Sportwetten Quoten Vergleich Schweiz: was hinter den Zahlen steht

Updated Oktober 2026
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Eine Balkenwaage mit zwei Schalen steht auf einem Holztisch, in einer Schale liegen einige Münzen.

Stand: Oktober 18, 2026 · Geprüft gegen die Spielbewilligungen der Gespa

Wer in der Schweiz nach dem besten Wettanbieter sucht, landet schnell bei zwei Namen: Sporttip von Swisslos und Jouez Sport von Loterie Romande. Mehr ist auf legalem Weg nicht zu haben. Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) lässt nur diese beiden zu, jede in ihrem eigenen Vertragsgebiet, jede mit eigener Bewilligung der Gespa. Wer mehr Quote verspricht, hat keine Schweizer Bewilligung – und genau hier beginnt der Vergleich, der auf dieser Seite gemeint ist: nicht das Ranking zwanzig ähnlicher Marken, sondern das Nebeneinander der zwei erlaubten Veranstalter, mit ihren Quoten, ihren Limiten, ihren Bedingungen, und mit dem klaren Hinweis, was eine ausländische Seite mit höherer Quote den Spieler kostet.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Die Seite ist nach dem gedacht, was eine Quote, ein Markt und ein Angebot konkret kosten. Die Zahlen, die im Raum stehen, haben eine Quelle – sie kommen aus den Spielregeln, den Teilnahmebedingungen und der Geldspielaufsicht, nicht aus den Werbeversprechen. Wer Sportwetten Quoten vergleicht, vergleicht am Ende auch immer die Marge, die jeder Anbieter in jede einzelne Zahl einbaut. Wer das versteht, versteht, weshalb ein Vergleich ohne diese Marge ein Spielzeug bleibt.

Rechtslage in der Schweiz: Wer überhaupt Sportwetten anbieten darf

In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes. Das Gesetz unterscheidet Grossspiele und Kleinspiele, regelt die Bewilligung und legt fest, wer Sportwetten veranstalten darf. Seit dem 1. Januar 2019 sind Online-Sportwetten erlaubt, aber nur unter einer Schweizer Bewilligung – und der Gesetzgeber hat gleichzeitig die Zahl der erlaubten Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos und Loterie Romande. Beide brauchen zusätzlich zur Veranstalterbewilligung eine Spielbewilligung pro Spiel, und die Gespa prüft, ob das Angebot auf der Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten steht.

Ein Dorffussballplatz mit Holzzaun am Hang, dahinter grasen Kühe auf einer Weide unter hohen Wolken.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Diese zwei Veranstalter teilen die Schweiz in zwei Gebiete: Swisslos führt die Sporttip genannten Sportwetten in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Loterie Romande führt die Jouez Sport genannten Wetten in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Wer im Swisslos-Gebiet wohnt, kann ein Online-Konto bei Sporttip eröffnen. Wer im Gebiet der Loterie Romande wohnt, eröffnet das Konto dort. Wer in Graubünden lebt, ist Swisslos zugeordnet – die Kantone sind eindeutig einer der beiden Genossenschaften zugeteilt, ein Wechsel ist nicht möglich. Wer aus dem Ausland zuständig ist, kann sich in keinem der beiden Konten registrieren: Die Bedingungen für die Online-Teilnahme setzen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet voraus.

Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer mit einer Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland in der Schweiz Sportwetten anbietet, organisiert ein Grossspiel ohne Schweizer Bewilligung und macht sich strafbar – bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe bei gewerbsmässigem Handeln. Die Gespa führt eine Sperrliste, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Eine ausländische Seite ist also nicht «etwas lockeres», sie ist ein Verstoss – und der Spieler riskiert mehr als ein gesperrtes Konto: Die Gewinne können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und der Spieler hat keinen Schweizer Rechtsschutz, kein Schweizer Sperrregister und keine Schweizer Aufsicht.

Warum die Schweiz keine Liste weiterer Buchmacher kennt

Die Gespa veröffentlicht keine Liste «zugelassener Buchmacher», weil es ausser den beiden Veranstaltern keine gibt. Sie veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Seiten. Wer in der Schweiz eine Wette platzieren will, hat die Wahl zwischen Sporttip und Jouez Sport – je nachdem, in welchem Vertragsgebiet er wohnt. Das ist keine Einschränkung des Marktes durch den Anbieter, sondern die direkte Folge der interkantonalen Vereinbarung, die den beiden Genossenschaften das Monopol für Lotterien und Sportwetten zugesprochen hat. Wer diesen Markt für sich genauer ansehen will, vergleicht die zwei erlaubten Anbieter, ihre Quoten und ihre Regeln – und nicht zehn ähnliche Marken, von denen acht in der Schweiz schlicht nicht erlaubt sind.

Ein Skihang mit frischen Spuren im Neuschnee unter blauem Himmel, am Rand stehen verschneite Tannen.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Spielerschutz und Limits: Was die Schweiz vom Spieler verlangt

Beide Veranstalter müssen den Spieler schützen, und beide gehen dabei ähnliche Wege – aber die Limits, die Sperren und die Fristen unterscheiden sich genug, dass ein genauer Blick lohnt. Das BGS verlangt, dass der Anbieter eigene Verlustlimiten abfragt, bevor jemand spielt; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach einer Sperrfrist. Die Frist setzt das Gesetz auf 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande haben in ihren Bedingungen 72 Stunden daraus gemacht – also drei Tage. Eine Selbstsperre ist möglich und wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch für die Casinos gilt. Wer einmal gesperrt ist, kann sich vor Ablauf der Frist nicht selbst entsperren lassen.

Bei Swisslos sind die Limits konkreter gefasst. Wer Sporttip nutzt, muss vor der ersten Teilnahme tägliche, wöchentliche und monatliche Verlustlimiten setzen. Die Obergrenze liegt bei 9’999 Franken, für unter 21-Jährige bei 1’000 Franken. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann der Spieler eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage ausschalten, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für die Casinos und für Liechtenstein.

Jouez Sport arbeitet nach der gleichen Logik, allerdings mit eigenen Werten und eigenen Fristen, die in den Spielregeln der Loterie Romande stehen. Für den Spieler zählt, dass er bei beiden Anbietern seine Limits aktiv setzen muss – sie kommen nicht automatisch. Wer das nicht tut, kann spielen, bis das Konto leer ist. Das ist kein Detail: Die Gespa hat in Testkäufen 2025 festgestellt, dass an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Versuchen ein Minderjähriger eine Sportwette kaufen konnte. Wer auf den Verkaufstresen zählt, baut auf eine Sicherheit, die in der Praxis nicht durchgängig funktioniert.

Was die Werbung nicht verspricht: Höhere Quoten, höheres Risiko

Eine ausländische Seite, die 1.95 statt 1.85 auf einen Favoriten anbietet, gewinnt den Quote-Vergleich im ersten Moment. Sie verliert ihn, sobald man mitrechnet, was der Spieler dafür hergibt: keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht über faire Quoten, keine Garantie, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden, und die Möglichkeit, dass Gewinne im Strafverfahren eingezogen werden. Eine 0,10 höhere Quote gewinnt selten die 10 Franken Einsatz zurück, die in einem Verfahren auf dem Spiel stehen. Der Vergleich der Quoten ist also immer auch ein Vergleich der Konsequenzen, die eine Annahme dieser Quote nach sich zieht. Höhere Quoten sind nicht gratis – sie kosten den Schutz, den die Schweiz für ihre zwei Veranstalter aufgebaut hat.

Wie Quoten entstehen und was die Marge ist

Eine Quote ist keine Schätzung der Wahrscheinlichkeit. Sie ist das Produkt aus Wahrscheinlichkeit und Marge, also dem Anteil, den der Anbieter vom Umsatz behält. Wer das vergleicht, vergleicht am Ende Margen. Eine faire Quote auf einen Münzwurf – beide Seiten gleich wahrscheinlich – wäre 2.00, weil der Einsatz verdoppelt zurückkommt. Kein Bester oder Veranstalter bietet 2.00 auf einen ausgeglichenen Markt, weil er keine Marge hätte. Stattdessen stehen 1.85 für jede Seite, und der Mathematik hebt das Ergebnis an, das der Spieler bekommt.

Die Marge lässt sich aus den Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes berechnen. Bei einem Zwei-Wege-Markt – Mannschaft A gewinnt, Mannschaft B gewinnt – gilt: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote A + 1/Quote B). Der Anteil der Einsätze, den der Markt ausschüttet, ist diese Auszahlungsquote. Der Rest ist der Anteil, den der Veranstalter behält. Auszahlungsquote und Marge ergänzen sich zu 100 Prozent.

Ein Beispiel macht das plastisch. Bei einem Markt mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen bietet ein Veranstalter 1.90 für jede Seite. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95. 95 Prozent der Einsätze zahlt der Markt zurück, 5 Prozent behält der Veranstalter als Marge. Auf einer Ebene betrachtet, ist das der Standard für einen engen Markt; auf einer anderen betrachtet, ist es 5 Prozent von jedem Franken Einsatz, der nie wieder ausgeschüttet wird.

Auf einem Drei-Wege-Markt – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – sieht die Rechnung komplizierter aus, das Prinzip nicht. Die Quoten werden mit dem gleichen Schlüssel berechnet, nur eben mit drei Summanden. Auf Fussball-Heimsiegen liegt die Auszahlungsquote erfahrungsgemäss tiefer als auf Märkten mit klaren Favoriten, weil der Veranstalter das Geld der vielen kleinen Wetten auf den Favoriten einnimmt und auf dem Unentschieden oder der Aussenseiter-Seite einen Überschuss zurückbehält. Das ist kein Zufall, sondern ein Geschäftsmodell.

Warum kein Anbieter dauerhaft die besten Quoten hat

Quoten werden laufend angepasst – an die Wetten, die gerade eingehen, an die Informationen, die gerade ankommen, an die Zeit bis zum Spielbeginn. Eine Quote, die um 14 Uhr die beste des Marktes war, kann um 14:30 Uhr schlechter sein, weil ein anderer Anbieter sie nach unten korrigiert hat oder ein wichtiger Spieler ausgefallen ist. Wer Quoten vergleicht, sieht also immer nur einen Schnappschuss. Das erklärt, warum kein Anbieter dauerhaft die beste Quote hat: Die Kurven bewegen sich, und der Vorsprung von einem Zehntel ist heute so selbstverständlich wie morgen der Ausgleich. Wer auf eine Quote setzt, die in diesem Moment die höchste ist, sollte wissen, dass die Quote sich gleich wieder ändern kann – und dass die Marge, die jetzt in ihr steckt, morgen eine andere sein kann.

Wettmärkte und Wettarten: Was die Gespa-Liste zulässt

Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten – sie ist Teil der Bewilligung und bestimmt, was ein Schweizer Veranstalter anbieten darf. Diese Liste ist nicht beliebig erweiterbar: Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Eckballwetten, Kartenwetten, Esports – sie sind entweder nicht zugelassen oder, im Fall von Esports, gar nicht aufgeführt. Auch Wetten auf das Wetter, auf politische Ereignisse oder auf TV-Shows sind nicht erlaubt. Wer auf einer Schweizer Seite auf solche Märkte stösst, stösst auf ein Angebot, das die Bewilligung nicht deckt – das gibt es bei Sporttip und Jouez Sport nicht, weil die Gespa das Angebot prüft, bevor es live geht.

Die Liste wird regelmässig aktualisiert. Die aktuelle Version stammt vom 10. September 2026. Sie legt fest, dass Qualifikationsrunden nur dann aufgenommen werden, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, und Ranglistenwetten nur dort, wo die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe – etwa in alpinen Skidisziplinen – sind explizit ausgeschlossen. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Das ist die Enge des Schweizer Marktes: Sie ist die Kehrseite des Schutzes, der mit ihm kommt.

Wie sich Quoten je Wettmarkt unterscheiden

Eine Wette auf den Ausgang eines Spiels ist nicht dasselbe wie eine Wette auf die Anzahl Tore. Eine Wette auf den Sieger eines Turniers ist nicht dasselbe wie eine Wette auf den Torschützenkönig. Jeder Markt hat seine eigene Liquidität – also das Geld, das auf ihn gesetzt wird – und seine eigene Marge. Die Margen auf den grossen Drei-Wege-Märkten der Fussball-Bundesliga liegen typischerweise im Bereich von 4 bis 6 Prozent, auf unteren Ligen und exotischen Märkten deutlich höher, weil dort weniger Geld fliesst und der Veranstalter weniger Möglichkeiten hat, seine Position abzusichern. Ein Quotenvergleich, der nur die 1X2-Märkte vergleicht, sieht einen Teil des Bildes. Wer seine Wetten auf Turniersieger, Torschützenkönige oder Eckbälle setzt, vergleicht auf anderen Märkten – und erlebt andere Margen.

Langzeitwetten sind ein Sonderfall. Sie sind Wetten auf Ereignisse, die in Wochen oder Monaten entschieden werden – Meisterschaft, Aufstieg, Titel. A · Sportwettenanbieter, die in der Schweiz erlaubt sind, bieten sie an, aber die Margen sind in der Regel grösser, weil die Unsicherheit gross und der Umsatz klein ist. Eine Quote von 5.00 auf einen Aussenseiter in der Meisterschaft kann verlockend aussehen, aber sie enthält eine Marge, die im zwei- oder dreistelligen Prozentbereich liegen kann. Wer auf solche Wetten setzt, vergleicht nicht «die Quote», sondern die Differenz zwischen impliziter Wahrscheinlichkeit und tatsächlicher Wahrscheinlichkeit – und diese Differenz ist beim Langzeitmarkt besonders gross.

Quoten, Gewinn und Kombinationen: Die Mechanik hinter dem Tipp

Eine Wette besteht aus Einsatz und Quote. Der Gewinn berechnet sich als Einsatz × Quote. Bei einer Einzelwette ist das die ganze Rechnung. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, und der Gewinn berechnet sich als Einsatz × Gesamtquote. Die Mechanik ist nicht kompliziert, aber sie hat zwei Feinheiten, die jeder Spieler kennen sollte: die Auf- und Abrundung und die Grenzen für die Quote.

Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus 17,346 Franken werden so 17,35 Franken. Bei Jouez Sport gilt eine ähnliche Logik, deren Details in den Spielregeln stehen. Wer einen exakten Gewinn erwartet, sollte die Rundung mitdenken – der Unterschied ist klein, aber er ist da.

Die Quote selbst hat Grenzen. Bei Jouez Sport muss die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette mindestens 1,10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei 300’000 Franken, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei 1’000’000 Franken. Bei Sporttip liegen die Mindest- und Höchstquote vergleichbar, aber die Mechanik der Wetten ist eine andere – dort gibt es die Systemwette, die es erlaubt, mehrere Kombinationen aus den gleichen Voraussagen zu spielen. Die Höchsteinsätze unterscheiden sich: Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette bei 1’000 Franken, bei einer Systemwette bei 10’000 Franken. Bei Jouez Sport liegt er bei 500 Franken pro Einzel- oder Kombiwette, mit einem Höchsteinsatz von 7’500 Franken pro Wettschein mit Multiples.

Die Gesamtquote: Warum sie tückisch ist

Eine Kombiwette mit drei Voraussagen zu 1.50, 1.80 und 2.10 hat eine Gesamtquote von 1.50 × 1.80 × 2.10 = 5.67. Klingt viel. Auf einen Einsatz von 10 Franken ist der mögliche Gewinn 56,70 Franken. Was viele Spieler nicht mitrechnen: Die Marge jeder einzelnen Voraussage multipliziert sich mit. Eine Marge von 5 Prozent pro Markt bedeutet bei drei Märkten zusammen eine Marge, die deutlich über 5 Prozent liegt – die Auszahlungsquote sinkt mit jeder Voraussage. Eine faire Kette von Quoten auf gleich wahrscheinliche Ereignisse wäre 2.00 × 2.00 × 2.00 = 8.00. Wer 5.67 bekommt, bekommt nicht die faire Kette – er bekommt eine Kette, in der jeder Schritt seinen Preis hatte.

Das gilt besonders für Kombinationen aus verschiedenen Sportarten oder aus Märkten mit unterschiedlichen Margen. Ein Spiel der Super League mit 5 Prozent Marge, kombiniert mit einem Tennis-Match mit 7 Prozent Marge und einem Eishockey-Spiel mit 8 Prozent Marge, ergibt eine Kombination, deren Gesamt-Marge spürbar über dem Durchschnitt der drei Einzelspiele liegt. Wer kombiniert, sollte wissen, dass die Gesamtquote nicht nur das Produkt der Einzelquoten ist, sondern auch das Produkt der Einzelmargen – und das Produkt von Margen ist tückischer, als es aussieht.

Wie der Gewinn berechnet wird: Ein Beispiel mit Zahlen

Eine Einzelwette auf einen Heimsieg zu Quote 2.10 mit Einsatz 50 Franken bringt einen Gewinn von 50 × 2.10 = 105 Franken. Davon sind 55 Franken Nettogewinn, der Rest ist der Einsatz. Eine Kombiwette aus drei Voraussagen mit Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 und Einsatz 20 Franken bringt einen Gewinn von 20 × (1.80 × 2.20 × 1.95) = 20 × 7,722 = 154,44 Franken – bei Sporttip auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und auf 5 Rappen genau abgerundet also 154,45 Franken. Eine Systemwette aus drei Voraussagen mit allen möglichen Kombinationen verteilt den Einsatz auf 2er- und 3er-Kombis und etabliert damit eine Streuung, die das Risiko reduziert, aber auch den möglichen Gewinn schmälert. Die Rechnung bleibt einfach, die Mechanik ist beim Veranstalter dokumentiert, und wer sie nicht versteht, sollte sie vor der ersten Wette lesen.

Sporttip und Jouez Sport im Vergleich: Was die Quotenstruktur zeigt

Sporttip und Jouez Sport sind keine Konkurrenten im klassischen Sinn – sie bedienen unterschiedliche Vertragsgebiete und sind beide in ihrem Gebiet Monopolist. Wer in Zürich wohnt, hat keine Wahl: Er kann nur Sporttip nutzen. Wer in Lausanne wohnt, hat keine Wahl: Er kann nur Jouez Sport nutzen. Der Vergleich ist also nicht «welcher ist besser», sondern «was bekommt der Spieler bei wem, und wie sieht das Angebot aus». Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Felder nebeneinander.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsgrundlage
Sporttip (Swisslos) Bewilligung Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Bewilligung gestützt auf Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019
Jouez Sport (Loterie Romande) Bewilligung Grossspiel Société de la Loterie de la Suisse Romande, Sitz Lausanne; Bewilligung gestützt auf Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019

Beide sind Grossspiele unter dem BGS und beide haben eine Gespa-Bewilligung. Beide sind an die Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten gebunden. Beide verlangen einen Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet. Beide haben Pflichten im Spielerschutz. Der Unterschied liegt im Detail: in den Einsatzlimiten, in den Wettarten, in der Quotenstruktur und in den Spielregeln, die das tägliche Erlebnis prägen.

Welcher Veranstalter für wen passt

Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, hat keine Wahl: Sporttip ist die einzige legale Option. Wer in der Romandie wohnt, hat keine Wahl: Jouez Sport ist die einzige legale Option. Wer in Graubünden wohnt, ist automatisch bei Swisslos – Graubünden gehört zum Swisslos-Gebiet. Wer im Wallis wohnt, ist automatisch bei Loterie Romande. Das ist die Karte, die jeder Spieler zuerst lesen sollte, bevor er eine Wette platziert.

Für Spieler, die nur online spielen, ist Sporttip in seinem Cash-Out-Angebot einen Blick wert – es gibt Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Jouez Sport hat ein anderes Profil: Höchstgewinn 300’000 Franken pro Einzel- oder Kombiwette und 1’000’000 Franken für alle Multiples zusammen, mit einer Mindestquote von 1.10 und einer Maximalquote von 100’000 für die Gesamtquote. Wer mit hohen Einsätzen spielt, sollte diese Grenzen kennen.

Limits im Alltag

Bei Sporttip ist der Mindesteinsatz 1 Franken für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombiwette und 10’000 Franken pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei 2 Franken, in Verkaufsstellen bei 3 Franken und für Multiples bei 2 Franken; der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei 500 Franken, mit einem Höchsteinsatz von 7’500 Franken pro Wettschein mit Multiples. Die Höchstgewinne unterscheiden sich ebenfalls.

Auszahlungswege und Wallet

Bei Swisslos kann Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag 20 Franken. In 30 Tagen sind höchstens 10’000 Franken möglich, ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Gewinne bis 1’000 Franken pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über 1’000 Franken werden innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Ausländische Wettanbieter im Vergleich: Warum «mehr Quote» mehr kostet

Wer nach «Sportwetten Quoten Vergleich» sucht, stösst schnell auf Namen wie N1 Bet, Fezbet, AmunRa, Betify, 1Bet, Unibet oder 1xBet. Sie alle werben mit hohen Quoten, Bonusaktionen und einem grossen Wettprogramm. Was sie nicht bewerben, ist die Tatsache, dass sie in der Schweiz keine Bewilligung haben. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung – weder die von Curaçao, noch die von Malta, noch die von Deutschland. Wer in der Schweiz auf einer ausländischen Seite wettet, wettet auf einer Seite, die nach Schweizer Recht ein illegales Grossspiel organisiert. Der Spieler wird nicht bestraft, aber sein Einsatz und sein Gewinn können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und er hat keinen Anspruch auf Schweizer Schutz.

Die folgende Liste nennt Anbieter, die im Markt sichtbar sind, die aber in der Schweiz keine Bewilligung haben. Sie werden hier genannt, damit der Spieler weiss, worauf er sich einlässt – nicht, damit er sie nutzt.

N1 Bet

N1 Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, falls vorhanden, hat in der Schweiz keine Kraft. Das Angebot mag breit sein, die Quote mag hoch, die Auszahlung mag schnell – keiner dieser Punkte hilft, wenn der Anbieter in der Schweiz nicht erlaubt ist. Wer dort spielt, spielt ohne Anbindung an das Schweizer Sperrregister, ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Rechtsschutz. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, was dazu führt, dass Schweizer Internetanbieter den Zugang blockieren.

Fezbet

Fezbet hat keine Schweizer Bewilligung. Dasselbe gilt wie für N1 Bet: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft, der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und ein Gewinn kann im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Wer ausländische Anbieter nutzt, sollte wissen, dass die Schweiz nicht die einzige Jurisdiktion ist, die hier ein Auge darauf hat – aber sie ist die einzige, die für den Spieler direkt zählt.

AmunRa

AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung. Die Liste der fehlenden Bewilligung ist lang, der Hinweis darauf kurz: Ohne Schweizer Bewilligung kein Schweizer Schutz. Das gilt für die Auszahlung, für die faire Quote, für den Umgang mit Limits, für den Schutz Minderjähriger, für den Schutz vor Spielsucht, für die Besteuerung. Wer sich für einen ausländischen Anbieter entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass er diese Liste von Schutzmassnahmen abwählt.

Betify

Betify hat keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter kann noch so hohe Quoten bieten, noch so schnelle Auszahlungen versprechen, noch so grosszügige Boni anbieten – in der Schweiz ist das Angebot illegal. Wer dort spielt, sollte sich fragen, warum er auf den Schutz verzichtet, den die Schweiz mit ihren zwei Veranstaltern aufgebaut hat.

1Bet

1Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Der Hinweis wiederholt sich, weil er für jeden dieser Anbieter gilt: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft. Wer auf 1Bet spielt, kann im Strafverfahren gegen den Anbieter sein Geld verlieren – und in einem Verfahren, das nicht in der Schweiz stattfindet, ist die Aussicht auf Rückzahlung noch geringer.

Rollbit

Rollbit hat keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter fällt in die gleiche Kategorie wie die anderen ausländischen Seiten – fehlende Bewilligung, fehlender Schutz, fehlende Schweizer Aufsicht. Wer dort spielt, sollte wissen, dass er sich ausserhalb des Schweizer Rechtsraums bewegt.

Unibet

Unibet hat keine Schweizer Bewilligung. Unibet ist ein bekannter Name, der in mehreren europäischen Märkten zugelassen ist. In der Schweiz ist er es nicht – die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, Schweizer Internetanbieter sperren den Zugang, und der Spieler hat keinen Schweizer Rechtsschutz. Der bekannte Name bedeutet nicht automatisch Schweizer Bewilligung.

1xBet

1xBet hat keine Schweizer Bewilligung. 1xBet wirbt aggressiv, mit hohen Quoten und grossen Bonusangeboten. Die Werbung verstösst in mehreren Schweizer Kantonen gegen das Werbeverbot für nicht bewilligte Glücksspielangebote. Wer dort spielt, sollte wissen, dass die aggressive Werbung kein Zeichen für Seriosität ist – sie ist ein Zeichen für einen Markt, in dem der Anbieter mit Aufwand Kunden gewinnen muss, die er anderswo nicht bekommt.

Was ein Quotenvergleich wirklich leistet – und was nicht

Ein Quotenvergleich zeigt, welcher Anbieter für welchen Markt die höchste Quote bietet. In der Schweiz zeigt er vor allem eines: Dass die zwei Veranstalter Sporttip und Jouez Sport sich nicht direkt vergleichen lassen, weil sie unterschiedliche Vertragsgebiete bedienen. Wer aus dem Swisslos-Gebiet kommt, sieht Sporttip; wer aus dem Gebiet der Loterie Romande kommt, sieht Jouez Sport. Wer aus beiden Gebieten stammen könnte, hat keine Wahl – der Wohnsitz entscheidet.

Was ein Quotenvergleich nicht leistet, ist die Vorhersage, welcher Anbieter in Zukunft die höhere Quote haben wird. Quoten sind dynamisch; sie verändern sich mit dem Markt, mit den Wetten, die gerade eingehen, mit den Informationen, die gerade ankommen. Eine Quote, die heute die höchste ist, kann morgen die niedrigste sein. Wer auf eine Quote setzt, die in diesem Moment die höchste ist, sollte sich bewusst sein, dass sie in einer Stunde eine andere sein kann.

Ein Quotenvergleich leistet auch keine Aussage über die Faire des Marktes. Eine hohe Quote auf einen Aussenseiter kann eine faire Wette sein oder eine Wette mit einer sehr hohen Marge. Wer nur auf die Quote schaut, sieht die Marge nicht. Wer die Quote mit der impliziten Wahrscheinlichkeit vergleicht – 1 ÷ Quote – sieht die Marge. Wer die implizite Wahrscheinlichkeit mit seiner eigenen Einschätzung vergleicht, sieht den Wert.

Die Marge als eigentliche Vergleichszahl

Die Auszahlungsquote ist die Zahl, die am Ende zählt. Sie ist der Anteil der Einsätze, den der Markt zurückzahlt, und sie ist über Märkte und Veranstalter hinweg vergleichbar. Eine Auszahlungsquote von 95 Prozent auf einem engen Markt ist gut; eine Auszahlungsquote von 90 Prozent auf dem gleichen Markt ist weniger gut. Der Unterschied sind 5 Prozent von jedem Franken Einsatz, der nie wieder ausgeschüttet wird. Auf einem Drei-Wege-Markt mit Auszahlungsquote 92 Prozent sind es 8 Prozent pro Franken. Wer seine Wette auf einen Markt mit niedriger Auszahlungsquote setzt, verliert einen Teil des Werts, bevor der Ball rollt.

Die Auszahlungsquote ist nicht statisch; sie verändert sich mit der Quote. Eine einzelne Quote auf einen Ausgang ist nicht die Auszahlungsquote des Marktes – sie ist nur eine Komponente. Wer eine Quote sieht, sieht noch keinen Vergleich; wer die Auszahlungsquote berechnet, sieht den Vergleich. Die Rechnung ist einfach: 1 ÷ (1/Quote jedes Ausgangs), summiert über alle Ausgänge. Das Ergebnis ist die Auszahlungsquote. 100 Prozent minus Auszahlungsquote ist die Marge.

Wann ein Quotenvergleich sinnvoll ist – und wann nicht

Ein Quotenvergleich ist sinnvoll, wenn der Spieler vor der Wette entscheidet, auf welcher Seite er sie platziert. Bei einer Einzelwette auf den Ausgang eines Spiels ist er sinnvoll; bei einer Livewette, deren Quote sich sekündlich ändert, ist er weniger sinnvoll. Bei einer Kombiwette ist er sinnvoll, weil die Gesamtquote vom Produkt zwischen drei oder mehr Einzelquoten abhängt – und jede Einzelquote ihre eigene Marge hat. Bei einer Systemwette ist er weniger sinnvoll, weil die Streuung das Risiko verteilt, aber den Gewinn schmälert.

Ein Quotenvergleich ist nicht sinnvoll, wenn der Spieler die Quote nicht lesen kann. Wer nicht weiss, dass eine Quote von 2.00 einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent entspricht, kann die Quote nicht mit seiner eigenen Einschätzung vergleichen. Wer nicht weiss, dass eine Marge von 5 Prozent von jedem Franken Einsatz bedeutet, kann nicht beurteilen, ob der Markt gut oder schlecht ist. Der Quotenvergleich beginnt mit dem Verständnis dessen, was eine Quote ist.

Berechnung: Was eine Marge von 5 Prozent konkret bedeutet

Die im Theorie-Block eingeführte Marge lässt sich an einem einfachen Beispiel festmachen. Wir nehmen einen Zwei-Wege-Markt mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen, etwa den Ausgang eines ausgeglichenen Tennis-Matches ohne Vorteil für einen der beiden Spieler. Der Anbieter bietet auf beide Seiten die Quote 1.90. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also 1 ÷ 1,0526 = 0,95. 95 Prozent der Einsätze zahlt der Markt aus, 5 Prozent behält der Anbieter.

Das ist der Durchschnitt – der Anteil, den der Markt im Mittel über viele Wetten behält. Auf einer einzelnen Wette sieht es anders aus: Wer auf eine Seite 100 Franken setzt und gewinnt, bekommt 190 Franken zurück (100 Einsatz + 90 Nettogewinn). Wer verliert, verliert 100 Franken. Über viele Wetten mittelt sich das aus – der Anbieter behält 5 Prozent, der Spieler bekommt 95 Prozent zurück. Die 5 Prozent sind der Preis, den der Spieler für die Organisation des Marktes zahlt. Sie sind nicht zu hoch und nicht zu niedrig – sie sind das, was der Markt verlangt.

Eine Marge von 5 Prozent ist im engen Markt gut, aber nicht einzigartig. Ein Anbieter, der auf dem gleichen Markt 1.85 für jede Seite anbietet, hat eine Marge von etwa 8 Prozent. Ein Anbieter, der 1.95 anbietet, hat eine Marge von etwa 2,5 Prozent – das ist am oberen Rand dessen, was auf einem engen Markt üblich ist. Auf einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 1.50, 4.00 und 6.00 liegt die Auszahlungsquote bei etwa 92 Prozent, die Marge bei 8 Prozent. Die Marge hängt vom Markt ab, vom Wettbewerb unter den Anbietern und vom Geld, das auf den Markt gesetzt wird.

Was die Marge für den Spieler bedeutet

Eine Marge von 5 Prozent bedeutet, dass der Spieler im Mittel 5 Prozent seines Einsatzes verliert, bevor er überhaupt eine Wette platziert hat. Wer 1’000 Franken pro Monat setzt, verliert im Mittel 50 Franken pro Monat an die Marge – das ist der Preis für die Organisation des Marktes. Wer 10’000 Franken pro Monat setzt, verliert 500 Franken. Die Marge ist der stille Verlust, der in jeder Wette steckt. Wer sie ignoriert, sieht nur die Quote und nicht den Preis.

Wer seine Wetten auf eine einzige Sportart und einen engen Markt setzt, sieht die Marge direkt. Wer seine Wetten streut – auf mehrere Sportarten, mehrere Märkte, mehrere Wettarten – verwischt die Marge, weil er die Margen der verschiedenen Märkte mittelt. Die gestreute Marge ist nicht die Summe der Einzelmargen, sondern ein gewichteter Durchschnitt – aber sie ist immer noch da.

Cash-Out, Livewetten und Systemwetten: Die Mechanik jenseits der Einzelwette

Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Cash-Out ist also kein «Versicherungsprodukt», sondern ein laufend angepasster Rückkauf der Wette zu einem Preis, den der Anbieter festlegt.

Livewetten bei Sporttip sind Wetten, die während eines Spiels platziert werden. Eine Livewette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist die technische Antwort auf das Risiko von Wetten, die verspätet eingehen.

Systemwetten sind Wetten, bei denen der Spieler mehrere Kombinationen aus den gleichen Voraussagen spielt. Bei Sporttip umfasst eine Systemwette Wetten, bei denen abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert werden – nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist eine Schutzmassnahme, die verhindert, dass zwei Ereignisse desselben Spiels kombiniert werden, die voneinander abhängig sind.

Was Cash-Out kostet

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn. Die Differenz ist der Preis, den der Spieler für die vorzeitige Auszahlung zahlt. Sie ist nicht festgelegt; sie hängt vom Stand des Spiels ab, von der verbleibenden Zeit, von der Wahrscheinlichkeit, dass die Wette noch gewinnt. Wer Cash-Out nutzt, verkauft seine Wette zu einem Preis, den der Anbieter festlegt – und der Preis ist immer schlechter als der erwartete Wert der Wette. Cash-Out ist eine Versicherung gegen Verluste, keine Möglichkeit, den vollen Wert der Wette zu realisieren.

Cash-Out ist nicht für jeden Markt garantiert. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und der Spieler hat keinen Anspruch darauf, dass Cash-Out zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar ist. Wer auf Cash-Out baut, baut auf ein Feature, das nicht vertraglich zugesichert ist.

Werbung, Boni und Aktionen: Was erlaubt ist und was nicht

Die Schweiz hat strenge Regeln für die Werbung. Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, sie darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten, und Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten – mit Busse bis zu 500’000 Franken. Das ist der Grund, warum ausländische Anbieter in der Schweiz nicht werben dürfen und warum ihre Werbung, wenn sie denn erscheint, ein Verstoss ist. Wer eine Werbung für einen ausländischen Anbieter sieht, sieht einen Verstoss – und sollte sich fragen, warum er auf einen Anbieter setzen soll, der sich nicht an die Regeln des Marktes hält, in dem er spielen will.

Boni und Gratisspiele brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. 2025 hat die Gespa 24 Einwilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Das ist die Zahl der erlaubten Bonusaktionen – nicht die Zahl der Werbeaktionen, sondern die Zahl der Aktionen, bei denen Gratisspielguthaben oder Freiwetten ausgegeben werden. Die meisten Aktionen, die auf den Webseiten der Veranstalter sichtbar sind, sind keine Boni im Sinne des Gesetzes, sondern Quotenboosts, Profitboosts oder ähnliche Mechaniken, die den Gewinn einer einzelnen Wette erhöhen.

Was ein Quotenboost ist und was er kostet

Ein Quotenboost bei Sporttip gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und erhöht die Quote auf einen bestimmten Ausgang. Ein Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Boost ist also eine vorübergehende Erhöhung der Quote oder des Gewinns auf einer bestimmten Wette – der Spieler bekommt mehr, wenn er gewinnt, und der Anbieter behält mehr, wenn er verliert. Der Boost ist keine Gratis-Wette, sondern eine Werbeaktion, die den erwarteten Verlust des Spielers leicht reduziert.

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur für online platzierte Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost ist also ein Bonus auf den Nettogewinn – er erhöht den Gewinn einer gewonnenen Wette, aber er ändert nichts an der Verlustseite.

Besteuerung: Was der Spieler dem Steueramt meldet

In der Schweiz sind Gewinne aus bewilligten Grossspielen einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn – die Schwelle liegt bei 1’071’000 Franken ab dem 1. Januar 2026 (1’070’400 Franken im Jahr 2025) auf Bundesebene, wobei der kantonale Freibetrag je nach Kanton unterschiedlich ist. Wer unter dem Freibetrag bleibt, zahlt keine Einkommenssteuer auf den Gewinn und keine Verrechnungssteuer. Wer über dem Freibetrag liegt, zahlt 35 Prozent Verrechnungssteuer, die der Veranstalter direkt abzieht; der Spieler kann die Verrechnungssteuer in der Steuererklärung geltend machen.

Die meisten Spieler bleiben unter dem Freibetrag. Wer aber mehrere hohe Gewinne hat, sollte die kantonale Praxis kennen – sie ist je nach Kanton unterschiedlich. Im Kanton Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen behandelt, unabhängig vom Betrag. Wer auf einer ausländischen Seite spielt und gewinnt, sollte sich bei seiner kantonalen Steuerverwaltung erkundigen, wie der Gewinn zu versteuern ist. Generell gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Warum die Schweiz keine Wettsteuer hat

Die Schweiz hat keine Wettsteuer auf den Einsatz – das ist eine Besonderheit des Schweizer Modells. Der Anbieter organisiert das Spiel, der Spieler zahlt den Einsatz und bekommt im Gewinnfall den Gewinn, der Staat erhebt keine Wettsteuer auf den Einsatz. Das ist ein Unterschied zu Märkten wie Deutschland oder Grossbritannien, wo eine Wettsteuer auf den Einsatz erhoben wird und die Quote entsprechend angepasst ist. In der Schweiz ist die Wettsteuer nicht im Einsatz eingepreist – sie ist im Gewinn eingepreist, oberhalb des Freibetrags.

Das hat zwei Konsequenzen. Erstens: Die Quote auf einer Schweizer Seite ist nicht durch eine Wettsteuer geschmälert. Zweitens: Wer hohe Gewinne hat, zahlt eine Verrechnungssteuer, die direkt abgezogen wird. Wer kleine Gewinne hat, zahlt nichts. Das ist die Schweizer Logik: keine Besteuerung des Spiels, sondern eine Besteuerung des Gewinns oberhalb einer Schwelle.

Konsequenzen für den Spieler: Was bleibt

Wer in der Schweiz legal Sportwetten platzieren will, hat zwei Optionen: Sporttip, wenn er im Swisslos-Gebiet wohnt, oder Jouez Sport, wenn er im Gebiet der Loterie Romande wohnt. Beide haben eine Schweizer Bewilligung, beide sind an die Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten gebunden, beide haben Pflichten im Spielerschutz. Die Quote, die der Spieler bekommt, enthält eine Marge – typischerweise 4 bis 6 Prozent auf engen Märkten, mehr auf exotischen. Die Marge ist der Preis, den der Spieler für die Organisation des Marktes zahlt.

Wer auf einer ausländischen Seite spielt, bekommt möglicherweise eine höhere Quote – er gibt dafür den Schweizer Schutz auf. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, der Spieler hat keinen Schweizer Rechtsschutz, und sein Gewinn kann im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft – das ist nicht ein Detail, das ist die Rechtslage.

Wer seine Wetten mit Limits und Sperren schützen will, kann das bei beiden Schweizer Veranstaltern tun. Die Limits sind nicht vom Staat gesetzt, sondern vom Spieler selbst. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Selbstsperre ist möglich und wird in einem schweizweiten Register eingetragen. Wer auf den Schutz verzichtet, verzichtet auf ein Angebot, das die Schweiz für ihre zwei Veranstalter aufgebaut hat.

Die zentrale Einsicht: Ein Quotenvergleich in der Schweiz ist nicht das Ranking von zehn ähnlichen Marken – es ist das Nebeneinander von zwei Veranstaltern mit unterschiedlichen Vertragsgebieten und einer klaren Liste dessen, was nicht erlaubt ist. Wer das versteht, versteht, warum die Schweiz keine breitere Auswahl hat – und warum diese Enge der Preis für den Schutz ist, den sie bietet.

Häufige Fragen zum Sportwetten Quoten Vergleich

Welcher Wettanbieter hat die besten Quoten in der Schweiz?

In der Schweiz dürfen nur Sporttip (Swisslos) und Jouez Sport (Loterie Romande) Sportwetten anbieten. Welcher Anbieter die höhere Quote hat, hängt vom Markt und vom Zeitpunkt ab, und kein Anbieter hat dauerhaft die höchste Quote. Wer eine ausländische Seite mit höherer Quote nutzt, hat keine Schweizer Bewilligung, keinen Schweizer Rechtsschutz und riskiert, dass Gewinne im Strafverfahren eingezogen werden.

Was bedeutet eine Quote von 2.00?

Eine Quote von 2.00 bedeutet, dass der Einsatz bei einem Gewinn verdoppelt zurückkommt. Der Nettogewinn ist der Einsatz. Eine Quote von 2.00 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent – wenn der Anbieter die faire Wahrscheinlichkeit schätzt, sollte das Ereignis in 50 Prozent der Fälle eintreten. Eine Quote von 1.90 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 52,6 Prozent, eine Quote von 2.10 entspricht 47,6 Prozent.

Wie entsteht die Marge in einer Quote?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter vom Umsatz behält. Sie wird berechnet, indem die Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes addiert werden: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote jedes Ausgangs). 100 Prozent minus Auszahlungsquote ist die Marge. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1.90 ist die Auszahlungsquote 95 Prozent und die Marge 5 Prozent.

Wie wird der Gewinn bei einer Kombiwette berechnet?

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Der Gewinn ist der Einsatz × Gesamtquote. Bei drei Voraussagen mit Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 und einem Einsatz von 20 Franken ist die Gesamtquote 7,722 und der Gewinn 154,44 Franken, bei Sporttip auf 5 Rappen genau abgerundet.

Welche Sportarten sind in der Schweiz erlaubt?

Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten. Sie wird regelmässig aktualisiert, die aktuelle Version ist vom 10. September 2026. Wetten auf das Wetter, auf politische Ereignisse oder auf TV-Shows sind nicht erlaubt. Eckball- und Kartenmärkte sowie Esports sind nicht zugelassen. Die Liste ist Teil der Bewilligung und wird vor der Aufnahme eines Marktes geprüft.

Was passiert, wenn ich auf einer ausländischen Seite spiele?

Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Der Spieler wird nicht bestraft, aber sein Einsatz und sein Gewinn können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, keine Schweizer Aufsicht und keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwettenportal»