Wettanbieter im Vergleich: Welche Anbieter in der Schweiz erlaubt sind und was die Unterschiede kosten

Updated Oktober 2026
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Eine leere Laufbahn mit Startblöcken in einem Stadion am Morgen, die roten Bahnen glänzen vom Tau.

Stand: Oktober 18, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungs- und Spielregeldaten der Gespa, der Eidgenössischen Spielbankenkommission und der Veranstalter.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Wer in der Schweiz Sport wetten will, hat eine kurze Liste und eine lange. Die kurze ist die Liste der erlaubten Anbieter und umfasst genau zwei Namen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was einem im Netz an Wettanbietern begegnet, ist ausländisch und hat in der Schweiz keine Bewilligung. Beide Gruppen werden hier verglichen, aber nicht gleichbehandelt: Die eine ist erlaubt und geschützt, die andere ist es nicht.

Die Unterschiede, die für einen Wettenden zählen, liegen selten in der Werbung. Sie liegen in der Bewilligung, in der Marge, die in jeder Quote steckt, in den Limits, die ein Konto begrenzen, und in der Frage, wohin eine Auszahlung eigentlich geht. Dieser Vergleich geht die Kriterien durch, die ein Angebot tatsächlich messbar machen, und ordnet am Ende zehn Anbieter danach ein, was sie einem Spielenden in der Schweiz bieten können – und was sie ihm nicht bieten können.

Boni und Gratiswetten: was ein Willkommensangebot wirklich kostet

Wettanbieter werben mit Boni und Gratiswetten, als wären sie Geschenke. Sie sind es nicht. Sie sind Vorauszahlungen an einem Umsatz, den der Anbieter festlegt, und die Bedingungen stehen in den Spielregeln, nicht im Werbebanner. Wer den Bonus einlöst, ohne den Text zu lesen, bezahlt am Ende oft mehr, als der Bonus wert war.

Ein Volleyball liegt im Sand eines Spielfelds am Seeufer, im Hintergrund gleitet ein Boot über das Wasser.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Was die Werbung verschweigt

Ein Bonus in Prozent bedeutet, dass der Anbieter einen Teil der Einzahlung als zusätzliches Spielguthaben gibt – und sich die Auszahlung dieses Guthabens mit Bedingungen teuer bezahlen lässt. Üblich sind ein vielfacher Umsatz des Bonus, eine Mindestquote pro Wette und eine Frist, innert derer der Umsatz stehen muss. Wer nicht innerhalb dieser Frist umsetzt, verliert Bonus und oft auch die Gewinne, die daraus entstanden sind. Eine Gratiswette ist noch enger kalkuliert: Meist wird nur der Nettogewinn ausgezahlt, der Einsatz der Gratiswette verfällt. Ein Gewinn aus einer 50-Franken-Gratiswette zu Quote 3.00 ist nicht 150 Franken, sondern 100 Franken – und das nur, wenn die Wette aufgeht.

In der Schweiz sind die beiden erlaubten Veranstalter keine klassischen Bonusanbieter wie die ausländischen Vergleichsportale sie beschreiben. Bei Swisslos heisst das einsatzfähige Plus «Kombiboost»: Auf den Nettogewinn einer Kombiwette mit mindestens vier Voraussagen zu je mindestens Quote 1.50 gibt es einen Bonus von 5 % bei vier Tipps, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solcher Voraussagen – Einsatz und Gewinnerhöhung sind dabei limitiert, und der Bonus verfällt bei einem Cash-Out. Es ist kein Willkommensgeschenk, sondern eine Mehrleistung auf eine Wettart, die der Veranstalter sowieso anbietet. Wer mit kleinen Einsätzen auf wenige Tipps setzt, bekommt nichts.

Eine Wendeltreppe aus Stein in einem alten Gebäude, Licht fällt durch ein schmales Fenster auf die Stufen.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Was bei ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung zu beachten ist

Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sind die Bonusbedingungen die Hausregel des Anbieters – nicht durch die Gespa geprüft, nicht durch das Geldspielgesetz gedeckt, nicht durchsetzbar in der Schweiz. Das bedeutet konkret: Gibt der Anbieter den Bonus nicht aus, hat der Spielende in der Schweiz keinen Richter, der das anordnet. Die Sperrliste der Gespa kann solche Domains blockieren, und wer eine ausländische Plattform nutzt, muss zudem damit rechnen, dass Gewinne aus ausländischen Grossspielen im Kanton Thurgau vollumsteigestang als Einkommen versteuert werden.

Das Werbeversprechen «100 % Bonus» lohnt sich nur, wenn der geforderte Umsatz zur eigenen Wettweise passt. Wer auf Einzelwetten zu Quote 2.00 setzt steht, hat bei einem 5-fachen Umsatz zu Mindestquote 1.50 einen deutlich einfacheren Weg als jemand, der auf unter 1.50 wetten muss. Eine seriöse Bonusseite zeigt die Bedingungen vor der Anmeldung; eine unseriöse versteckt sie.

Welcher Bonusstil zu wem passt

Wer selten und mit kleinen Einsätzen spielt, ist mit einem Bonus schlecht bedient – der Umsatz lohnt sich erst ab einer gewissen Spielfrequenz. Wer häufig kombiniert, profitiert vom Sporttip-Kombiboost, weil er ohnehin mehrere Voraussagen auf einem Schein hat. Wer lieber Einzelwetten setzt, bekommt in der Schweiz kein nennenswertes Bonusangebot und braucht auch keines: die Quoten bei Sporttip sind eng, die Limits klar, der Gewinn fliesst direkt aufs Konto.

Zahlungen und Auszahlungsdauer: wohin das Geld geht und wie schnell

Wer Geld einzahlt, will es auch wieder auszahlen können. In der Schweiz geht das nur auf ein Konto im eigenen Namen. Das ist nicht ein Bonus der Veranstalter, sondern eine Vorgabe der Verordnung über Geldspiele: Gewinne und Restguthaben werden auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden überwiesen. Anonyme Auszahlungen, Auszahlungen auf Konten Dritter oder in Kryptowährungen sind im bewilligten Markt nicht möglich. Wer das anbietet, ist kein bewilligter Anbieter.

Zahlungswege bei Sporttip

Bei Swisslos kann Spielguthaben per Online-Zahlung oder per Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag 20 Franken, innert 30 Tagen höchstens 10’000 Franken, und der Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt. Eine der angebotenen Methoden ist PostFinance Pay: die Bestätigung der Transaktion läuft direkt in der PostFinance-App. Kreditkarten, E-Wallets oder Kryptowährungen sind im Schweizer System keine Auszahlungsmethoden – wer eine andere Zahlungsvielfalt sucht, sucht sie ausserhalb der Bewilligung.

Auszahlungsdauer und -gebühren

Die Auszahlung des Spielguthabens bei Swisslos geht auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen kostenlos, ab der dritten kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung selbst dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne bis 1’000 Franken pro Wettquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne darüber gehen innert drei Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto, sofern die Zahlungsverbindung hinterlegt ist. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar – das ist ein Unterschied zum klassischen Gratiswetten-Modell der ausländischen Anbieter.

Die Auszahlungsdauer von 5 bis 10 Arbeitstagen bei Swisslos wirkt lang, gemessen an ausländischen Anbietern, die mit «24 Stunden» werben. Aber sie bringt das Geld auf ein Schweizer Konto, in Franken, unter dem Schutz des Geldspielgesetzes. Ein ausländischer Anbieter, der «sofort» auszahlt, zahlt auf ein Konto im EWR, in einer anderen Währung, und nimmt dafür eine Lizenz eines Landes, das in der Schweiz keine Gültigkeit hat.

Warum ausländische Zahlungsmethoden kein Vorteil sind

Bei Curaçao-Anbietern wird oft mit Paysafecard, Klarna oder PayPal geworben. Diese Zahlungsmethoden sind im Schweizer Markt irrelevant: Die Gespa kennt diese Anbieter nicht, die Sperrliste kann ihre Webseiten blockieren, und es gibt keine Schweizer Instanz, die eine verweigerte Auszahlung erzwingt. Wer auf eine bestimmte Zahlungsmarke Wert legt, hat in der Schweiz zwei Anbieter – und nur zwei.

Mobile Wett-App: was eine Sportwetten-App leisten muss und was nicht

Eine App ist heute der häufigste Weg, eine Wette zu platzieren. Sie muss schnell sein, stabil laufen und die Wettangebote darstellen, ohne den Spielenden zu Dauerwetten zu verleiten. Genau dies ist der Punkt, an dem viele ausländische Anbieter scheitern: Push-Benachrichtigungen, Live-Quoten-Updates und personalisierte Angebote sind nicht Service, sondern Mechanik, die den nächsten Klick fördert.

Sporttip-App

Sporttip bietet eine App für iOS und Android. Wetten können online über Swisslos oder die App abgegeben werden; in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Damit wird die App zur Schnittstelle zwischen Online und Verkaufsstelle – ein Hybrid, den es bei keinem ausländischen Anbieter gibt. Wer am Schalter spielt, kann seine Tipps vorbereiten und vor Ort abgeben.

Die App ist kein eigenes Wettprogramm, sondern der mobile Zugang zum bestehenden Wettangebot. Das hat einen Vorteil: Was in den Spielregeln steht, gilt in der App genauso, inklusive aller Limits und Sicherheitsabfragen. Das hat einen Nachteil: Wer Push-Benachrichtigungen bei Quotenänderungen gewohnt ist, bekommt sie nicht im selben Tempo.

Was ausländische Apps anders machen – und warum das kein Qualitätsmerkmal ist

Ausländische Wett-Apps werben mit Livestreaming, In-Play-Animationen und personalisierten Quoten-Boosts. Das ist eine Mischung aus Unterhaltung und Wetten. Für gelegentliche Spielende mag das reizen. Für jemanden, der sein Wettverhalten im Blick behalten will, ist es ein Risiko: Eine App, die alle vier Sekunden einen neuen Anreiz sendet, ist nicht neutral. In der Schweiz sind die Möglichkeiten einer App durch das Spielregime begrenzt – Cash-Out ist nur als vollständiges Cash-Out verfügbar, kein Streaming ausserhalb der zugelassenen Events, keine Spielautomaten in der App. Das ist nicht Armut, sondern Regulierung.

Livewetten und Cash-Out: Reaktionszeit, Marge und die Frage, was vorzeitig beendet heisst

Livewetten sind Wetten, während das Spiel läuft. Sie sind in der Schweiz erlaubt, aber sie sind an Bedingungen geknüpft. Der Anbieter muss das Ereignis überhaupt listen, er muss die Quote stellen, und er muss entscheiden, wann er keine Quote mehr stellen will – etwa nach einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Schiedsrichter-Entscheidung. Bei Sporttip kann Swisslos Wetten in solchen spielentscheidenden Situationen mit Quote 1.00 werten. Das ist kein Fehler, sondern eine Regelung gegen Wetten auf den gerade eingetretenen Ausgang.

Wie Cash-Out funktioniert und was es kostet

Cash-Out bedeutet, dass der Anbieter eine laufende Wette vor Spielende zu einem festgelegten Betrag zurückkauft. Bei Sporttip ist Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei Spielende. Das ist die Mechanik: Der Anbieter nimmt dem Spielenden das Ergebnisrisiko ab und behält dafür einen Abschlag. Wer Cash-Out nutzt, weil er den Gewinn sichern will, sollte wissen, dass er genau diesen Abschlag bezahlt. Wer Cash-Out nutzt, um eine drohende Niederlage zu verkürzen, bekommt nur einen Teil des Einsatzes zurück – und bezahlt die Marge doppelt: einmal in der ursprünglichen Quote, einmal im Cash-Out-Preis.

Die Reaktionszeit der Live-Quoten

Bei Livewetten zählt jede Sekunde. Eine Quote, die fünf Sekunden zu spät aktualisiert wird, ist nicht mehr aktuell. Bei einem inländischen Anbieter wie Swisslos ist die technische Plattform auf einen überschaubaren Markt ausgelegt, was bei den zugelassenen Events funktioniert. Bei grossen ausländischen Anbietern ist die Reaktionszeit oft schneller, weil sie auf mehr Events und mehr Liquidität zugreifen – aber sie haben keine Schweizer Bewilligung, und die Quote steht auf einer Plattform, die in der Schweiz gesperrt werden kann.

Welcher Spielende zu welchem Livewetten-Angebot passt

Wer auf wenige, grosse Events wettet (Bundesliga, Champions League, NHL, internationale Turniere), findet bei Sporttip ein ausreichendes Livewetten-Programm mit Cash-Out. Wer auf exotische Live-Märkte setzt – Handball-Ligen zweiter Reihe, ecuadoria Live, untere Fussball-Ligen – wird bei Sporttip nicht fündig und ist dann bei einem ausländischen Anbieter, sofern er das rechtliche Risiko in Kauf nimmt. Wer mit Cash-Out Verluste begrenzen will, sollte es nur einmal pro Wette nutzen – Cash-Out als Dauerstrategie ist eine stille Marge, die das eigene Guthaben langsam auflöst.

Wettarten und Quoten: Kombi, System, Ecken, Handicap und die Marge, die in jeder Zahl steckt

Die Quote einer Wette ist der Preis, zu dem ein Anbieter ein Ergebnis anbietet. Sie ist nie neutral. Sie enthält immer eine Marge – den Anteil, den der Anbieter vom Umsatz einbehält. Wer zwei Anbieter vergleicht, vergleicht nicht nur die Quote, sondern die Differenz in der Marge. Bei einer Zweiweg-Wette zu Quote 1.90 / 1.90 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1.0526 = 95 %, die Marge entsprechend 5 %. Das ist die Spanne, die ein Anbieter bei jedem Franken Einsatz auf diesem Markt verdient – und sie variiert von Markt zu Markt und von Anbieter zu Anbieter.

Die Grundrechnung der Quote

Eine Wette zu Quote 2.10 mit Einsatz 10 Franken gewinnt 21 Franken, der Nettogewinn ist 11 Franken. Bei einer Kombiwette mit zwei Voraussagen multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Eine Wette zu 1.80 × 2.20 hat Gesamtquote 3.96, Einsatz 10 Franken, Gewinn bei einem richtigen Tipp 39.60 Franken, Nettogewinn 29.60 Franken – vorausgesetzt, beide Voraussagen treffen ein. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine kleine Mechanik, die bei grossen Einsätzen sichtbare Franken verschiebt.

Wettarten, die in der Schweiz verfügbar sind

Das Sporttip-Programm kennt Einzelwetten, Kombiwetten und Systemwetten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung – etwa «Heimsieg und Über 2.5 Tore im gleichen Spiel» – werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombiwette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das schützt den Veranstalter und den Spielenden gleichermassen.

Ecken, Karten, Handicap-Wetten, Torschützenwetten – das Angebot hängt von der zugelassenen Event-Liste der Gespa ab. Was dort nicht steht, wird nicht angeboten. Ecken- und Kartenmärkte etwa sind in der Gespa-Liste nicht aufgeführt, was ihre Abwesenheit bei Sporttip erklärt. Bei ausländischen Anbietern ist das Angebot breiter, aber ohne Schweizer Bewilligung.

Die Marge im Quotenvergleich

Die Marge variiert je nach Markt und Anbieter. Bei einem grossen, liquiden Markt wie der Bundesliga-Meisterschaft liegt die Marge erfahrungsgemäss zwischen 2 und 5 %, bei kleinen Märkten oder Spezialwetten steigt sie schnell auf 8 bis 12 %. Wer Quoten vergleicht, vergleicht nicht die Zahl, sondern den Anteil hinter der Zahl. Ein Anbieter mit Quote 1.95 statt 1.90 nimmt auf den ersten Blick weniger Marge – aber wenn diese Quote nur auf einem schmalen Markt verfügbar ist, kann der Spread bei anderen Wetten entsprechend grösser sein.

Welcher Wettstil zu welchem Angebot passt

Wer Einzelwetten auf klare Favoriten setzt, ist mit engen Margen besser bedient und braucht keinen Bonuswetten-Discounter. Wer mit Kombiwetten spielt, ist auf den Kombiboost angewiesen, um die zusätzliche Marge der Multiplikation zu kompensieren. Wer Systemwetten nutzt, braucht einen Anbieter mit stabiler Quotenberechnung und klaren Limits – beides ist bei Sporttip mit Höchsteinsatz 10’000 Franken pro Systemwette definiert.

Sportarten und Turniere: was in der Schweiz wettbar ist und was nicht

Die Liste der wettbaren Sportereignisse ist in der Schweiz geschlossen. Sie wird von der Gespa geführt und periodisch aktualisiert. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Das gilt für Fussball genauso wie für Tennis, UFC, Futsal oder Esports.

Fussball als wichtigster Markt

Fussball ist der grösste Wettmarkt in der Schweiz. Die Schweizer Super League, die Champions League, die Bundesliga, die Premier League, die Serie A, La Liga, die Ligue 1, die Europa League und die Europa Conference League sind auf der Liste. Nationale Pokalwettbewerbe sind es ebenso. Qualifikationsspiele sind nur dann wettbar, wenn sie explizit gelistet sind. Frauenfussball ist wettbar, wenn er auf der Liste steht; Juniorenfussball nicht, weil Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen vom Gesetz ausgeschlossen sind.

Tennis, UFC, Futsal

Tennis ist mit den grossen Turnieren (Australian Open, French Open, Wimbledon, US Open) und den ATP- und WTA-Turnieren wettbar, soweit gelistet. UFC-Kämpfe sind als Events wettbar, wenn sie auf der Gespa-Liste stehen – nicht jeder UFC-Event ist automatisch zugelassen. Futsal ist nur wettbar, wenn die Gespa den Wettbewerb führt; nicht alle internationalen Futsal-Turniere sind enthalten.

Esports und Spezialmärkte

Esports taucht in der Gespa-Liste nicht auf. Das heisst: Wetten auf League of Legends, Dota 2, CS:GO oder vergleichbare Titel sind in der Schweiz nicht erlaubt, auch wenn ausländische Anbieter sie anbieten. Wetten auf das Wetter, auf politische Ereignisse oder auf TV-Shows sind nach dem Geldspielgesetz ausgeschlossen – Sportwetten sind auf Sportereignisse begrenzt.

Welcher Spielende zu welchem Sportangebot passt

Wer auf Fussball, Tennis oder grosse UFC-Events wettet, findet bei Sporttip ein vollständiges Programm. Wer auf Esports, Spezialwetten oder exotische Live-Märkte setzt, wird in der Schweiz nicht bedient und ist dann gezwungen, eine ausländische Plattform zu nutzen – mit allen rechtlichen Konsequenzen, die das mit sich bringt.

Neue Wettanbieter: warum eine Schweizer Bewilligung Voraussetzung ist

Jedes Jahr tauchen neue Wettanbieter auf. Manche werben mit Kryptowährungen, manche mit «keine Verifizierung», manche mit Bonusbedingungen, die kein Schweizer Anbieter bieten würde. Die entscheidende Frage ist immer: Hat dieser Anbieter eine Schweizer Bewilligung?

Die Ausgangslage

In der Schweiz ist die Zahl der bewilligten Wettanbieter gesetzlich auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Es gibt keine «dritte Bewilligung», die ein neuer Anbieter beantragen könnte. Jeder neue Anbieter, der Schweizer Kunden wirbt, ist entweder einer der beiden bestehenden Veranstalter mit einem neuen Produkt – oder ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.

Was neue Anbieter meistens sind

Die meisten neuen Anbieter sind Curaçao-lizenzierte Plattformen mit weichen Bonusbedingungen und aggressiver Werbung. Ihre Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft. Das bedeutet: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Sperrliste-Anbindung, keine Schweizer Auszahlungsgarantie. Die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen, was zu einer DNS-Blockade in der Schweiz führt. Solche Anbieter tauchen unter neuen Domains wieder auf – die Gespa spricht von «Domain-Hopping» und nennt unter anderem Interwetten und bet365 als Beispiele.

Woran ein neuer Anbieter zu erkennen ist

Ein Anbieter mit Schweizer Bewilligung erkennt man an drei Dingen: An der Gespa-Aufsicht, an der Veranstalterbewilligung nach dem Geldspielgesetz und an der Spielbewilligung für das konkrete Produkt. Swisslos und Loterie Romande veröffentlichen diese Bewilligungen auf ihren Webseiten und in ihren Geschäftsberichten. Wer das nicht tut, hat keine. Wer mit «internationaler Lizenz» wirbt, hat eine Lizenz in einem anderen Land, die in der Schweiz nicht gilt.

Top-10-Vergleich: die zugelassenen Anbieter und zehn Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach ihrer Bewilligungslage in der Schweiz. Sie macht keine Aussagen zu Bonusbedingungen, Quoten oder Spielangeboten, weil diese Faktoren bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung nicht durch die Gespa geprüft sind und sich nicht mit den Schweizer Anbietern vergleichen lassen. Sie macht eine Aussage zur Frage, welche Anbieter in der Schweiz überhaupt zugelassen sind.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Spielbewilligung Sporttip; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Spielbewilligung Jouez Sport; Aufsicht Gespa
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Gültigkeit (Art. 4 BGS)
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Gültigkeit (Art. 4 BGS)
Duelbits ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Gültigkeit (Art. 4 BGS)
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Gültigkeit (Art. 4 BGS)
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Gültigkeit (Art. 4 BGS)
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Gültigkeit (Art. 4 BGS)
Donbet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Gültigkeit (Art. 4 BGS)
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Gültigkeit (Art. 4 BGS)

Was die Tabelle zeigt

Die Tabelle zeigt, dass nur zwei Anbieter in der Schweiz Sportwetten veranstalten dürfen. Sie zeigt weiter, dass die übrigen acht Anbieter eine Lizenz haben können – in Curaçao, Malta, Deutschland oder anderswo –, dass diese Lizenz in der Schweiz aber keine Wirkung entfaltet. Wer bei einem dieser Anbieter wettet, wettet ausserhalb des Geltungsbereichs des Geldspielgesetzes, ohne Anbindung an die Spielsperre und ohne Schweizer Rechtsschutz.

Was die Tabelle nicht zeigt

Die Tabelle macht keine Aussage über Quoten, Boni, Auszahlungsdauer oder Spielangebot. Das wäre irreführend, weil diese Faktoren bei den ausländischen Anbietern nicht durch eine Schweizer Behörde geprüft werden. Wer die Quoten vergleichen will, vergleicht sie auf den Plattformen der Anbieter selbst – und muss dabei wissen, dass ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung seine Plattform in der Schweiz nicht betreiben darf.

Überblick und Einordnung: was die Zahl der Wettanbieter für die Schweiz bedeutet

Es gibt in der Schweiz viele Wettanbieter – wenn man die ausländischen mitzählt. Rein zahlenmässig ist der Markt riesig, und eine Internetsuche nach «besten Wettanbieter» liefert Seiten mit zwanzig, dreissig oder fünfzig Namen. Die meisten davon haben mit dem Schweizer Markt nichts zu tun. Sie sind in anderen Ländern lizenziert, akzeptieren Schweizer Kunden, zahlen in Euro oder Dollar aus und werben auf Deutsch, weil der Markt dafür gross genug ist.

Wie viele Wettanbieter in der Schweiz tatsächlich verfügbar sind

In der Schweiz sind es zwei: Swisslos Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie Loterie Romande Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Wer in einem dieser Gebiete wohnt, kann sich bei genau einem der beiden Veranstalter online registrieren. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann sich bei beiden online registrieren, sofern die Adressprüfung das bestätigt. Die Registrierung setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus sowie ein Mindestalter von 18 Jahren und das Nichtbestehen einer Spielsperre.

Warum die Bewilligung das wichtigste Kriterium ist

Eine Bewilligung in der Schweiz bedeutet: Das Geldspielgesetz gilt, die Gespa beaufsichtigt, die Spielsperre wird im zentralen Register geführt, Gewinne werden auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Konto überwiesen, Limits sind vom Veranstalter verlangte und vom Spielenden gesetzte Werte, und Werbung unterliegt den Werbebeschränkungen. Ohne Bewilligung fehlt all das. Es gibt keinen Schweizer Richter, der eine Auszahlung erzwingt; es gibt keine Schweizer Spielsperre, die für alle Anbieter gilt; es gibt keine Schweizer Aufsicht, die ein faires Spiel prüft.

Welche Kriterien ein Vergleich sinnvoll macht

Ein sinnvoller Vergleich der zugelassenen Anbieter umfasst: die Bewilligungslage, die Grösse des Wettprogramms, die Margen auf den Hauptmärkten, die Limits für Einzel- und Kombiwetten, die Cash-Out-Bedingungen, die Auszahlungsdauer, die Spielerschutzfunktionen (Verlustlimit, Einzahlungslimit, Selbstausschluss) und die Erreichbarkeit des Kundendienstes. Bei Anbietern ohne Bewilligung kann man Quoten und Boni auflisten – aber der Vergleich wird dadurch nicht fairer, weil die Voraussetzungen fehlen.

Worauf dieser Vergleich beruht

Die Daten zu Swisslos stammen aus dem Geschäftsbericht 2025 von SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft sowie aus den Sporttip-Spielregeln und Teilnahmebedingungen in der jeweils aktuellen Version. Die Daten zur Loterie Romande stammen aus deren eigenen Angaben («La Loterie Romande en bref»). Die Rechtsgrundlagen sind das Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz, BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und die dazugehörige Verordnung (VGS) sowie das Konkordat der Kantone über die gemeinsame Aufsicht (Geldspielkonkordat, in Kraft seit 1. Januar 2021). Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern).

Rechtliche Lage: warum eine Schweizer Bewilligung nicht gleichbedeutend mit «seriös» ist

Das Wort «seriös» wird in der Wettbranche inflationär verwendet. Jeder Anbieter wirbt damit. In der Schweiz hat das Wort einen klaren Inhalt: ein Anbieter ist seriös, wenn er eine Bewilligung hat, und er ist es nicht, wenn er keine hat. Dazu kommt: Auch die zugelassenen Anbieter unterliegen Regeln, die ein seriöses Spielen erst ermöglichen – Limits, Spielsperre, Werbebeschränkung und Aufsicht.

Das Geldspielgesetz und die Gespa

Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) unterscheidet zwischen Grossspielen und Kleinspielen. Sportwetten fallen unter die Grossspiele und brauchen eine Veranstalterbewilligung sowie eine Spielbewilligung pro Spiel. Eine ausländische Bewilligung – gleich aus welchem Land – gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Die Aufsicht über die zugelassenen Veranstalter führt die Gespa, nicht die Eidgenössische Spielbankenkommission ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Was eine Bewilligung konkret bedeutet

Die Bewilligung verlangt vom Veranstalter: ein Mindestalter von 18 Jahren für die Spielteilnahme, eine Identifizierung bei der Online-Registrierung, ein einziges Konto pro Person, eine Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen, ein System von Limits, die der Spielende setzen kann, eine Spielsperre im zentralen Register und Werbung, die nicht irreführend ist und sich nicht an Minderjährige richtet. Diese Anforderungen gelten für beide bewilligten Veranstalter gleichermassen.

Was ohne Bewilligung passiert

Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten in der Schweiz anbietet, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft; aber Gewinne und Einsätze können in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden, und es gibt keine Schweizer Stelle, die eine Auszahlung erzwingt. Die Werbung für solche Anbieter ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird mit Busse bis 500’000 Franken bestraft (Art. 131 BGS). Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains, die von Schweizer Telekomanbietern per DNS blockiert werden.

Ein Anbieter kann seriös wirken – mit deutscher oder maltesischer Lizenz, mit Sitz in einem EWR-Land, mit ESG-konformer Geschäftsführung – und in der Schweiz trotzdem illegal sein, weil seine Lizenz dort nicht gilt. Umgekehrt kann ein Anbieter mit Schweizer Bewilligung Kritik auf sich ziehen – etwa wegen seines Werbedrucks oder seiner Bonuspolitik –, bleibt aber innerhalb des rechtlichen Rahmens, weil er von der Gespa beaufsichtigt wird. Die Bewilligungslage ist die einzige Frage, die mit einem Blick geklärt werden kann. Alles andere ist Verhandlungssache zwischen Anbieter und Spielendem.

Was eine Curaçao-Lizenz für Schweizer Spielende bedeutet

Eine Curaçao-Lizenz bedeutet: Der Anbieter hat sich in Curaçao registrieren lassen und unterliegt dessen Aufsichtsbehörden. In der Schweiz hat diese Lizenz keine Gültigkeit. Für Schweizer Spielende bedeutet das: kein Schweizer Rechtsschutz, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht über Quoten und Spielmechanik, keine Garantie, dass der Anbieter eine Auszahlung tatsächlich leistet, und die Möglichkeit, dass die Gespa die Domain auf die Sperrliste setzt. Wer mit Kryptowährung einzahlt, hat zusätzlich das Problem, dass die Auszahlung nicht auf ein Schweizer Konto erfolgt und die Gewinne in einem Kanton wie Thurgau vollumsteigess als Einkommen versteuert werden können.

Verantwortungsvolles Spielen: Limiten, Pausen und Sperren

Wer in der Schweiz wettet, hat mehr Werkzeuge zur Selbstkontrolle als in den meisten ausländischen Märkten. Das liegt am Geldspielgesetz, das den Veranstalter verpflichtet, seinen Kundinnen und Kunden Werkzeuge zur Verhaltenskontrolle anzubieten. Diese Werkzeuge sind kein Bonus, sondern eine Pflicht.

Verlust- und Einzahlungslimit

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Tag ist 9’923 Franken, für unter 21-Jährige 1’000 Franken. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – diese Kartezeit gibt dem Spielenden eine Bedenkzeit, in der ein impulsives «Mehr» blockiert wird. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite, die pro 30-Tages-Zeitraum gilt.

Spielsperre und Pause

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt für alle Casinos und Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Pause ist bis zu sechs Monate möglich. Eine Aufhebung der Spielsperre ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur mit Beteiligung einer Fachstelle.

Werbung und Schutz vor Überredung

Die Werbung für Glücksspiele in der Schweiz darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für nicht bewilligte Anbieter ist verboten. Es gibt keine zeitliche Werbebeschränkung; es gibt aber Beschränkungen zur Form und zur Zielgruppe. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) – 2025 hat sie 24 solchen Aktionen der Loterie Romande und 8 der Swisslos zugestimmt.

Wo Spielende Hilfe finden

Die Gespa-Liste der blockierten Domains (Sperrliste) wird vom Bund und den Kantonen gemeinsam geführt. Bei Fragen zur Spielsucht bieten die kantonalen Suchtberatungen und die Fachstelle Sucht Schweiz ihre Hilfe an. Spielende mit einer Spielsperre können über die Fachstelle eine Aufhebung beantragen; das Verfahren ist so gestaltet, dass es nicht durch eine spontane Entscheidung umgangen werden kann.

Kryptowährungen und Anonymität: warum das in der Schweiz kein Vorteil ist

Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sind im Sportwetten-Marketing ein Verkaufsargument: «anonyme Einzahlung», «schnelle Auszahlung», «keine Bank dazwischen». In der Schweiz funktioniert dieses Argument nicht. Hier ist die Anonymität kein Vorteil, sondern ein Ausschlusskriterium.

Warum Krypto-Auszahlungen in der Schweiz nicht möglich sind

Die Verordnung über Geldspiele verlangt, dass Gewinne und Restguthaben auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden überwiesen werden (Art. 50 Abs. 2 VGS). Das schliesst Auszahlungen auf Krypto-Wallets aus, weil diese keine Zahlungskonten im Sinne der Verordnung sind. Wer eine Auszahlung in Bitcoin anbietet, ist kein bewilligter Schweizer Anbieter.

Was «anonym wetten» in der Praxis bedeutet

Bei ausländischen Anbietern ist die anonyme Wette technisch möglich: Kontoeröffnung mit E-Mail, Einzahlung mit Kryptowährung, Auszahlung auf ein Wallet. Aber «anonym» heisst hier nur, dass der Anbieter weniger Daten erhebt – nicht, dass die Wette unsichtbar ist. Die Transaktionen auf der Blockchain sind öffentlich, die Anbieter haben eigene Aufzeichnungen, und die Gespa kann Domains sperren, auch wenn die Wette selbst anonym ist. Wer in der Schweiz mit Krypto wettet, hinterlässt Spuren, die sich später zuordnen lassen.

Welche Spielergruppe zu welchem Angebot passt

Wer aus Überzeugung Krypto nutzt – aus politischen, ideologischen oder technischen Gründen –, ist in der Schweiz nicht bedient. Die bewilligten Anbieter akzeptieren kein Krypto. Wer aber aus Sicherheitsgründen anonym wettet, irrt sich: In der Schweiz ist die Sicherheit an die Bewilligung gekoppelt, nicht an die Anonymität. Eine Krypto-Wette bei einem Curaçao-Anbieter ist nicht sicherer als eine Karte-Wette bei Swisslos – sie ist im Gegenteil weniger sicher, weil kein Schweizer Anbieter dahinter steht.

Der Krypto-Markt als Marketing-Hebel

Die Werbung mit Kryptowährungen ist ein Marketing-Hebel, der ein Grundbedürfnis anspricht: «Meine Finanzdaten gehören mir». Das Bedürfnis ist berechtigt; die Schlussfolgerung, dass ein Krypto-Wettanbieter deshalb seriös sei, ist es nicht. In der Schweiz ist die Frage nicht «Krypto oder Karte», sondern «Schweizer Bewilligung oder keine». Die erste Frage ist die rechtliche, die zweite die wirtschaftliche. Beide sind unabhängig voneinander zu beantworten.

Berechnung der Marge: was eine Quote 1.90 / 1.90 wirklich bedeutet

Eine Wette zu Quote 1.90 auf Heimsieg und 1.90 auf Auswärtssieg sieht für den Spielenden wie ein faires Angebot aus: Beide Seiten haben fast die gleiche Gewinnchance, und der Einsatz wird im Gewinnfall glatt verdoppelt. Die Rechnung sieht aber anders aus, wenn man die impliziten Wahrscheinlichkeiten ausrechnet: 1/1.90 = 0.5263, 1/1.90 = 0.5263, zusammen 1.0526. Eine echte faire Wette hätte eine Summe von 1.0000. Die Differenz von 0.0526 – das sind die 5.26 %, die der Anbieter vom Umsatz einbehält.

Wie die Marge entsteht

Bei einer Zweiweg-Wette ist die faire Auszahlungsquote 100 %. Wenn die impliziten Wahrscheinlichkeiten aus den Quoten zusammen mehr als 100 % ergeben, ist die Differenz die Marge des Anbieters. Bei 1.90 / 1.90 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ 1.0526 = 95 %, die Marge 5 %. Bei einer engeren Wette wie 1.50 / 2.50 ist die implizite Wahrscheinlichkeit 1/1.50 + 1/2.50 = 0.6667 + 0.4 = 1.0667, die Auszahlungsquote 1 ÷ 1.0667 = 93.75 %, die Marge 6.25 %.

Was die Marge für den Spielenden bedeutet

Bei einer Marge von 5 % verliert der Spielende im Durchschnitt 5 Franken pro 100 Franken Einsatz – auf lange Sicht, bei vielen Wetten. Bei 7 % sind es 7 Franken. Das ist der «Tribut», den jedes Wettangebot kostet. Ein Spielender, der pro Woche 200 Franken einsetzt, zahlt bei 5 % Marge 10 Franken, bei 7 % Marge 14 Franken – ohne dass er einen einzigen Fehler gemacht hat. Wer viele kleine Wetten platziert, verliert mehr an der Marge als an einem schlechten Tipp.

Warum diese Rechnung nicht in der Werbung steht

Die Werbung sagt: «Beste Quoten». Die Rechnung sagt: Die Quote 1.90 / 1.90 hat 5 % Marge, die Quote 1.95 / 1.95 hat 2.56 % Marge, die Quote 1.85 / 1.85 hat 8.11 % Marge. Wer Quoten vergleicht, vergleicht diese Differenz – nicht die Zahl, die auf dem Wettschein steht. Bei grossen Anbietern mit hohem Umsatz liegt die Marge auf Hauptmärkten oft unter 3 %, bei kleinen Anbietern auf Nebenmärkten schnell über 10 %.

Welcher Spielende zu welchem Margenniveau passt

Wer mit hohem Einsatz spielt, ist mit engen Margen besser bedient – 1 % weniger Marge auf 10’000 Franken Einsatz sind 100 Franken im Jahr. Wer mit kleinem Einsatz spielt, achtet besser auf Komfort, Cash-Out-Verfügbarkeit und Bonusstruktur als auf 0.5 % Margenunterschied. Die ideale Wette für einen Spielenden mit kleinem Budget ist die mit der niedrigsten Marge im Hauptmarkt seines Anbieters.

Anbieter im Vergleich: was jeder einzelne für wen leistet

Die folgenden Profile gehen die zehn Anbieter aus der Tabelle einzeln durch. Sie machen keine Werbung und keine Empfehlung – sie beschreiben das Angebot, seine Stärken und seine Grenzen, damit ein Spielender selbst entscheiden kann.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist der eine der zwei bewilligten Veranstalter in der Schweiz. Das Sportwetten-Angebot läuft unter dem Namen Sporttip und wird in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein angeboten. Eine Online-Registrierung ist möglich für Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet; die Identität wird per Ausweis verifiziert, jede Person darf nur ein Konto führen. Das Wettprogramm umfasst Fussball, Tennis, Eishockey und weitere Sportarten aus der Gespa-Liste; die Quoten sind eng, die Limits klar (1 bis 1’000 Franken pro Einzel- und Kombiwette, 1 bis 10’000 Franken pro Systemwette). Cash-Out gibt es als vollständiges Cash-Out, Bonusmechanik ist der Kombiboost auf Mehrfachwetten.

Für wen: Für jeden Spielenden in der Deutschschweiz, der mit mittlerem Einsatz auf Fussball und Tennis wettet und sich auf die wesentlichen Märkte konzentriert. Die App erlaubt die Wettvorbereitung am Schalter, was Hybrid-Nutzer schätzen.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande ist der zweite bewilligte Veranstalter und bedient die Westschweiz mit den Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Jouez Sport ist das Sportwetten-Angebot; die Registrierung läuft analog zu Swisslos, mit Identitätsprüfung und Wohnsitznachweis im Vertragsgebiet. Die Loterie Romande betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Die Wettmechanik folgt den Gespa-Vorgaben, das heisst: vergleichbares Spielregime, vergleichbare Limits, vergleichbare Spielerschutzfunktionen wie bei Sporttip.

Für wen: Für Spielende in der Romandie, die dieselben Bedingungen wie bei Swisslos suchen – und für sie gibt es keine andere legale Option in der Region.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: ZotaBet, DirectionBet, Duelbits, Bruce Bet, HornetBet, BetOnRed, Donbet, Sportaza

Diese acht Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Sie sind in anderen Ländern registriert – typischerweise in Curaçao – und akzeptieren Schweizer Kunden über das Internet. Ihre Lizenz hat in der Schweiz keine Gültigkeit (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Spielsperrenregister angeschlossen, ihre Auszahlungen erfolgen nicht auf Schweizer Konten, ihre Werbung in der Schweiz ist verboten, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen.

Das heisst nicht, dass diese Anbieter zwangsläufig betrügerisch sind. Manche sind seit Jahren auf dem Markt, haben treue Kundschaft, zahlen aus und bieten ein faires Spiel an. Aber sie bieten es ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz: kein Gericht, das eine Auszahlung erzwingt, keine Gespa, die ein faires Spiel prüft, keine Spielsperre, die vor heimlichem Weiterspielen schützt, keine Schweizer Bank, die sich an die Geldspielgesetzgebung hält.

Für wen: Für Spielende, die explizit das breitere Angebot ausserhalb der Gespa-Liste suchen – mit dem Wissen, dass sie damit den Schutz des Schweizer Rechts aufgeben. Sie müssen zudem damit rechnen, dass ihre Gewinne im Kanton Thurgau als Einkommen versteuert werden, und dass ihre Domains jederzeit gesperrt werden können. Wer diese Risiken nicht tragen will, bleibt bei den bewilligten Anbietern.

Häufige Fragen zum Wettanbieter-Vergleich in der Schweiz

Welcher Wettanbieter ist der beste in der Schweiz, und warum hängt die Antwort vom Wettstil ab?

In der Schweiz gibt es nur zwei bewilligte Wettanbieter: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Welcher davon «der beste» ist, hängt vom Wohnsitz ab – Sporttip bedient die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport die Westschweiz. Wer in einem dieser Gebiete wohnt, hat genau eine legale Online-Option. Wer eine breitere Auswahl an Wettmärkten oder Bonusaktionen sucht, ist bei ausländischen Anbietern, gibt damit aber den Schweizer Rechtsschutz auf. Die Antwort auf «der beste Anbieter» ist also keine Rangliste, sondern die Frage, welcher Anbieter zur eigenen Wettweise und zur eigenen Bereitschaft passt, das Schweizer Recht zu verlassen.

Woran erkennt man einen seriösen Wettanbieter in der Schweiz?

In der Schweiz ist «seriös» an einer einzigen Frage festzumachen: Hat der Anbieter eine Schweizer Bewilligung? Swisslos und Loterie Romande haben je eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und stehen unter der Aufsicht der Gespa. Jeder andere Anbieter, der Schweizer Kunden wirbt, hat keine Schweizer Bewilligung, gleich wie seriös er in seinem Heimatland wirkt. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Gültigkeit, und ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kann von der Gespa jederzeit auf die Sperrliste gesetzt werden.

Was bedeutet eine Curaçao-Lizenz für Spielende in der Schweiz?

Eine Curaçao-Lizenz bedeutet, dass der Anbieter in Curaçao registriert ist und dortigen Aufsichtsregeln unterliegt. In der Schweiz hat diese Lizenz keine Gültigkeit (Art. 4 BGS). Für Spielende heisst das: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Rechtsweg bei verweigerter Auszahlung, keine Garantie, dass das Spiel fair ist, und die Möglichkeit, dass die Gespa die Webseite sperrt. Wer mit Kryptowährung einzahlt, hat zudem das Problem, dass die Auszahlung nicht auf ein Schweizer Konto erfolgt und Gewinne aus ausländischen Grossspielen in einigen Kantonen als Einkommen versteuert werden.

Wie viele Wettanbieter mit Schweizer Bewilligung gibt es?

In der Schweiz gibt es zwei bewilligte Wettanbieter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Das Geldspielgesetz begrenzt die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf diese zwei; eine dritte Bewilligung ist nicht möglich. Wer einen weiteren Anbieter mit Schweizer Lizenz sucht, sucht vergebens. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains, nicht eine Liste weiterer bewilligter Anbieter, weil es keine gibt.

Was sind Wettanbieter ohne Limits, und weshalb ist das in der Schweiz ein Warnzeichen?

«Wettanbieter ohne Limits» ist ein Werbeversprechen, das bedeutet: Der Anbieter setzt für den Spielenden keine maximale Einsatzhöhe, kein Verlustlimit und keine Einzahlungsgrenze. In der Schweiz ist das nach dem Geldspielgesetz nicht möglich. Die Verordnung verlangt vom Veranstalter, dass Spielende Verlustlimiten für verschiedene Zeiträume setzen müssen, mit einer Obergrenze von 9’923 Franken pro Tag und 1’000 Franken pro Tag für unter 21-Jährige. Ein Anbieter, der mit «keine Limits» wirbt, ist entweder kein bewilligter Schweizer Veranstalter – oder er wirbt mit einem Versprechen, das er nicht halten darf.

Wie wirkt sich die Marge im Quotenvergleich aus?

Bei einer Wette zu Quote 1.90 / 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %. Das heisst: Von 100 Franken Einsatz auf diesem Markt zahlt der Anbieter im Durchschnitt 95 Franken als Gewinne aus und behält 5 Franken. Bei Quote 1.85 / 1.85 ist die Marge 8.11 %, bei Quote 1.95 / 1.95 ist sie 2.56 %. Wer Quoten vergleicht, vergleicht diese Differenz, nicht die Zahl auf dem Wettschein. Bei hohem Einsatz ist eine enge Marge bares Geld wertet; bei kleinem Einsatz zählen Komfort, Cash-Out und Spielerschutz mehr als halbe Prozente.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»