schweiz sind in der Regel vorsichtig.

Die Konsequenz: Die Vergleichsportale, die in der Schweiz erreichbar sind, werden meist aus dem Ausland betrieben, und sie werben für Anbieter, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Sie sind deshalb keine zuverlässige Orientierung dafür, was in der Schweiz erlaubt ist.

Häufige Fragen

Welche Wettanbieter sind in der Schweiz erlaubt, und wie viele gibt es tatsächlich?

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von Swisslos mit dem Produkt Sporttip und von Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport angeboten werden. Beide haben eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt, alle anderen Anbieter verfügen über keine Schweizer Bewilligung und sind deshalb nicht erlaubt.

Welcher Wettanbieter hat die besten Quoten, und was sagt die Marge darüber aus?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Franken Einsatz behält, und sie schwankt je nach Markt und Sportart. Auf grossen Fussballmärkten liegt sie meist zwischen vier und sieben Prozent, auf Nischenmärkten oft deutlich höher, und ohne den konkreten Markt zu nennen, ist die Aussage «beste Quoten» nicht belegbar.

Welche Wettanbieter gelten als seriös, wenn eine Schweizer Bewilligung fehlt?

Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Kraft, und ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung hat auch keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und keine Schweizer Anlaufstelle. Was «seriös» im ausländischen Markt bedeutet, hängt von der Lizenz des jeweiligen Staates ab, nicht von der Schweiz.

Was bedeutet es, wenn ein neuer Anbieter ohne Limit oder ohne Verifizierung wirbt?

Ein Anbieter, der ohne Limit wirbt, befindet sich ausserhalb der Schweizer Spielerschutz­regeln, und ein Anbieter, der ohne Verifizierung spielen lässt, erfüllt die Anforderungen des Geldspielgesetzes nicht. Beides spricht nicht für, sondern gegen den Anbieter, und beide Begriffe sind typische Werbeversprechen ausländischer Marken.

Welche Verlustlimiten und welche Spielsperre gelten bei Swisslos und Loterie Romande?

Bei Swisslos setzen Spielende vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage mit einer Obergrenze von 9’999 CHF, bei unter 21-Jährigen 1’000 CHF. Eine Selbstsperre ist für 1 bis 180 Tage möglich, eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein, Loterie Romande bietet analoge Mechanismen.

Auf welches Konto werden Gewinne ausgezahlt, und gibt es Krypto-Auszahlungen bei bewilligten Anbietern?

Gewinne werden ausschliesslich auf ein Konto im eigenen Namen überwiesen, in der Regel ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Krypto-Auszahlungen bieten bewilligte Anbieter nicht an, und wer Kryptowährungen nutzt, wettet definitionsgemäss bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»