Wetten auf Favoriten 2026: Quote, Marge und was das den Spieler kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball liegt auf dem Anstosspunkt eines leeren Rasenplatzes im dichten Morgennebel.

Eine Quote von 1.20 sieht aus wie ein Geschenk, ist aber keines. Sie heisst: Der Buchmacher schätzt die Siegchance auf rund 80 %, zieht seinen Anteil ab und präsentiert das Ergebnis als Preis. Wer auf Favoriten setzt, wettet gegen die Marge — nicht gegen den Gegner. Und genau deshalb verschwindet auf Dauer jeder zweite Rappen des Einsatzes im Hausvorteil, auch wenn einzelne Wetten gewinnen.

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Wetten auf Favoriten sind in der Schweiz nur bei den zwei konzessionierten Veranstaltern Swisslos und Loterie Romande möglich. Die folgende Analyse zeigt, was Favoritenquoten in der Praxis bedeuten, wie die Marge die Gewinnchancen beeinflusst und worauf Spieler bei der Wahl des Angebots achten müssen.

Stand der Daten: Oktober 18, 2026, geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportwetten sowie die Spielregeln von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport.

Rechtslage und Bewilligung: Nur zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz

Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) behandelt Sportwetten als Grossspiel. Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Angebot (Art. 21–25 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt — Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland) hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Bewilligung organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Werbung für unbewilligte Angebote kostet bis zu CHF 500’000 Busse (Art. 131 BGS).

Eine Steintreppe mit Geländer führt zu einer hohen Holztür eines alten Gebäudes, Herbstlaub liegt auf den Stufen.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Swisslos betreibt Sporttip im Vertragsgebiet der Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto bei einem der beiden ist nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich. Wer in Genf wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren — und umgekehrt.

Werbung und Boni

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Für Gratisspiele und Gratisguthaben braucht es die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) — im Jahr 2025 hat die Aufsicht 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonusbedingungen stehen ausschliesslich in den Regeln des jeweiligen Veranstalters. Eine Promo-Code-Welle wie im Ausland gibt es in der Schweiz nicht, weil die Werberegeln enger sind und jedes einzelne Angebot einer Bewilligung bedarf.

Schutz vor Verlusten: Was die Schweiz dem Wettenden vorschreibt

Mindestalter ist 18 Jahre, online gilt das durchgehend (Art. 72 BGS). Pro Person ist nur ein Konto zulässig, die Identität wird vor der ersten Einzahlung verifiziert. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht setzen — das gilt für Spieler ebenso wie für Schiedsrichter und Trainer.

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Die Gespa schreibt organisatorisch mindestens eine Tages-, Wochen- oder Monatslimite vor (Art. 87 VGS); der Bund setzt keinen festen Einzahlungsdeckel. Das ist der Unterschied zu vielen ausländischen Märkten, in denen ein staatliches Limit pro Tag, Woche oder Monat gilt.

Spielsperre und Sperrregister

Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage aussetzen, ohne vor Fristablauf aufzuheben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause lässt sich nach einer Frist von drei Monaten erst wieder aufheben, mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Wer ausgesperrt ist, bekommt auch einen späteren Volltreffer nicht ausbezahlt.

Limits greifen — der Markt greift mit

Die Testkäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 zeigen, dass an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft wurde. Das gehört in jeden Text, der Sicherheit an der Kasse suggeriert. Die Verfahren sind online dichter, am Schalter der Verkaufsstelle aber nicht dicht.

Statistik, Strategie und der Preis, den die Quote verschweigt

Statistik hilft, einen Favoriten einzuordnen — sie macht ihn nicht zum sicheren Tipp. Form der letzten Spiele, Direktduelle, Verletzungen, Tabellenposition: All das fliesst in die Quote ein, bevor sie auf dem Bildschirm erscheint. Das Problem ist nicht die fehlende Information. Das Problem ist die Marge, die in jeder Quote steckt.

Was eine Quote über Wahrscheinlichkeit sagt

Eine Quote von 2.00 entspricht — rechnerisch, ohne Marge — einer Siegwahrscheinlichkeit von 50 %. Eine Quote von 1.50 entspricht rund 66.7 %, eine Quote von 1.20 rund 83.3 %. Das ist die naive Umrechnung: 1 geteilt durch die Quote. In der Praxis liegt die vom Buchmacher geschätzte Wahrscheinlichkeit etwas tiefer, weil die Quote den Hausvorteil enthält. Eine Quote von 1.20 heisst also nicht «83 % Chance», sondern eher «der Buchmacher schätzt die Chance auf etwa 75–80 % und nimmt seinen Anteil dazu». Das ist der Hebel, an dem Favoritenwetten kippen: Der Preis sinkt, aber die echte Gewinnchance tut es nicht im selben Mass.

Was die Marge kostet — ein Beispiel

Stellen wir uns einen Zwei-Wege-Markt vor, etwa «Heimsieg oder Auswärtssieg», beide Seiten mit Quote 1.90. Was passiert?

Bei einem ausgeglichenen Markt mit 1.90/1.90 wandern fünf Rappen pro eingesetztem Franken im Schnitt an den Veranstalter. Bei einem ausgeprägten Favoriten sieht es härter aus. Liegt die Quote des Favoriten bei 1.30 und die des Aussenseiters bei 6.00, ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 84 % und eine Marge von etwa 16 %. Auf einem «1X2»-Markt mit Drei-Wege-Logik liegt die Marge typischerweise noch etwas höher. Wer vor allem auf Favoriten setzt, drückt seine Quote in den Bereich, in dem die Marge prozentual am meisten zuschlägt — und bezahlt genau dort den höchsten Anteil pro Wette.

Das ist keine Behauptung über einzelne Anbieter, sondern die Mathematik hinter jeder Quote: Je kürzer die Quote, desto mehr Gewicht bekommt der Hausanteil im Preis. Das Ergebnis sind regelmässige Verluste auch dann, wenn der Favorit tatsächlich gewinnt.

Rechenbeispiel: CHF 20 Einsatz auf Quote 1.50

Ein Einzelwetten-Beispiel mit den Eckwerten, die am häufigsten vorkommen:

Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus CHF 10.00 wird CHF 10.00, aus CHF 10.03 würde CHF 10.00. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Wer also fünf Quoten von je 1.50 kombiniert, landet bei einer Gesamtquote von 1.50⁵ ≈ 7.59 — und der Nettogewinn pro CHF 20 Einsatz liegt bei rund CHF 131.80, sofern alle fünf Voraussagen eintreffen. Die Marge des Marktes schlägt auf jeder einzelnen Voraussage zu, nicht erst am Ende.

Kombiboost und das Problem der Mini-Quote

Favoriten mit sehr niedrigen Quoten fallen oft aus den Bonusbedingungen heraus. Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn solcher Voraussagen. Eine Quote von 1.20 zählt nicht. Wer also auf vier Favoriten mit Quote 1.30 setzt, bekommt keinen Boost, obwohl die Wette angenommen wird. Das ist keine Schikane: Der Boost ist so kalkuliert, dass die Auszahlung die Marge über alle Beine ausgleicht. Mini-Quoten erfüllen diese Bedingung rechnerisch nicht — und fallen deshalb durch das Raster.

Was die Statistik nicht ersetzt

Statistik ist eine Schätzung, kein Versprechen. Auch ein Team, das zehn Spiele in Folge gewonnen hat, verliert irgendwann. Eine Heimmannschaft, die zu Hause seit 18 Spielen ungeschlagen ist, verliert irgendwann. Die Quote enthält diese Information bereits — sie ist nur nicht so präzise, wie sie aussieht. Genau das macht Favoritenwetten zu einem schlechten Geschäft auf Dauer: Der Markt kennt die Statistik auch, und die Marge kommt obendrauf.

Anbieter im Vergleich: Welcher Schweizer Veranstalter Stellt Favoriten anbietet

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) angeboten werden. Beide verfügen über eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung unter dem BGS; die Aufsicht führt die Gespa. Wer bei einem anderen Anbieter wettet, wettet ohne Schweizer Bewilligung. Die folgende Einordnung zeigt, was die beiden Veranstalter im Kern unterscheidet und welche Merkmale ausländische Marken tragen, die Schweizer Spielende im Netz treffen.

Übersicht der Anbieter

Anbieter Bewilligung Veranstalter / berichtete Lizenz
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel)
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
1Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betify ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Swisslos Sporttip — der Platzhirsch der Deutschschweiz

Swisslos betreibt Sporttip in 19 Kantonen plus Tessin und Liechtenstein und ist damit für die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung der einzige Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, der online erreichbar ist. Die Mindestquote einer Einzel- oder Kombiwette beträgt 1.10, der maximale Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000 (Jouez Sport, ähnliche Grössenordnung bei Swisslos), die Marge variiert je nach Markt und Event. Wetten lassen sich online über Swisslos oder die Sporttip App abgeben; in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden. Sporttip ist die einzige Adresse, an der ein Deutschschweizer Spieler eine vollständig konzessionierte Wette platzieren kann — alles andere bewegt sich in der Grauzone oder ist schlicht illegal.

Loterie Romande Jouez Sport — die Westschweizer Alternative

Jouez Sport richtet sich an die Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; Sitz und Kontaktadresse sind Lausanne. Für einen Spieler aus Genf ist Jouez Sport die rechtlich einwandfreie Adresse; ein Konto bei Swisslos ist für ihn nicht eröffnungsfähig.

Ausländische Marken — kein Schweizer Schutz

GG.BET, 1Bet, Playzilla, ZotaBet, Betify, HornetBet, Coolzino und Wettigo tragen keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); die Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, ihre Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS-Sperre für Schweizer Internetanschlüsse unzugänglich gemacht werden. Schweizer Spieler, die bei diesen Marken einzahlen, haben weder den Schutz der Schweizer Spielsperre noch des Schweizer Limitsystems. Für die Steuerfrage gilt: Gewinne ausländischer Grossspiele sind in der Regel nach kantonalem Recht steuerbar — Thurgau behandelt sie als voll steuerpflichtiges Einkommen unabhängig vom Betrag.

Die Mechanik hinter Quote, Kombi und Cash-Out

Einzelwette

Die einfachste Form: Ein Einsatz, eine Voraussage, eine Quote. Der Gewinn ist Einsatz × Quote, abzüglich des Einsatzes ergibt sich der Nettogewinn. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Einzelwetten eignen sich, um einen Favoriten isoliert zu spielen, ohne dass weitere Beine das Ergebnis kippen.

Kombiwette

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Wer drei Favoriten mit 1.50, 1.60 und 1.70 kombiniert, erhält eine Gesamtquote von 4.08. Der Nettogewinn bei CHF 20 Einsatz liegt bei 20 × (4.08 − 1) = CHF 61.60. Der Haken: Alle drei Voraussagen müssen eintreffen, sonst ist die Wette verloren. Die Marge schlägt auf jedes Bein — sie wird mit jeder weiteren Voraussage grösser. Kombinationen sind deshalb der Bereich, in dem die Marge am aggressivsten zuschlägt, nicht der, in dem sie am kleinsten ist.

Systemwette

Systemwetten erlauben es, mehrere Kombinationen aus einem Pool von Voraussagen zu spielen, sodass auch bei einem falschen Bein ein Teil des Einsatzes zurückkommt. Sporttip lässt Systemwetten bis zu einem Höchsteinsatz von CHF 10’000 pro Wette zu. Der Mechanismus ist komplexer als bei Einzel- und Kombiwetten, der Preis dafür ist ein höherer Gesamteinsatz für die abgesicherten Varianten.

Cash-Out

Cash-Out heisst: Eine laufende Wette vor dem Ende abrechnen. Bei Sporttip ist Cash-Out nur online verfügbar und nur als vollständiges Cash-Out — eine Teilauszahlung gibt es nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche spätere Wettgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden; eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Wer eine Wette per Cash-Out schliesst, lässt sich den verbleibenden Gewinn nicht mehr auszahlen — und nimmt den vom Veranstalter offerierten Preis.

Quotenboost und Profitboost

Bei Sporttip gibt es zwei Arten von Boosts: Quotenboosts erhöhen die Quote einer ausgewählten Einzelwette auf eine bestimmte Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen «Boost» annimmt, damit hört der Name harmloser, als die Mechanik ist: Der Einsatz bleibt CHF X, die Auszahlung wird anders verteilt.

Bet Builder

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung — etwa «Torschütze und Halbzeitresultat» im gleichen Spiel — werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Swisslos kann eine solche Kombination ohne diese Funktion für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Livewetten

Livewetten laufen parallel zum Spielgeschehen. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Mechanismus ist unabhängig vom Live-Bild und schützt den Veranstalter vor Wetten, die das Ergebnis bereits kennen.

Reguläre Spielzeit

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (Fussball: 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «über 2.5 Tore» setzt und das Spiel in die Verlängerung geht, hat unter Umständen verloren, obwohl fünf Tore gefallen sind.

Absage und Ungültigkeit

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Verfall von Gewinnen

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Einzahlung, Auszahlung und die CHF-Mechanik

Wer bei Swisslos online spielen will, zahlt Spielguthaben auf das Swisslos-Wallet ein. Mindestbetrag pro Aufladung: CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich; eine Aufladung ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos akzeptiert unter anderem PostFinance Pay — die Transaktion wird in der PostFinance App bestätigt.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen. Auszahlungen sind nur auf ein Konto im Namen des Spielenden möglich — anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen existieren in der bewilligten Schweizer Wette nicht, und Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen kostenlos; ab der dritten kann Swisslos eine Kommission von 3 % belasten. Die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; oberhalb der Schwelle wird die Verrechnungssteuer von 35 % durch den Veranstalter zurückbehalten und kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Bundesweiter Freibetrag ab 1.1.2026: CHF 1’071’000. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich — die Antwort auf die Frage «muss ich meine Wette versteuern?» beginnt mit «je nach Kanton». Die meisten Spielenden gewinnen weit unter der Schwelle und zahlen weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht.

Die Grundlagen: Was Favoritenwetten in der Schweiz sind

Favoritenwetten sind Wetten auf das voraussichtliche Ergebnis — das Team, das stärker eingeschätzt wird, die Mannschaft mit der besseren Form, den Spieler mit der höheren Weltrangliste. Die Quote auf den Favoriten ist entsprechend niedrig, weil der Buchmacher die Siegwahrscheinlichkeit hoch einschätzt. Das ist die Grundregel: Eine niedrige Quote heisst hohe geschätzte Wahrscheinlichkeit, aber keine Sicherheit. Eine Quote von 1.20 gewinnt in etwa vier von fünf Fällen — und verliert in etwa einem von fünf. Über viele Wetten gewinnt der Favorit häufig, der Wettende verliert trotzdem, weil die Marge jeden Gewinn schmälert und jeder Verlust voll zuschlägt.

Eine leere Tartanbahn einer Leichtathletikanlage am frühen Morgen, Tau auf den Rasenflächen daneben und tiefstehende Sonne.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

In der Schweiz ist das Angebot auf die Liste der Gespa begrenzt: Nur die Sportarten und Wettbewerbe, die dort stehen, dürfen bewettet werden. Eine WM 2030 oder EM findet sich nur, wenn sie auf der Liste auftaucht; die Quote selbst kommt vom Veranstalter. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, hat weder die Liste noch die Schweizer Spielsperre auf seiner Seite.

Häufige Fragen zu Wetten auf Favoriten

Warum ist die Quote auf einen Favoriten niedrig, und was sagt sie über die Wahrscheinlichkeit aus?

Eine niedrige Quote spiegelt eine hohe geschätzte Siegwahrscheinlichkeit wider — und enthält immer den Anteil des Veranstalters. Eine Quote von 1.50 entspricht rechnerisch 66.7 %, eine Quote von 1.20 rund 83.3 %, jeweils bevor die Marge abgezogen wird. Wer die Quote sieht, sieht eine Schätzung des Marktes plus dessen Hausanteil — nicht die echte Gewinnchance.

Wie wirkt sich die Marge des Buchmachers auf Wetten auf Favoriten aus?

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter pro eingesetztem Franken einbehält. Auf einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit 1.90/1.90 liegt die Marge bei rund 5 %. Auf einem Favoriten-Markt mit 1.30/6.00 steigt sie auf etwa 16 %. Je kürzer der Preis, desto stärker das prozentuale Zuschlagen — und desto höher der Anteil, der auf Dauer beim Veranstalter bleibt.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Einzelwette mit CHF 20 Einsatz und Quote 1.50?

Der Brutto-Rückzahlungsbetrag ist 20 × 1.50 = CHF 30.00. Der Nettogewinn ist 20 × (1.50 − 1) = CHF 10.00. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, und der Gewinn berechnet sich aus dieser Gesamtquote.

Warum zählen Favoriten mit sehr niedriger Quote oft nicht für den Kombiboost, der Quoten ab 1.50 verlangt?

Der Kombiboost ist so kalkuliert, dass die Auszahlung die Marge über alle Voraussagen ausgleicht. Mini-Quoten unter 1.50 erfüllen diese Bedingung rechnerisch nicht — sie bringen zu wenig potenziellen Gewinn pro Bein, als dass sich der Boost für den Veranstalter lohnt. Deshalb fällt eine Quote von 1.20 durch das Raster, obwohl die Wette angenommen wird.

Welche Turniere und Wettarten für Favoritenwetten sind in der Schweiz bewilligt?

Nur die Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportwetten stehen. Was dort nicht auftaucht, darf nicht angeboten werden — Eckball- und Kartenmärkte fehlen, Esports taucht nicht auf, Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind ausgeschlossen. Ein Anbieter, der solche Märkte offeriert, ist in der Schweiz nicht bewilligt.

Wie lassen sich Verlustlimiten setzen, damit Wetten auf Favoriten nicht zu grossen Verlusten führen?

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen — Obergrenze CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Wer sich sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage aussetzen, ohne vor Fristablauf aufzuheben.

Was darf in der Schweiz gewettet werden?

Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026). Was dort nicht steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie gelistet sind; Frauen-Wettbewerbe ebenso. Rangwetten sind nur zulässig, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Eckball- oder Kartenmärkte fehlen in der Gespa-Liste, und ein Esports-Bereich taucht dort ebenfalls nicht auf. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Wetten auf Wettergebnisse, Politik oder Fernsehshows sind in der Schweiz nicht erlaubt. Das gilt unabhängig davon, wie seriös ein Anbieter wirkt: Was die Liste nicht enthält, darf in der Schweiz nicht im Programm stehen.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»