Lucky 31 Wetten in der Schweiz: Was kostet das 31er-Paket wirklich?

Updated Oktober 2026
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Ein Volleyball liegt am Fuss des Netzes auf Sand, im Hintergrund glitzert ein See und ein Bergzug steht im Dunst.

Eine Lucky 31 gehört zu den Full-Cover-Wetten, die viele Auswahlen auf einen Schlag kombinieren. Wer sie spielt, schliesst mit fünf Tipps 31 einzelne Wetten ab – vom Einzel bis zur Fünffachkombi. Wer in der Schweiz wettet, kann das Angebot nur bei zwei bewilligten Veranstaltern nutzen; was dort auf den Wettschein geht, unterliegt eigenen Limiten und einer eigenen Auszahlungslogik. Der folgende Ratgeber erläutert den Aufbau der Wette, erklärt die Berechnung des Gesamteinsatzes, zeigt die Rolle der Marge in den Quoten auf und fasst die geltenden Regeln bei Sporttip und Jouez Sport zusammen.

Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf 5 Auswahlen mit insgesamt 31 einzelnen Wetten, die von der Einzelwette bis zur Fünffachkombi reichen.

Stand: Oktober 18, 2026 – geprüft gegen die Spielregeln von Swisslos (Version 4.2) und das Réglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).

Wettmärkte und Regeln: Was eine Lucky 31 in der Schweiz darf

In der Schweiz ist das Angebot an Sportwetten abschliessend geregelt. Nur zwei Veranstalter haben eine Bewilligung: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51) und stehen unter Aufsicht der Gespa. Wer dort wettet, bewegt sich innerhalb eines geschlossenen Marktes – mit klarer Bewilligung, definierten Sportarten und überprüfbaren Auszahlungsregeln.

Ein Ruderboot liegt an einem Steg am Ufer eines Sees, über dem Wasser steigt dünner Nebel auf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7'500 Einsatz enthalten.

Wer im mit welcher Bewilligung

Eine Online-Spielkennzahl braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Beide Dokumente hat Swisslos; das Produkt heisst Sporttip und wird in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein angeboten. Wer dort wohnt, kann ein Konto eröffnen, eine Ausweisprüfung durchlaufen und online spielen. Wer in der Romandie wohnt, geht zur Loterie Romande, die unter dem Namen Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura aktiv ist. Eine Anmeldung beim «falschen» Veranstalter ist nicht möglich – das System prüft die Adresse gegen das Vertragsgebiet.

Welche Wetten erlaubt sind

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Was dort nicht steht, darf nicht angeboten werden. Eckballwetten, Kartenwetten und ein Esports-Bereich fehlen auf dieser Liste; daher tauchen sie auch auf den Wettscheinen von Sporttip und Jouez Sport nicht auf. Frauenwettbewerbe sind nur dann spielbar, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Qualifikationsrunden nur, wenn die Liste sie vorsieht. Live-Wetten sind zugelassen, vor Spielbeginn und während des Spiels – eine gesetzliche Sperre bestimmter Live-Märkte gibt es im BGS nicht.

Wer spielen darf

Spielen darf, wer volljährig ist, im Vertragsgebiet des Veranstalters wohnt und keine Spielsperre hat. Eine Registrierung pro Person ist Pflicht; der Ausweis wird hochgeladen, die Daten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer unter 18 ist, wird nicht zugelassen – auch nicht mit Einwilligung der Eltern. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht selbst setzen.

Einsatz- und Gewinngrenzen

Beide Veranstalter setzen eigene Schranken. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette oberhalb der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist bei Jouez Sport auf CHF 300’000 beschränkt, für alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000. Wer mehr setzt, bekommt die Wette schlicht nicht angenommen.

Spielerschutz: Warum ein 31er-Paket ein Limit verdient

Ein volles Paket aus 31 Wetten ist nicht «eine Wette». Es ist ein Bündel, das auch dann viel Geld bindet, wenn der Einzelteileinsatz klein wirkt. Wer fünf Auswahlen trifft und pro Linie 1 Franken setzt, hat bereits 31 Franken riskiert. Bei höheren Linieneinsätzen wird aus einem scheinbar harmlosen Tipp schnell ein dreistelliger Betrag, der an einem Wochenende verloren gehen kann.

Verlustlimiten als gesetzliche Pflicht

Das Geldspielgesetz verlangt von den Veranstaltern, dass sie Spielende zum Setzen eigener Maximalwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste auffordern. Sporttip setzt das mit Limiten für 1, 7 und 30 Tage um; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Bei der Loterie Romande funktioniert die Logik gleich, die genauen Beträge sind in deren Réglement festgehalten.

Selbstsperre und das Register

Wer sich selbst aussperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun. Eine Sperre wird nicht vor Fristablauf aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre landet in einem schweizweiten Register und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für das Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.

Warum das bei einer Lucky 31 besonders zählt

Die Mechanik der Wette macht es leicht, sich zu überschätzen. Schon ein einzelner verlorener Tipper im Bündel kostet alle Wetten, die ihn enthalten – also fast das gesamte Paket, weil die Fünffach-, Vierfach- und die meisten Mehrfachkombis genau auf diese Auswahl angewiesen sind. Ein im Voraus festgelegtes Verlustlimit ist die einzige Schranke, die den Gesamtverlust eines Wochenendes begrenzt. Wer keines setzt, lässt die Mechanik allein entscheiden, wie viel ein ungünstiger Tag kostet.

Wettarten und Quoten: Wie eine Lucky 31 entsteht

Die Lucky 31 ist ein vollständiges Kombipaket: Sie nimmt alle Wetten mit, die sich aus fünf Auswahlen bilden lassen – vom einfachen Tipp bis zur Fünffachkombi. Der Begriff «Lucky» steht im britischen Wettmarkt für genau diesen Aufbau; in der Schweiz taucht er nicht in der Werbung der beiden Veranstalter auf, weil das dortige Wettprogramm eigene Bezeichnungen führt. Mechanik und Rechenweg sind aber dieselben.

Grundlage: Lucky 15 und Lucky 63 als Nachbarn

Eine Lucky 15 nutzt vier Auswahlen und erzeugt 15 Wetten: 4 Einzelwetten, 6 Doppelwetten, 4 Dreierwetten und 1 Vierfachwette. Eine Lucky 63 nutzt sechs Auswahlen und erzeugt 63 Wetten: 6 Einzelwetten, 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette. Die Lucky 31 sitzt genau in der Mitte: fünf Auswahlen, 31 Wetten, alles dabei vom einfachen Tipp bis zur kompletten Fünffachkombi.

Eine rote Laufbahn im Morgenlicht, die Startblöcke stehen leer am Rand und auf den Linien glitzert der Tau.
Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten).

Aufbau einer Lucky 31

Eine Lucky 31 besteht aus 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette – zusammen 31 Wetten. Pro Auswahl gibt es eine Einzelwette; jede Kombination von 2 Auswahlen aus 5 ergibt 10 Doppelwetten; jede Kombination von 3 Auswahlen aus 5 ergibt 10 Dreierwetten; jede Kombination von 4 Auswahlen aus 5 ergibt 5 Vierfachwetten; alle 5 zusammen ergeben 1 Fünffachwette. Wer alle 31 Linien mit dem gleichen Einsatz spielt, zahlt 31-mal den Linieneinsatz. Bei CHF 1 pro Linie sind das CHF 31 Gesamteinsatz, bei CHF 2 bereits CHF 62.

Gesamteinsatz, Teileinsatz, Gesamtquote

Der Gesamteinsatz ist 31-mal so hoch wie der Linieneinsatz. Eine Wette mit Linieneinsatz CHF 1 kostet CHF 31. Die Quote einer einzelnen Mehrfachkombi ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Vierfachkombi mit Quoten 1.50, 1.80, 2.00 und 2.20 hat die Gesamtquote 1.50 × 1.80 × 2.00 × 2.20 = 11.88. Eine Fünffachkombi, die alle fünf Auswahlen verlangt, hat bei einer zusätzlichen Quote 2.50 die Gesamtquote 11.88 × 2.50 = 29.70. Schon eine kleine Verschiebung in den Ausgangsquoten verändert den möglichen Gewinn erheblich.

Wie die Quoten entstehen und was die Marge kostet

Jede Quote enthält eine Marge des Buchmachers. Auf einem Dreiwege-Markt wie 1/X/2 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/Quote Heimsieg + 1/Quote Unentschieden + 1/Quote Auswärtssieg), und die Marge entspricht 100 % minus dieser Auszahlungsquote. Beispiel: Stehen die Quoten bei 1.80 / 3.40 / 4.20, rechnet sich die Auszahlungsquote zu 1 ÷ (0.5556 + 0.2941 + 0.2381) ≈ 0.9196, also 91.96 % – die Marge dieses Marktes liegt bei rund 8.04 %. Bei einer Lucky 31 mit 31 Wetten wirkt diese Marge 31-mal: Auf lange Sicht zahlt der Markt 91.96 Rappen pro Franken zurück, die übrigen rund 8 Rappen bleiben beim Veranstalter. Eine Wette «ohne Marge» gibt es im Markt nicht.

Auszahlung bei Sporttip

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Für eine Lucky 31 heisst das: 31 separate Auszahlungen – pro gewonnener Linie nach derselben Logik. Cash-Out ist möglich, aber nur vollständig, nur online und nur für einzelne Wetten, Kombiwetten und Langzeitwetten; ein Teilauszahlung ist nicht vorgesehen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei Ablauf und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Live-Wetten und das Risiko später Tipps

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für eine Lucky 31 heisst das: Schon ein einziger solcher Tipp – der nachträglich auf 1.00 gesetzt wird – lässt alle Wetten, die ihn enthalten, mit dem Faktor 1.00 weiterrechnen. Die übrigen Auswahlen retten das Paket nicht.

Abhängige Ereignisse und der Bet-Builder

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Eine solche Kombination, die ohne diese Funktion angenommen wird, kann Swisslos für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Systempakete mit fünf Auswahlen aus dem gleichen Spiel ist diese Trennung zentral – wer sie ignoriert, riskiert eine Annullierung.

Wettkombinationen und Bonus auf den Nettogewinn

Der Kombiboost bei Sporttip gilt online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Für eine Lucky 31 mit fünf Voraussagen ist die 5-%-Stufe die Untergrenze, sofern alle Quoten über 1.50 liegen. Der Boost erhöht nur den Nettogewinn, nicht den Einsatz; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Was passiert, wenn ein Spiel ausfällt

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückerstattet, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Für eine Lucky 31 heisst das: Die fünf Einzelwetten dieser Auswahl werden erstattet, die übrigen Mehrfachkombis, die diese Auswahl enthalten, laufen mit dem Faktor 1.00 weiter. Der Verlust bleibt überschaubar, der Gewinn schrumpft.

Die zwei Schweizer Veranstalter im Vergleich

Eine Lucky 31 können Spielerinnen und Spieler in der Schweiz nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern spielen – vorausgesetzt, sie wohnen im jeweiligen Vertragsgebiet. Der Vergleich zeigt, wie die Systemwette bei jedem der beiden Veranstalter behandelt wird, welche Limiten greifen und wo die Auszahlungslogik abweicht.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsgrundlage
Sporttip Bewilligung Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa
Jouez Sport Bewilligung Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne – Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa

Der Befund ist eindeutig: Beide Anbieter sind in der Schweiz bewilligt, beide stehen unter Gespa-Aufsicht, beide bieten die Systemwette im eigenen Produkt an. Wer eine Lucky 31 spielen will, hat die Wahl zwischen den beiden – mehr zugelassene Veranstalter für Sportwetten gibt es im Land nicht. Das ist auch die einzige Information, die die Faktenlage für eine vergleichende Tabelle hergibt; alles weitere – die Quoten, die Auszahlungsmodalitäten, die Spieltiefen – gehört in die einzelnen Wettprogramme der Anbieter, die jeder Spieler vor dem Tipp selber prüft.

Sporttip: Das Deutschschweizer System

Sporttip ist das Produkt von Swisslos für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Eine Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, Volljährigkeit, keine bestehende Spielsperre und einen hochgeladenen Ausweis. Die Sportwetten laufen unter dem Geschäftsbericht 2025 von Swisslos mit Sitz in Basel und stützen sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Limiten für die Lucky 31

Bei Sporttip ist eine Lucky 31 als Systemwette klassifiziert. Der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000. Pro Linie liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 1’000. Eine Lucky 31 mit 31 Linien kann also bis zu 31 × CHF 1’000 = CHF 31’000 binden, sofern Swisslos den Wettschein annimmt – praktisch begrenzt die Systemwette-Limite den Gesamteinsatz auf CHF 10’000. Bei einem Linieneinsatz von CHF 1 liegt der Gesamteinsatz bei CHF 31, bei CHF 2 bereits bei CHF 62. Swisslos kann Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Auszahlung und Rundung

Der Gewinn jeder Linie ist Einsatz mal Quote, bei Mehrfachkombis Einsatz mal Gesamtquote. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Lucky 31, die diese 31 Wetten von Einzel bis Fünffachkombi umfasst, gibt es bis zu 31 separate Abrechnungen. Eine Auszahlung erfolgt nur, wenn die jeweilige Linie gewonnen ist – alle anderen Linien verlieren ihren Einsatz.

Cash-Out für Systemwetten

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Für eine Lucky 31 heisst das: Wer das Paket vor Ablauf verkaufen will, bekommt einen Cash-Out-Wert auf das gesamte Paket – nicht auf einzelne Linien. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei Ablauf, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out für jede Wette verfügbar ist, besteht nicht.

Bonusstrukturen für Kombinationen

Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Für eine Lucky 31 mit fünf Voraussagen ist die 5-%-Stufe erreichbar, sofern alle Quoten über 1.50 liegen. Quotenboosts und Profitboosts gelten nur online, pro Wettenden nur einmal und sind in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Einsatzlimit und Schweizer Schutz

Die Schweizer Schutzmechanismen greifen bei Sporttip vollständig: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, eine Spielsperre von 1 bis 180 Tagen produktbezogen, eine unbefristete Sperre im schweizweiten Register, das auch für Casinos und Liechtenstein gilt. Die Aufsicht führt die Gespa, die Spielregeln stehen in der Version 4.2 der Sporttip-Bedingungen. Eine Anmeldung beim Veranstalter setzt Adresse, Ausweis und Bankverbindung voraus – eine Auszahlung erfolgt ausschliesslich auf das Konto der registrierten Person.

Urteil

Sporttip ist für Spielerinnen und Spieler im Vertragsgebiet die naheliegende Wahl, wenn sie eine Lucky 31 innerhalb der Schweizer Bewilligung spielen wollen. Die Mechanik ist solide: klare Limiten, klare Auszahlungslogik, ein Kombiboost, der ab vier Tipps greift. Wer mit kleineren Linieneinsätzen beginnt und die Verlustlimiten vorab setzt, behält die Kosten im Griff. Wer den vollen Systemeinsatz nutzt, muss wissen, dass die Systemwette-Limite von CHF 10’000 den Gesamteinsatz einer Lucky 31 auf etwa CHF 322 pro Linie deckelt – das ist die einzige harte Schranke, die das Produkt selber zieht.

Jouez Sport: Das Westschweizer System

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande hat ihren Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne), zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Die Online-Registrierung verlangt Wohnsitz im Vertragsgebiet, Volljährigkeit und eine Identitätsprüfung.

Limiten für die Lucky 31 — Jouez Sport

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Für eine Lucky 31 heisst das: 31 Linien × maximaler Linieneinsatz CHF 500 = theoretisch CHF 15’500, aber der Wettschein wird auf CHF 7’500 begrenzt. Das entspricht rund CHF 242 pro Linie als faktischer Höchsteinsatz im Multiple-Schein. In der Praxis ist die Linienobergrenze damit enger als bei Sporttip – dafür ist die Mehrfachdeckelung klar geregelt.

Höchstgewinne und Quotengrenzen

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000; für alle Gewinne eines Multiples zusammen liegt die Obergrenze bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Lucky 31 mit 5 Voraussagen fällt klar in diesen Rahmen – die Gesamtquote der Fünffachkombi kann theoretisch gegen 100’000 laufen, was die obere Schranke markiert.

Auszahlung und Verrechnungssteuer

Eine Auszahlung erfolgt auf das Bankkonto der registrierten Person. Anonymität und Krypto-Auszahlungen sind im bewilligten Schweizer Markt nicht möglich – die Bedingungen verlangen eine Kontoverbindung im Namen des Spielenden. Bei sehr hohen Gewinnen greift die eidgenössische Verrechnungssteuer: Der Bund erhebt 35 % auf Gewinne, die den Steuerfreibetrag von aktuell CHF 1’071’000 übersteigen; der Betrag kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Bei einem typischen Lucky-31-Gewinn auf mittlerem Einsatzniveau ist diese Schwelle nicht relevant.

Schutzmechanismen

Die Loterie Romande setzt die gesetzlichen Schutzpflichten vollständig um: Verlustlimiten für definierte Zeiträume, eine Spielsperre über das schweizweite Register, eine Adressprüfung bei der Registrierung. Wer aus dem Vertragsgebiet wegzieht, verliert die Möglichkeit, das Online-Konto weiter zu nutzen. Die Aufsicht führt die Gespa, das Réglement Jouez Sport in der 17. Ausgabe (September 2024) regelt die Spielmechanik.

Urteil — Jouez Sport

Jouez Sport ist für Spielerinnen und Spieler in der Romandie die einzige legale Adresse, um eine Lucky 31 zu spielen. Die engeren Limiten – Multiple-Schein maximal CHF 7’500, Einzelwette maximal CHF 500 – machen das Produkt eher für gelegentliche Spielende attraktiv als für Hochvolumen-Spieler. Die Höchstgewinnregelung von CHF 1’000’000 pro Multiple schützt vor einer einzigen Wette, die den Spielenden wirtschaftlich aus dem Gleichgewicht bringt. Wer die Romandie-typische Beschaulichkeit der Verkaufsstellen schätzt und online mit kleineren Linieneinsätzen spielt, bekommt hier ein reguliertes Produkt mit klaren Schranken. Wer höhere Linieneinsätze sucht, ist bei Sporttip besser aufgehoben – sofern das Vertragsgebiet passt.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Wer im Internet nach Buchmachern für eine Lucky 31 sucht, stösst schnell auf Marken wie bet365, IviBet, Jackbit, Sportaza, HornetBet, Bahigo, FortuneJack oder Coolzino. Keine dieser Marken hat in der Schweiz eine Bewilligung; ihre Lizenzen – wo vorhanden – haben hier keine Geltung (Art. 4 BGS). Wer dort wohnt und ein Konto eröffnet, spielt ohne Schweizer Verbraucherschutz.

Was das in der Praxis bedeutet

Diese Anbieter unterliegen nicht der Gespa, sind nicht an die Schweizer Sperrliste angeschlossen und fallen nicht unter das schweizweite Register für Spielsperren. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; die Liste wird laufend aktualisiert, weil betroffene Anbieter Domains austauschen. Wer einen blockierten Anbieter nutzt, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg – die Aufsicht des Lizenzlandes (Curaçao, Malta, Deutschland) ist nicht automatisch durchsetzbar, und Schweizer Vollstreckung ist nicht gesichert.

Geldspielgesetzliche Konsequenzen

Die Veranstalter solcher Angebote machen sich in der Schweiz strafbar: bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Wer spielt, wird nicht bestraft; aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Spieler-Schutzmechanismen, die eingreifen. Werbung für nicht bewilligte Angebote ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit Busse bis CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS).

Besteuerung

Gewinne aus ausländischen Grossspielen behandelt die kantonale Praxis unterschiedlich. Im Kanton Thurgau etwa werden sie unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen erfasst. In anderen Kantonen ist die Praxis milder. Eine verbindliche Auskunft gibt nur die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater – pauschale Aussagen über die steuerliche Behandlung sind irreführend.

Warum sie trotzdem erwähnt werden

Ein vollständiger Vergleich schliesst diese Anbieter mit ein, weil sie im Internet sichtbar sind und Spielerinnen und Spieler in der Schweiz auf sie stossen. Sie sind nicht «die sichere Wahl», nicht «die Alternative» und nicht «die Schweizer Lösung». Sie sind Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz und ohne Schweizer Rechtsweg. Wer sie nutzt, trägt das volle Risiko allein – und zwar jenseits der Schweizer Aufsicht.

Rechenbeispiel: Was eine Lucky 31 an einer einfachen Auswahl zahlt

Eine Lucky 31 zahlt am Ende auf 31 Linien aus – oder eben nicht. Wer fünf Auswahlen trifft und pro Linie einen Einsatz setzt, bekommt im günstigsten Fall 31 Auszahlungen, im ungünstigsten Fall null. Die Mechanik lässt sich an einem einfachen Beispiel zeigen, das nicht aus dem aktuellen Wettprogramm stammt, sondern als Rechengrösse dient.

Annahmen

Drei Auswahlen mit fiktiven Quoten 1.50, 2.00 und 2.50, ein Linieneinsatz von CHF 1, ein Gesamteinsatz von 31 × CHF 1 = CHF 31. Die Quoten stammen nicht aus dem aktuellen Wettprogramm und sind nur Beispielwerte; sie zeigen, wie sich die Auszahlung pro Linie zusammensetzt.

Auszahlung pro Linientyp

Bandbreite der Auszahlung

Was eine Lucky 31 bei den genannten Annahmen maximal auszahlt, hängt davon ab, welche Auswahlen gewinnen. Eine grobe Bandbreite für eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen auf Quoten zwischen 1.50 und 2.50 und einem Linieneinsatz von CHF 1: Die kombinierte Maximalauszahlung liegt im niedrigen vierstelligen Bereich, wenn alle Auswahlen gewinnen; bei fünf gewonnenen Tipps ist die Fünffachwette der grösste Einzelposten, die Mehrfachkombinationen summieren sich auf einen Gesamtgewinn, der deutlich über dem Gesamteinsatz von CHF 31 liegt. Verlieren drei oder mehr Auswahlen, fällt der Grossteil der Wetten aus, und nur die Einzelwetten und Doppelwetten auf die wenigen verbleibenden Auswahlen zahlen noch aus. Bei einem Verlust aller fünf Auswahlen ist der Gesamteinsatz von CHF 31 weg.

Marge im Preis

Die Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 sind Buchmacher-Quoten, die eine Marge enthalten. Auf einem Dreiwege-Markt mit diesen Quoten würde die Auszahlungsquote – bei drei etwa gleichwertigen Ausgängen – unter 90 % liegen, was eine Marge von über 10 % bedeutet. Bei einer Lucky 31 mit 31 Wetten auf Märkten mit vergleichbarer Marge wirkt diese Spanne 31-mal: Pro Franken Einsatz zahlt der Markt im Durchschnitt weniger als 90 Rappen aus, der Rest ist Marge. Eine Lucky 31 ist deshalb kein «klügerer» Tipp – sie ist eine teurere Variante desselben Pakets.

Wichtiger Vorbehalt

Diese Rechnung zeigt Mechanik, nicht Marktchance. Welche Auswahl gewinnt, weiss vor dem Spiel niemand. Wer fünf Auswahlen trifft, gibt fünf unabhängige Tipps ab – jeder kann falsch sein. Die Mechanik der Lucky 31 sorgt dafür, dass schon ein verlorener Tipp den grössten Teil des Pakets ausfallen lässt; nur die Einzelwetten auf die anderen vier Auswahlen zahlen noch aus.

Häufige Fragen zu Lucky 31 Wetten

Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?

Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen, die insgesamt 31 einzelne Wetten umfasst. Sie baut auf einem System von Einzel- bis Fünffachkombinationen auf, wie es im Abschnitt über den Aufbau detailliert beschrieben ist. Sie enthält damit jede Kombinationsmöglichkeit, die sich aus fünf Auswahlen bilden lässt, vom einfachen Tipp bis zur kompletten Fünffachkombi.

Wie verteilen sich die 31 Wetten auf die einzelnen Stufen?

Die 31 Wetten setzen sich aus 5 Einzelwetten (eine pro Auswahl), 10 Doppelwetten (jede Kombination aus 2 von 5 Auswahlen), 10 Dreierwetten (jede Kombination aus 3 von 5), 5 Vierfachwetten (jede Kombination aus 4 von 5) und 1 Fünffachwette (alle 5 zusammen) zusammen. Pro Auswahl gibt es eine Einzelwette, pro Kombination eine Mehrfachwette.

Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?

Die Lucky 15 nutzt 4 Auswahlen und erzeugt 15 Wetten; die Lucky 31 nutzt 5 Auswahlen und erzeugt 31 Wetten; die Lucky 63 nutzt 6 Auswahlen und erzeugt 63 Wetten. Der Aufbau folgt demselben Muster – Einzelwetten plus alle Mehrfachkombinationen – die Zahl der Wetten wächst mit jeder zusätzlichen Auswahl.

Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?

Der Gesamteinsatz ist das 31-fache des Linieneinsatzes. Wer CHF 1 pro Linie setzt, zahlt CHF 31 Gesamteinsatz; wer CHF 2 pro Linie setzt, zahlt CHF 62; wer CHF 5 pro Linie setzt, zahlt CHF 155. Bei Sporttip gilt zusätzlich die Systemwette-Limite von CHF 10’000, bei Jouez Sport die Multiple-Schein-Limite von CHF 7’500.

Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Quoten müssen zwischen 1.10 und 100’000 liegen.

Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Lucky-31-Paket?

Jede Wettquote enthält eine Marge des Veranstalters. Auf einem Dreiwege-Markt entspricht die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/Quote jedes Ausgangs), die Marge ist 100 % minus dieser Auszahlungsquote. Bei einer Lucky 31 mit 31 Linien wirkt diese Marge 31-mal: Pro Franken Einsatz zahlt der Markt im Durchschnitt weniger als 100 Rappen aus, der Rest ist Marge. Eine Lucky 31 ist deshalb kein «klügerer» Tipp, sondern eine teurere Variante desselben Wettpakets.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»